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Altenburg „Tag der Talente“ bei Herkules in Meuselwitz
Region Altenburg „Tag der Talente“ bei Herkules in Meuselwitz
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18:00 24.08.2016
Abteilungsleiter Manuel Vincenz (vorne) erläutert die verschiedenen Arbeitsplätze bei Herkules in Meuselwitz. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Viel los ist am Mittwochmorgen auf dem Gelände der Maschinenfabrik Herkules in Meuselwitz: Wo sonst die rund 240 Mitarbeiter in Latzhosen mit größtmöglicher Präzision tonnenschwere Metallteile bearbeiten, streifen Grüppchen von jungen Menschen durch die Werkshallen, lassen sich verschiedene Maschinen erklären und bestaunen das Equipment. Das mittelständische Unternehmen hat Schüler und Interessenten aus der Region zum ersten „Tag der Talente“ geladen und will die Teilnehmer mit der Aktion für eine Ausbildung am Meuselwitzer Standort gewinnen.

„Die meisten neuen Mitarbeiter akquirieren wir hauptsächlich über unsere Ausbildungsberufe“, erklärt Geschäftsführer Max Thoma den Hintergrund des besonderen Tages. „Da die Ausbildungssituation bei uns, wie bei vielen Betrieben im Altenburger Land auch, sehr schwierig ist, wollen wir bei der Anwerbung künftiger Mitarbeiter neue Wege gehen.“

Zu diesem Zweck hat sich das Unternehmen einiges einfallen lassen. Neben einer grundlegenden Einführung in die Struktur des Betriebes ist es vor allem ein Rundgang über das Gelände, der die jungen Leute von einer Ausbildung bei Herkules überzeugen soll.

Zuständig dafür ist an diesem Tag Manuel Vincenz. Der Abteilungsleiter für Mechanische Fertigung hat einen guten Draht zu den Jugendlichen – schließlich ist er selbst vor knapp 11 Jahren über ein Praktikum zu seinem Beruf gekommen. „Wir holen unsere Neulinge direkt vom ersten Tag an ab, leiten andere Azubis aktiv dazu an, den Anfängern unter die Arme zu greifen“, versucht er, eventuelle Skepsis bei den Schülern gleich zu Beginn zu zerstreuen. Generell, so Vincenz, sei vor allem die Motivation für eine erfolgreiche Ausbildung entscheidend: „Wenn man das wirklich will und weiß, dass es um seine Zukunft geht, dann läuft das fast von alleine“, streicht er heraus.

Auch Geschäftsführer Thoma betont, dass es ihm beim Nachwuchs zuerst um die technischen Qualitäten geht. „Diese Fähigkeiten, das Verständnis für die Materie, sind für uns mindestens so wichtig wie die Schulnoten“, konkretisiert er die Anforderungen. Natürlich gehöre aber auch eine aussagekräftige Bewerbung zum Gesamtpaket, sekundiert Personalmanagerin Friederike Daub. „Der erste Eindruck ist enorm wichtig, Unterlagen und Foto müssen ordentlich, fehlerfrei und möglichst komplett sein.“ Aus diesem Grund erhalten die Teilnehmer auch noch einen Crashkurs in Sachen Bewerbung und haben am Mittwoch vor Ort zudem die Möglichkeit, direkt Bewerbungsfotos schießen zu lassen.

Das Angebot kommt zumindest bei den beiden 16-jährigen Max Kreutz und Anthony Kerchhoff aus Gera gut an. „Ich fand den Rundgang sehr interessant, vor allem, dass es hier eine eigene Schmiede gibt, hätte ich nicht gedacht“, berichtet Max. Und Klassenkamerad Anthony ist sich sicher: „Zwar wirkt die Technik im ersten Moment schon sehr kompliziert, aber das lässt sich ja alles lernen.“

Möglichkeiten dazu seien vorhanden, so Geschäftsführer Thoma. Zwar richte sich das Angebot vor allem an Interessenten für das Ausbildungsjahr 2017, aber auch für den im September startenden Turnus seien von den insgesamt bis zu 12 Stellen noch einige frei. „Auch qualifizierte Nachzügler sind gerne gesehen.“

Von Bastian Fischer

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