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Tag der Berufe in Altenburg und Umgebung

Berufswahl Tag der Berufe in Altenburg und Umgebung

Am Mittwoch hat die Arbeitsagentur Altenburg-Gera zum neunten „Tag der Berufe“ geladen. 700 Schüler haben sich im Agenturbereich für den Aktionstag angemeldet. Besonders beliebt bei den Jugendlichen war wieder einmal die Klinik Altenburger Land.

Manuela Rosner, Schulleiterin bei der Innova Privat-Akademie, erklärt den Schülern einen weiblichen Torso.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. „Mach doch was du willst“ hieß es in diesem Jahr zum neunten Mal bei der Arbeitsagentur Altenburg-Gera. Am Mittwoch hatte die Behörde Schüler und interessierte Eltern in Kooperation mit 130 Unternehmen aus Gera, dem Saale-Orla-Kreis, dem Landkreis Greiz und dem Altenburger Land zum „Tag der Berufe“ geladen. Schüler ab der siebten Klasse hatten zuvor die Möglichkeit, sich online, per Mail oder telefonisch anzumelden. Nachdem die Teilnehmerzahlen im vergangenen Jahr weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren, erhielten die Schüler zur Zeugnisübergabe vor den Winterferien Elternbriefe mit Listen der teilnehmenden Unternehmen. Im Agenturbereich Altenburg-Gera haben 700 Jugendliche das Angebot wahrgenommen – ein Drittel mehr als im Vorjahr. „Der Aktionstag bietet die Möglichkeit, in die Firmen reingehen zu können, dort hautnah zu erleben, was produziert, hergestellt oder vertrieben wird. Das Erlebnis ist quasi 4D – sehen, riechen, schmecken, fühlen. Das kann eine Messe nicht bieten“, so Carsten Rebenack, Sprecher der Arbeitsagentur Altenburg-Gera.

Besonders beliebt bei den Schülern ist in jedem Jahr das Klinikum Altenburger Land. 15 Schüler hatten sich dort auch diesmal für den „Tag der Berufe“ angemeldet. Gekommen sind sogar noch ein paar mehr. Nach einem kurzen Vortrag über Aufbau und Arbeit des Krankenhauses stellte Claudia Böhm, Assistentin der Pflegedienstdirektion, die angebotenen Lehrberufe vor. Die Ausbildung zum staatlich geprüften Gesundheits- und Krankenpfleger dauert drei Jahre, man müsse eigenständig arbeiten können, Einfühlungsvermögen haben und physisch sowie psychisch belastbar sein, denn „man muss sich immer darüber im Klaren sein, dass das ein sehr anstrengender Beruf ist“, erklärte Böhm.

Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer dauert nur ein Jahr, das Einsatzfeld sei demnach auch etwas eingeschränkter. Wer sich für einen der Berufe in dieser Richtung interessiere, dürfe keine Berührungsängste im Umgang mit Älteren und kranken Menschen haben. „Um herauszufinden, ob es der richtige Beruf ist, empfehle ich ein Praktikum. Das ist für Schüler ab 15 Jahren bei uns auch möglich“, so Böhm. Außerdem wäre auch ein Freiwilliges Soziales Jahr im Klinikumfeld eine gute Möglichkeit, um sich klar zu werden.

Praxisnah wurde es, als Azubi Franziska Halbauer eine Pflegeszene inszenierte und den Schülern danach anbot, ihren Blutdruck messen zu lassen. Die 23-Jährige ist mittlerweile im letzten Ausbildungsjahr und ganz sicher, dass sie die richtige Berufswahl getroffen hat. „Ich hatte schon ein Praktikum gemacht, nach dem Abitur noch ein Freiwilliges Soziales Jahr. Das hat mir alles so gut gefallen, dass ich dachte, das ist es! Und jetzt kann ich mir nichts anderes mehr vorstellen.“

Neben dem Klinikum war auch das Altenburger Finanzamt ein beliebter Anlaufpunkt für interessierte Schüler. Die Mitarbeiter der Behörde gewährten Einblicke in den Ausbildungsberuf des Finanzwirts und informierten über die Möglichkeit eines dualen Studiums zum Diplom-Finanzwirt. Im Anschluss luden sie die Jugendlichen zu einer Führung durch das Gebäude ein.

„Die ganze Bandbreite an Berufen, die in der Region von Bedeutung sind, werden am Tag der Berufe angeboten. Die Palette reicht jedes Jahr von A wie Altenpfleger bis Z wie Zerspanungsmechaniker“, freut sich Carsten Rebenack.

Von Nathalie Helene Rippich

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