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Studie: Altenburg muss in der City noch mehr Trümpfe ausspielen

Studie: Altenburg muss in der City noch mehr Trümpfe ausspielen

Die Skatstadt hat viele Trümpfe, die andere Städte nicht haben. Aber ohne eine gemeinsame Strategie können diese nicht ausgereizt werden. Dies war der Tenor einer Diskussionsrunde über Chancen und Perspektiven für ein attraktiveres Altenburger Zentrum.

Blick auf den Altenburger Markt.

Quelle: Mario Jahn

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostthüringen hatte dazu Stadtverwaltung, Händler und Gastronomen, aber auch Vereine, Kulturanbieter sowie interessierte Bürger eingeladen.

 

Diskussionsgrundlage für die rund 30 Gäste bildete eine gemeinsame Untersuchung der Universität Jena und der IHK, in der Besucher und Bewohner der Altenburger Innenstadt befragt wurden. Kriterien waren unter anderem Aufenthaltsqualität, Geschäfts- und Angebotsvielfalt, Einkaufsatmosphäre und Besuche der Märkte und Feste. Befragt wurden insgesamt 105 Probanden, davon 59 Prozent weibliche und 41 Prozent männliche Personen. 75,2 Prozent der Befragten kamen aus Altenburg. Die Befragung wurde ergänzt durch Experteninterviews mit zwölf Innenstadthändlern.

 

"Altenburgs Innenstadt bietet eine attraktive Einzelhandelslandschaft mit einmaliger historischer Markt- und Altstadtatmosphäre. Darüber waren sich zwei Drittel der Befragten einig", konstatierte die IHK-Bereichsleiterin für Wirtschaft und Technologie, Almut Weinert. Über die insgesamt hohe Zufriedenheit der Befragten waren die Diskussionsteilnehmer teilweise erstaunt, denn zu wenig Parkplätze und öffentliche Toiletten werden von den Einheimischen häufig als Manko gesehen und sowohl von Händlern als auch Bürgern mehrfach öffentlich kritisiert. Ebenso wünschen sich die Akteure vor Ort eine längere Aufenthaltsdauer der Gäste und Altenburger in der Innenstadt.

 

Die Handlungsempfehlungen aus der Studie deckten sich dann mit den Wünschen der Gesprächsteilnehmer. So fasste Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) die Vorschläge zusammen, als er sagte, der Markt brauche zum Verweilen Sitzgelegenheiten und Grün sowie die Innenstadt Spielgelegenheiten für Kinder. Hier dürfe man sich nicht gegenseitig blockieren. Ebenso seien einheitliche Öffnungszeiten vorteilhaft.

 

Andere Teilnehmer schlugen vor, junge Köpfe aus der Kreativwirtschaft einzubinden, um die Innenstadt für Familien mit Kindern noch erlebbarer zu machen und weitere Magneten für Einwohner und Gäste zu schaffen.

 

MDR-Redakteur Marian Riedel, der die Veranstaltung moderierte und sich bekanntlich schon bei den Prinzenraub-Festspielen in ähnlicher Form für die Stadt engagierte, regte an, über Stadtgrenzen hinweg nach Gera zu schauen. Hier habe es der Verein "Ja für Gera" geschafft, Leute zusammen zu führen, die etwas bewegen wollen.

 

"Die konkrete Umsetzung der vorhandenen Ideen erfordert die enge und koordinierte Zusammenarbeit aller Beteiligten. Einen Weg zu finden, möglichst viele Gewerbetreibende, engagierte Bürger, die aktiven Vereine und die Stadtverwaltung zu einer zielgerichteten Zusammenarbeit für die Innenstadt Altenburgs zu gewinnen, muss Aufgabe für kommende Wochen und Monate sein," resümierte Marian Riedel.

 

Zu den Handlungsempfehlungen der Industrie- und Handelskammer gehören neben den von Wolf genannten außerdem mehr Angebote für Kinder und Familien, die Abstimmung von Werbeaktionen, ein verbessertes Parkraumkonzept, mehr Veranstaltungen, die Verbesserung des Angebots öffentlicher Toiletten und eine regelmäßige und koordinierte Zusammenarbeit aller Innenstadt-Akteure.

 

Auf letzteres legt auch Christine Büring, Chefin der Altenburger Tourismus GmbH und zugleich IHK-Vizepräsidentin, besonders großen Wert. "Wir haben in Altenburg einen spannenden Mix von oft noch inhabergeführtem Einzelhandel, Dienstleistungen jeder Art und kulturellen Angeboten in einer tollen Kulisse. Diese Mischung gefällt unseren auswärtigen Besuchern, aber auch den Altenburgern. Das sieht man bei der Frühlingsnacht, dem Autofrühling, Bauernmärkten und ähnlichen Ereignissen", listet Christine Büring auf. Jetzt gehe es darum, wie sich diese Potenziale besser verbinden lassen und sich ein Altenburger Lebensgefühl entwickeln lässt. Dies sei nur durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der handelnden Akteure vor Ort möglich, konstatierte die Tourismus-Expertin.

 

© Kommentar

Ellen Paul

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