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Tag der offenen Tür bei der Wismut in Ronneburg und Seelingstädt

Sanierungsgebiet Tag der offenen Tür bei der Wismut in Ronneburg und Seelingstädt

Der ehemalige Uranbergbaubetrieb Wismut hat ein weiteres Etappenziel bei der Sanierung von Umweltschäden erreicht. Nach etwa 25 Jahren Arbeit sei die Zwischenabdeckung radioaktiver Schlämme in riesigen Sammelbecken am Samstag abgeschlossen worden, teilte die Wismut GmbH mit. Mit einem Tag der offenen Tür in der Neuen Landschaft Ronneburg informierte die Wismut Besucher über ihre Sanierungsfortschritte.

Schön grün hier: Am Wochenende gab es bei der Wismut einen Tag der offenen Tür – hier ein Blick in die Neue Landschaft Ronneburg mit Entdeckerturm.

Quelle: Manfred Malinka

Ronneburg. D

Der letzte Quadratmeter der freiliegenden radioaktiven feinkörnige Schlämme – auch Tailingsschlämme genannt – wurde auf der industriellen Absetzanlage Culmitzsch abgedeckt. „Es war die wohl größte Herausforderung bei der Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus“, weiß Frank Wolf vom Referat Öffentlichkeitsarbeit der Wismut.

Die größte der vier Absetzanlagen, die in der Sanierungsverantwortung der Wismut liegen, befindet sich in Culmitzsch, ein ehemaliges Dorf im Landkreis Greiz. In den Anlagen lagerten bis zu 70 Meter tiefe mächtige 155 Millionen Kubikmeter Schlämme aus der Aufbereitung des gewonnenen Uranerzes der Schächte in Sachsen und Thüringen. Die Anlagen befinden sich in dicht besiedelten Gebieten und waren durch Dämme und Halden begrenzt. Nachteilig war, dass sich über den lagernden Tailings eine bis zu zehn Metern tiefe Wasserfläche gebildet hatte.

„Schon 1990 wurden erste Maßnahmen eingeleitet, die die unmittelbaren Gefahren, die von Radon und Arsen ausgingen, eindämmen sollten“, berichtet Gerd Kuchenreuther, der Vorsitzende des Bergbauvereins Ronneburg, als traditioneller Unterstützer und Begleiter des Tages der offenen Tür. Der Verein hatte sein Schaubergwerk an der Bogenbinderhalle und das technische Denkmal „Schacht 407“ für Besucher geöffnet. Mittlerweile seien auch alle Sanierungsobjekte zugängig, weil auch untertage alles erledigt sei. Alle Strecken und Hohlräume bis 100 Meter unter der Oberfläche seien verfüllt. „Es ging aber alles nur scheibchenweise“, weiß der Experte.

Wie in Culmitzsch, wo die zwei Schlammteiche endlich konsolidiert seien, aber eben nicht bebaubar. Aber zumindest bepflanzt sind die Flächen und es grünt und blüht wieder im ehemaligen Bergbaugebiet.

Während der offenen Türen in der Neuen Landschaft Ronneburg war auch viel zur Geschichte der Wismut in einer Ausstellung zu erfahren. „Die ständige Ausstellung gibt es schon seit 2002 und läuft jeweils von März bis Oktober“, berichtet Frank Wolf. Es ist die komplette Geschichte der ehemaligen SDAG Wismut in Bildern, Zahlen und Fakten zu sehen, auch begleitet von vielen Gerätschaften und Bergbau-Utensilien.

„Seit Beginn der Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranbergbaus ist die transparente Information der Öffentlichkeit über Arbeiten an Europas größtem Umweltprojekt eine Priorität der Wismut GmbH“, schreibt sich der Öffentlichkeitsverantwortliche auf die Fahnen und weiß dabei, dass weiter saniert wird und die Arbeiten bisher sechs Milliarden Euro verschlungen haben.

Von Manfred Malinka

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