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Tannenfeld: Kreistag und Investoren machen Weg frei

Tannenfeld: Kreistag und Investoren machen Weg frei

Die Wiedergeburt der Schloss- und Parkanlage Tannenfeld als Pflege-Einrichtung und Tourismus-Ziel ist ein weiteres Stück näher gerückt. Nachdem der Kreistag Landrätin Michaele Sojka (Linke) bereits beauftragt hatte, bis Jahresende exklusiv mit einer Investoren-Gruppe über den Verkauf des 14,8 Hektar großen Gebietes zu verhandeln, setzte das Gremium am Mittwoch noch einen drauf.

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Schloss Tannenfeld ist (noch) im Besitz des Landkreises Altenburger Land.

Quelle: Mario Jahn

Nach OVZ-Informationen beschlossen die Kreisräte mit deutlicher Mehrheit im nichtöffentlichen Teil eine Vereinbarung, die Sojka ermächtigt, das kreiseigene Areal auf der Grundlage eines festgelegten Preises bis zum 31. Dezember an das besagte siebenköpfige Konsortium zu verkaufen.

 

29 von 34 Kreisräten entschieden sich für die Willensbekundung, die allerdings noch keine Rechtskraft, wie etwa ein Vorvertrag, entfaltet. Daneben gab es vier Gegenstimmen, wovon eine aus der CDU und drei aus der SPD-Fraktion kamen, sowie eine Enthaltung, die auch aus der SPD-Fraktion stammt. Das deutliche Votum überraschte und erfreute offenbar nicht nur die Investoren, die zu ihrer Vorstellung und der ihres Projekts vollzählig erschienen waren, sondern auch den Kreistag selbst. Denn im Anschluss an die Abstimmung applaudierten die Anwesenden. Wie mehrere Teilnehmer berichteten, sorgte das klare Signal für gelöste Stimmung.

 

Neben der sachlichen und Risiken beinhaltenden Präsentation ihrer Pläne, auf den 15 000 Quadratmetern bebauter Tannenfeld-Fläche für rund 9,5 Millionen Euro ein Pflegezentrum für Demenzkranke samt Unterkünften für Angehörige, ein Café und mehr einzurichten, beeindruckte einige Kreisräte auch die persönliche Komponente der Investoren. Denn bei der Gruppe handelt es sich um seriöse Unternehmer, die aus Altenburg, Kriebitzsch, Gößnitz, Schmölln, Leipzig und Erfurt kommen.

 

"Das Projekt ist wesentlich gereifter als alles, was bisher da war", sagte ein Kreisrat mit Blick auf viele gescheiterte Verkaufsversuche und stellvertretend für andere. "Mit ihrer Vorstellung haben die Investoren ein starkes Signal gesendet, und dafür haben wir ihnen ein ebenso starkes gegeben." Das unterstreicht der Fakt, dass das Konsortium bereits rund 50 000 Euro in einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan gesteckt hat.

 

Allerdings drohte die Stimmung im Kreistag zuvor zu kippen. Denn aus Reihen der SPD und CDU gab es Bedenken. Der Einwand, dass die Pflege-Einrichtung zur Konkurrenz der kreiseigenen Heimbetriebsgesellschaft werden könnte, entkräftete das Konsortium mit einer Stellungnahme aus dem Jobcenter. Danach stünden über 200 Pflegekräfte im Altenburger Land zur Verfügung und damit ausreichend, um den Bedarf von etwa 70 Jobs zu decken. Ein anderer Einwand, dass man den Beschluss gar nicht brauche, weil man sich damit der eigenen Handlungsfreiheit beraube, wurde letztlich durch einen Kompromissvorschlag in Sachen Formulierung von Regionalen-Fraktionschef Klaus-Peter Liefländer entschärft. Folglich blieb die Sache auf der Tagesordnung und wurde verabschiedet.

 

Nun könnte es bereits im Herbst zur Unterzeichnung des Kaufvertrages kommen. Der festgelegte Preis bewegt sich zwischen 200 000 und 300 000 Euro. Bevor das Geld aber fließt, werden die Investoren unter anderem eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, um sich vor unabsehbaren Kosten zu schützen. © Kommentar

Thomas Haegeler

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