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Altenburg Tage der offenen Tür an Altenburger Euro-Schule
Region Altenburg Tage der offenen Tür an Altenburger Euro-Schule
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00:17 01.08.2017
Xiauwen Yi (rechts) aus Peking ist seit kurzem einer der Lehrer, die für die Sprachausbildung in den fünf Integrationsklassen der Euro-Schule verantwortlich sind. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Seit 1991 ist die Euro-Schulen-Organisation (ESO) in Altenburg vertreten – 26 lange Jahre mit einer bewegten Geschichte. Denn nicht immer lief es optimal für die hiesige Niederlassung des privaten Bildungsinstituts: Nach kontinuierlichem Wachstum und einem Bewerberhöhepunkt im Jahr 2011 kam es zum kurzzeitigen Einbruch der Schülerzahlen. Die gute Nachricht: Seit 2014 stiegen diese wieder. „Aktuell liegen wir im Schnitt stabil bei rund 250 Schülern“, berichtet Frank Pößiger.

Der 62-Jährige hat all das persönlich miterlebt, ist er doch seit mittlerweile 17 Jahren Leiter der beiden ESO-Gesellschaften in der Skatstadt: die Euro-Schulen und die Euro-Akademie. Und momentan hat Pößiger gut zu tun, denn die zwei Bildungseinrichtungen laden derzeit zur Besichtigung ein. Noch bis 4. August können sich Interessierte das breite Angebot der Niederlassung in der Münsaer Straße 33 vor Ort ansehen.

Das reicht von Maßnahmen zur Berufsorientierung über Weiterbildungen und Teilqualifizierungen im Bereich Gesundheit, Verwaltung, Hauswirtschaft, Bau und Metallverarbeitung bis hin zur Ausbildung zum Kinderpfleger, Erzieher oder Sozialpädagogen. Gerade letztere hätten auf dem aktuellen Arbeitsmarkt beste Chancen: „Unsere erste Erzieher-Klasse hat 2014 ihren Abschluss gemacht. Alle von ihnen sind heute in Arbeit“, berichtet Pößiger.

Seit einigen Jahren außerdem im Unterrichtsplan: Integrationskurse, in denen die Teilnehmer vornehmlich berufsbezogene Sprachkenntnisse erwerben. Aktuell werden in Altenburg fünf Klassen mit insgesamt circa 120 Teilnehmern – größtenteils aus Syrien und Eritrea – unterrichtet. „Ich hatte da anfangs meine Bedenken gehabt“, gibt Frank Pößiger zu. „Doch in all den Jahren, in denen wir die Integrationskurse nun schon anbieten, haben wir noch keine Probleme gehabt. Im Gegenteil: Die Teilnehmer sind unheimlich freundlich und zuvorkommend.“ Unterstützung bekommt Pößiger dabei von einem internationalen Pädagogen-Team: Lehrer aus China, Thailand, Afghanistan, Russland und Südkorea kümmern sich um die sprachliche Bildung der Teilnehmer.

Auch sonst läuft es an der Euro-Schule und der -Akademie gut: „Wir beschäftigen bei uns derzeit 30 feste, unbefristete Pädagogen und 15 weitere Honorardozenten“, so Pößiger. Als private Einrichtung finanziert sich die ESO in erster Linie durch Schulgebühren – je nach Ausbildung fallen monatlich zwischen 120 und 140 Euro an. Dafür sind allerdings auch sämtliche Lehrmittel kostenfrei, zudem greifen neun von zehn Schülern auf finanzielle Unterstützung in Form von Bafög zurück.

Stolz ist Pößiger außerdem auf die Tatsache, dass viele Schüler von außerhalb des Altenburger Landes in die Schule strömen: „Zeitweise hatten wir bei uns sieben Bundesländer vertreten.“ Der größte Teil sei zwischen 16 und 27, „wir haben aber auch Schüler, die 30 oder 35 Jahre alt sind“. Entsprechend gut genutzt sind deshalb auch die 20 WG-Plätze, die auf dem Gelände zur Verfügung gestellt werden.

In Zeiten akuten Lehrermangels hebt Pößiger zwei nicht unwesentliche Vorteile der ESO-Einrichtungen gegenüber Schulen in öffentlicher Trägerschaft hervor: Zum ersten die deutlich kleineren Klassen und zum zweiten die Tatsache, dass es keinen Unterrichtsausfall gibt. „Schließlich haben die Schüler für jede Stunde bezahlt.“

Von Christian Neffe

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