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Altenburg THW-Landesverband feiert 20-jähriges Bestehen – Thomas de Maizière in Altenburg
Region Altenburg THW-Landesverband feiert 20-jähriges Bestehen – Thomas de Maizière in Altenburg
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12:28 04.07.2016
Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (r.) geleitet als Gastgeber Bundesinnenminister Thomas de Maizière in den Festsaal (l.). Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Man kennt die Frauen und Männer in blauer Einsatzkleidung auch hierzulande, wenn es um Hilfe nach Unwetterkatastrophen oder Unfällen geht. Am Sonnabend dominierte dieses Blau auf dem Altenburger Schloss. Aber diesmal waren dort die haupt- und vielen ehrenamtlichen Mitstreiter des Technischen Hilfswerkes (THW) in eigener, in freudvoller Mission unterwegs: Der Landesverband Sachsen-Thüringen, der seinen Sitz seit seiner Gründung in der Altenburger Geschwister-Scholl-Straße hat, feierte im Festsaal sein 20-jähriges Bestehen. An gleicher Stelle, wo 1996 am 28. Juni – und damit fast auf den Tag genau – der Verband begründet wurde.

Der THW-Landesbeauftragte Manuel Almanzor (l.) überreicht Ronald Reiß eine Erinnerungstafel zum 20-jährigen Bestehen des Ortsverbands Altenburg. Quelle: Mario Jahn

Und so manchem, der für diesen Feiertag Gala-Uniform tragenden Helfer war die Aufregung vor dem Festakt anzumerken. Denn gewichtige Gratulanten hatten sich angesagt: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) machte als oberster Dienstherr den sächsisch-thüringischen Hilfswerkern seine Aufwartung. Hinzu kamen mit Kultusministerin Birgit Klaubert (Linke), Finanzministerin Heike Taubert (SPD) und Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) gleich drei Ressortchefs der Thüringer Landesregierung. Dass sich die sächsischen Kollegen in Sachen Politprominenz ein wenig zurückhielten und einzig der Staatssekretär des Inneren, Michael Wilhelm, aus Dresden nach Altenburg gereist war, störte niemanden.

„Das THW ist im öffentlichen Bewusstsein längst angekommen und wird geachtet“, meinte der Altenburger Ortsbeauftragte Ronald Reiß sichtlich stolz mit Blick auf die auch sonst anwesenden hochkarätigen Gratulanten aus Wirtschaft, anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie dem öffentlichen Leben.

Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (r.) geleitet als Gastgeber Bundesinnenminister Thomas de Maizière in den Festsaal (l.). Quelle: Mario Jahn

In dem zweistündigen Festakt, den das Saxofonquintett des Bundespolizeiorchesters Berlin mit bemerkenswert erfrischenden musikalischen Einlagen umrahmte, wurden die zurückliegenden zwei Jahrzehnte THW in Kurzinterviews schlaglichtartig und in unterhaltsamer Form reflektiert sowie ein Ausblick auf Kommendes gewagt. Und natürlich gab es zuhauf Glückwünsche. Hatte das THW in beiden Bundesländern im Gründungsjahr noch 22 Ortsverbände, die von den Landesverbänden Hessen und Bayern mitverwaltet wurden, so stieg deren Zahl auf aktuell 34 in beiden Freistaaten. 56 hauptamtliche und 2900 ehrenamtliche Helfer stehen bereit, wenn Menschen in Not geraten oder große Schäden zu mildern sind.

Der Landesverband Sachsen-Thüringen des Technischen Hilfswerks (THW) feierte am Sonnabend sein 20-jähriges Gründungsjubiläum im Altenburger Schloss. Gast war auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU).

„Vor allem dieses ehrenamtliche Engagement kann nicht hoch genug gewürdigt werden“, hob de Maizière in seiner Festrede hervor. An welche Belastungsgrenzen die Helfer dabei stoßen können, habe sich bei der Flüchtlingswelle im Vorjahr gezeigt, als THWler in Sachsen beim Aufbau von Flüchtlingsunterkünften beschimpft wurden. „Das war neu und besonders schäbig, hat es doch alle gekränkt und verletzt“, so der Minister unter Beifall.

Auch Altenburger haben mitgeholfen, Unterkünfte für Flüchtlinge einzurichten. „Beispielsweise waren wir in Dresden und Schneeberg dabei“, so Roland Reiß, der mit seinen Mitstreitern gleich nach dem Festakt zur nächsten, zur eigenen Jubiläumsfeier ins Domizil in der Julius-Zinkeisen-Straße fuhr. Denn auch in Altenburg ist das THW seit 20 Jahren präsent. „Leider hat uns der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nur 50 Neugierige kamen zum Tag der offenen Tür“, bedauerte Reiß. Darunter war aber immerhin der Präsident des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme.

Von Jörg Wolf

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