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Tag der offenen Baustelle: Die Altenburger stehen Schlange

Die AWG und ihr Projekt Teichstraße Tag der offenen Baustelle: Die Altenburger stehen Schlange

Wer am Mittwoch rein zufällig die Langengasse in Altenburg passierte, wähnte sich in einer Völkerwanderung. Zuhauf strömten die Leute zur Nummer 20. Denn dort hatte die Wohnungsgenossenschaft zum ersten Mal den Bauzaun geöffnet, um ihr aktuelles Bauvorhaben der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die OVZ war dabei und fragte, was gefallen hat und was nicht.

Schlange stehen war angesagt, wenn man eine der Musterwohnungen – hier im Hofriegel – besichtigen wollte.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Wer am Mittwoch rein zufällig die Langengasse in der Skatstadt passierte, wähnte sich in einer Völkerwanderung. Zuhauf strömten die Leute zur Nummer 20. Denn dort hatte die Altenburger Wohnungsgenossenschaft (AWG) zum ersten Mal den Bauzaun weit geöffnet, um ihr aktuelles Bauvorhaben der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu Hunderten ließen sich die Skatstädter diesen Tag der offenen Baustelle nicht entgehen.

Und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Denn nicht nur das zum Komplex gehörende, einzeln stehende Gebäude in der Langengasse ist so gut wie fertig, sondern auch der sogenannte Hofriegel wartet nur noch auf die letzten Handgriffe. Dem nicht genug. Das Freigelände zwischen diesen beiden Gebäuden ist ebenfalls bereits gestaltet und – so der einhellige Tenor der Besucher – eine Augenweide.

Und das nicht von ungefähr, wie AWG-Vorstand Timo Schwanke im OVZ-Gespräch bestätigte. „Der Trend geht ganz deutlich wieder hin zum nachbarschaftlichen Miteinander. So ist die Begegnungsstätte in unserem neuen Objekt am Sperlingsberg überaus gut besucht, dort gibt es inzwischen sogar Laubengangfeste. Darauf regieren wir.“

Das Freigelände hinter dem Gebäude in der Langengasse soll die Mieter zum Verweilen einladen

Das Freigelände hinter dem Gebäude in der Langengasse soll die Mieter zum Verweilen einladen. Am Mittwoch machten die Besucher schon rege Gebrauch davon.

Quelle: Mario Jahn

Über acht Millionen Euro investiert die Wohnungsgenossenschaft in ihr bislang größtes Bauvorhaben in Altenburg. In einem modernen Baustil ordnen sich die zwei Wohnhäuser mit ihrer offenen Fassade in den historischen Straßenzug der Teichstraße ein. Im Hofbereich steht ein dreigeschossiges Gebäude mit Flachdach sowie Laubengängen mit 14 Wohnungen. Zusammen mit dem vierten Gebäude in der Langengasse entstehen 49 zumeist barrierefreie Ein- bis Dreiraumwohnungen von 45 bis 100 Quadratmetern Größe plus eine Gästewohnung. Es gibt eine Tiefgarage und Stellplätze. Rund 70 Prozent der Wohnungen sind vermietet, die ersten Mieter ziehen bereits im Oktober in der Langengasse – übrigens dem einzigen Haus ohne Fahrstuhl – ein, der Hofriegel wird ab Dezember bezugsfertig sein, und die Gebäude an der Teichstraße folgen im Mai 2017.

„Die Leute staunen sehr, was hier entstanden ist. Vor allem die hochwertige Ausstattung finden sie toll“, erzählt AWG-Prokuristin Silke Pöthe, die sich wie allen anderen Kollegen am Mittwoch Löcher in den Bauch fragen ließ. Antworten auf die Fragen, welche Wohnungen denn noch zu haben wären, mussten und wollten sie indes schuldig bleiben. „Das hier ist keine Vermietungsaktion, diese Gespräche führen wir lieber in unserer Geschäftsstelle. Wir wollen den Altenburger vielmehr die Möglichkeit geben, unser Projekt näher kennenzulernen.“

Das wurde wie gesagt weidlich genutzt. „Wir sind zwar nicht auf der Suche nach einer neuen Wohnung, aber sehr neugierig, was hier entstanden ist“, bekannte beispielsweise Marianne Rüdiger. „Ich finde, die AWG hat sich sehr viel Mühe gegeben.“ Das bestätigte auch Familie Jürgens, die sich mit großem Interesse die beiden Musterwohnungen angesehen hat. Allein mit der offenen Küche konnte sich vor allem der Ehemann nicht anfreunden. Anderen Besuchern hat in der einen Musterwohnung die zu schmale Balkontür nicht gefallen, moniert wurde auch der Mangel an ausreichend Nebengelass. „Bedingt durch die Tiefgarage haben einige Wohnungen keinen Keller“, bestätige Timo Schwanke. „Dafür gibt es einen Abstellraum. Sollte das dem Mieter nicht reichen, haben wir die Möglichkeit, im Hof bei den bereits vorhandenen Unterstellmöglichkeiten nachzurüsten.“

Von Ellen Paul

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