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Altenburg Süße Herzchen und Tannenbäume
Region Altenburg Süße Herzchen und Tannenbäume
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20:18 22.12.2013

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Immerhin haben er und seine sechsjährige Schwester Edda das Backen sozusagen in den Genen. Kein Wunder bei der Familie, die seit 94 Jahren die Traditionsbäckerei Strobel am Altenburger Markt betreibt.

Von Jörg Wolf

"Theo und Edda fühlen sich in unserer Backstube pudelwohl. Und das Backen ist für beide gerade zu Weihnachten ein Muss", sagt die 35-jährige Mutti mit sichtlichem Stolz. Drei- bis viermal in der Adventszeit ist sozusagen Familienbacktag. Natürlich ist dann auch Opa Rainer mit von der Partie und geht seinen Enkeln zur Hand, wenn die beiden Bäckerzwerge Hilfe brauchen.

"Theo ist eher der Techniker. Er mag es, den Teig vorzubereiten und die Plätzchen auszustechen. Edda hingegen mag es besonders, die Plätzchen schön zu dekorieren. Theo hingegen kann die klebrigen Sachen für die Deko nicht so leiden", erzählt Romy Strobel. Während die Lieblingsform des Kleinen dieses Jahr der Tannenbaum ist, bevorzugt Edda vor allem das Herz. Kosten tun übrigens beide Kinder mit gleichgroßer Leidenschaft. "Und wenn sie selbst gebackene Plätzchen verschenken können, sind sie ganz stolz. Das tun sie beispielsweise in ihrem Kindergarten", berichtet die junge Konditormeisterin, die den Familienbetrieb in mittlerweile vierter Generation führt.

Und wieder muss die Mutti ihre beiden kleinen Bäckergesellen bändigen. "Das geht doch allen Kindern so. Plätzchenmachen in der Weihnachtszeit ist für alle richtig Kult. Sie können sich ausprobieren, kreativ sein und etwas mit eigenen Händen herstellen. So was liebt doch jedes Kind." Und da gebe es ja auch noch diese klassischen Weihnachtslieder, in denen es eben um Plätzchen und deren Herstellung geht. Ohrwürmer für jeden kleinen und großen Weihnachtsfan. "Wir mögen diese Lieder", sagt die Meisterin und lächelt.

Aber Romy Strobel steht nicht nur mit den eigenen Kindern am Backofen. Denn auch zwei Kindergartengruppen besuchten in der Adventszeit die Weihnachtsbäckerei und sorgten dort für eine ordentliche Kleckerei.

Inzwischen sind unter den geschickten Händen von Edda und Theo richtige kleine Meisterwerke entstanden. "Ihr müsst warten, bis die Plätzchen abgekühlt sind", bremst die Mama die beiden Wirbelwinde, die am liebsten gleich mit dem Verzieren loslegen wollen. Ja, das Backen ist auch eine kleine Lektion fürs Leben: Gut Ding will Weile haben. Aber dann sind Schokolade, Zuckerstreusel sowie Glasur auf den kleinen Kunstwerken - endlich dürfen Edda und Theo zugreifen. Lecker!

Nun könnte man meinen, in einer traditionsreichen Bäckerfamilie, wie es die Strobels sind, stehen die süßen Teile dauerhaft auf dem Speiseplan. Immerhin verlassen Stollen, Plätzchen & Co. diese Tage in zahlreichen Variationen die Backstube. "Nein, eher nicht", meint Romy Strobel und lacht. "Da geht es uns wohl wie allen Bäckern. Wir lieben diese Sachen zwar, aber wir bevorzugen eher Gesundes und Herzhaftes."

Und deshalb steht morgen auch Hausmannskost auf dem Programm, wenn Strobels Heiligabend feiern und Edda wie auch Theo aufgeregt auf das Christkind warten: "Wiener Würstchen am Mittag und abends Kassler im Brotmantel mit Kartoffelsalat", sagt ihre Mutti, die sich wie alle anderen Strobels auf ein Fest ganz in Familie freut. "Das ist das Schöne bei uns, dass wir alle gemeinsam Weihnachten feiern."

Bevor jedoch die Lichter an den Tannenbäumen angehen, wird die Waschmaschine noch mal angestellt. Denn die Plätzchenbäckerei hat bei Eddas und Theos Bäckeroutfits deutliche Spuren hinterlassen. Aber zu einer Weihnachtsbäckerei gehört eben auch eine ziemliche Kleckerei. Selbst bei den kleinen Backprofis.

Wolf, Jörg

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