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Südost und Nord: Müll verschandelt Altenburger Wohngebiete

Stadtgebiet Südost und Nord: Müll verschandelt Altenburger Wohngebiete

Vor einigen Tagen berichtete die OVZ über die Neuvergabe des Marketings für die Tourismus-Werbung im Altenburger Land. Diesen Artikel nahm Wolfgang Wukasch zum Anlass, einen Leserbrief zu verfassen, in dem er auf die Sauberkeit in den Stadtgebieten Nord und Südost aufmerksam macht.

Auch in der Otto-Dix-Straße liegt jede Menge Unrat herum.

Quelle: Tatjana Kulpa

Altenburg. Vor einigen Tagen berichtete die OVZ über die Neuvergabe des Marketings für die Tourismus-Werbung im Altenburger Land. Diesen Artikel nahm Wolfgang Wukasch zum Anlass, einen Leserbrief zu verfassen, in dem er auf die Sauberkeit in den Stadtgebieten Nord und Südost aufmerksam macht. „Dort liegt Sperrmüll und anderer Dreck, der unverantwortlich abgelegt wurde, seit Wochen.“ Wenn die Leute nicht ausfindig gemacht und zur Rechenschaft gezogen werden könnten, müsse eben die Stadt selber tätig werden und den Müll entsorgen, so Wukasch. Denn was nütze es, mehr Touristen in die Stadt zu locken, wenn sie hier solche Zustände vorfänden. Laut seiner Aussage sei der illegal abgelegte Müll ein Dauerzustand.

Aber wie sind denn nun die Zustände vor Ort? Da hilft nur eins: Hinfahren und nachgucken. Zuerst in Südost. Zwischen Käthe-Kollwitz, Heinrich-Heine und Münsaer Straße reihen sich vor allem Wohnblöcke aneinander. Vor den Eingängen ordentlich gemähte Grünflächen, Blumen und Sitzbänke. Es ist wenig los auf den Straßen, das Wetter ist unbeständig. Ein Blick neben die Straßen und Wege zeigt: kein Müll.

„Es kommt schon ab und an vor, dass hier Müll in den Straßen liegt“, sagt eine Anwohnerin, die gerade ihren Hund in der Eschenstraße ausführt. „Zeitweise lag hier wochenlang der Sperrmüll, bevor er abgeholt wurde. Aber das ist weniger geworden.“ Momentan ist weit und breit kein Sperrmüll zu finden. Nur in der Straße Am Stadtwald stehen einige alte Möbel am Wegrand – ordentlich gestapelt und von Groß nach Klein sortiert – augenscheinlich bereit zur Abholung. Auch rund um das Sechseck – kein Müll zu finden. Was der Anwohnerin mehr auffällt, sind achtlos weggeworfene Hundekotbeutel. „Die liegen hier schon ab und an mal herum.“

„Ich kann mich überhaupt nicht über die Sauberkeit in Südost beklagen“, meint eine andere Dame. Sie lebt seit 30 Jahren im Buchenring und sagt: „Die Stadtreinigung kommt regelmäßig und der Sperrmüll wird immer abgeholt. Auch ihre Begleitung, eine Rentnerin aus der Ahornstraße, vertritt die selbe Ansicht.

Etwa vier Kilometer weiter in Altenburg Nord in der Otto-Dix-Straße ist er dann doch zu finden: Müll. An einer Müllsammelstelle in der Straße liegen Kleidung und kleinere Möbel. An einer anderen Stelle herrenlose Sessel, ein großer Schrank, Matratzen und Teppiche. Einige hundert Meter weiter in der Siegfried-Flack-Straße steht deutlich weniger Sperrmüll. Zu finden sind an den Mülltonnen nur ein alter Fernseher und ein einsamer Nachttisch.

In der Albert-Levy-Straße liegt alte Kleidung neben den Mülltonnen auf dem Boden. Eine Anwohnerin steht am Hauseingang „Das habe ich dem Ordnungsamt schon gemeldet“, ruft sie. Eine Mieterin, die ausgezogen sei, habe ihre Hinterlassenschaften einfach neben den Mülltonnen entsorgt, so die Anwohnerin. Ein Bewohner vom Hauseingang nebenan sagt: „Dass hier einfach so Müll abgelegt wird, kommt öfter vor. Wenn wir uns an das Ordnungsamt wenden, wird man dort immer nur mit einem „Wir kümmern uns“ abgespeist oder sie nennen es Einzelfall.“ Ehe der Unrat dann abgeholt würde, vergingen oft Wochen.

„Seit hier die Asylbewerber leben, liegt mehr Müll herum“, meint der Mieter. „Wenn die Kinder draußen spielen und Eis essen, wird das Papier einfach auf die Straße geworfen.“ Dass es die Anwohner stört, wenn immer wieder Sperrmüll an den Sammelplätzen abgestellt und nicht ordnungsgemäß angemeldet und abgeholt wird, ist nachvollziehbar. Verschmutzte Grünflächen, auf denen weggeworfener Müll liegt, konnte bei der Vorort-Recherche nicht festgestellt werden.

Von Tatjana Kulpa

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