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Tannenfeld-Sanierung: Im Sommer sollen die Würfel fallen

Löbichau billigt Bebauungsplan Tannenfeld-Sanierung: Im Sommer sollen die Würfel fallen

In den Verkauf und die geplante Sanierung der Schlossanlage Tannenfeld ist wieder Bewegung gekommen. Ob der Umbau zu einem Demenz-Zentrum für knapp zehn Millionen Euro tatsächlich gelingt, steht immer noch nicht fest. Entscheidende Weichenstellungen sollen nun im Sommer erfolgen.

Noch immer nicht verkauft. Die Schlossanlage Tannfeld. Die Entscheidung soll nun im Sommer fallen.

Quelle: Mario Jahn

Löbichau. In den Verkauf und die geplante Sanierung der Schlossanlage Tannenfeld ist wieder Bewegung gekommen. Ob der Umbau zu einem Demenz-Zentrum für knapp zehn Millionen Euro tatsächlich gelingt, steht immer noch nicht fest. Entscheidende Weichenstellungen sollen nun im Sommer erfolgen.

Mitte vergangenen Jahres hatte der Kreistag Landrätin Michaele Sojka (Linke) ein Mandat erteilt, Tannenfeld bis Ende 2015 an eine Investorengruppe zu verkaufen. Doch unterschrieben ist der Vertrag noch immer nicht. Zum einen liege das an fehlenden Fördermittelzusagen und zum anderen an ausstehenden Gutachten, wie die zum Holzschutz und zur Bausubstanz, sagte Burkhard Schreiber, Sprecher der Investorengruppe, der Osterländer Volkszeitung (OVZ).

Die beantragten Fördermittel beziehen sich nach OVZ-Informationen auf Tourismusmarketing und wurden im Thüringer Wirtschaftsministerium gestellt. Die Investoren hoffen, dass die Zusagen bis Anfang Juni vorliegen. Auch von den beiden Gutachten erwarte er keine bösen Überraschungen, sagte Schreiber.

Fällt Entscheidung bis Mitte des Jahres?

Die Landrätin hofft ebenfalls, „dass die Entscheidung bis Mitte des Jahres fällt“. Auf die OVZ-Frage, ob das Geschäft auch noch platzen könne, sagte sie: „In der Wirtschaftsförderung ist etwas erst sicher, wenn die Tinte unter dem Vertrag trocken ist. Aber ich bin optimistisch, dass wir das schaffen.“ Sie halte das Vorhaben für „ein super gutes Konzept, das an die Historie anknüpft“.

Entschieden ist, dass das Altenburger Land die etwa 400 Meter lange Kreisstraße von der Grundstücksgrenze bis zur B 7 saniert. Das bestätigten sowohl Schreiber als auch Sojka. Allerdings komme der Kreis damit nur seiner Pflicht nach, so Sojka. „Schließlich werden nach Abschluss der Arbeiten dort einmal eine Menge Leute wohnen und arbeiten.“ Mit dem Straßenbau würde ein guter Teil des Verkaufserlöses bereits wieder aufgezehrt. Der Kaufpreis für Tannenfeld liegt OVZ-Informationen zufolge bei 280 000 Euro.

Dass im Sommer eine Entscheidung fällt, liegt auch am Bebaungsplan, der bis Ende Juli vom Gemeinderat endgültig beschlossen werden soll. Das kündigte der Löbichauer Bürgermeister Rolf Hermann (FDP) auf einer Gemeinderatssitzung in der vergangenen Woche an. Kurz zuvor hatten die Volksvertreter Planänderungen beschlossen, die in Kürze nochmals öffentlich ausliegen. Wird der Bebauungsplan danach genehmigt, könnte Ende September bereits Baurecht bestehen, rechnet Hermann. „Dann stehen alle Ampeln durchgängig auf Grün!“

Der Plan schreibt vor, dass die Investoren zuerst die historischen Gebäude, wie die Häuser Tannegg, Planegg, Talegg-Waldegg und Brunegg, sowie das Schlösschen sanieren müssen. Denn hinzugekommen ist ein kompletter Neubau für rund 100 Pflegeplätze, der noch nicht erwähnt wurde, als Schreiber seine Pläne erstmals im Februar 2105 vorgestellt hatte. Damit erhöhen sich die Pflegeplätze für demente Menschen von anfangs 80 auf nunmehr 190.

Erschließungskosten auf 750.000 Euro geschätzt

„Mit dem Neubau beginnen wir aber erst dann, wenn die Altbauten saniert sind“, sagte Schreiber, der das neue Gebäude als eine Option bezeichnete. Im Moment sei nicht entschieden, wann und ob es überhaupt entsteht. Die ehemalige Männer-Liegehalle ist so marode, dass sie nur noch abgerissen werden kann. Die Frauen-Liegehalle soll komplett neugebaut werden.

Durch den Bebauungsplan steht nun auch die Erschließung des rund 15 Hektar großen Geländes fest. Danach erhält der Komplex einen neuen Trinkwasseranschluss bis zur B 7 inklusive neuer Leitungen hin zu den jeweiligen Gebäuden, die außerdem an das Erdgasnetz angebunden werden. Das trifft ebenso für die Abwasserleitungen zu. Nahezu entschieden ist der Neubau einer objektbezogenen Kläranlage auf dem Gelände, für die rund 300 Quadratmeter Wald gerodet werden müssen.

Ebenso im Gespräch war der Bau einer Druckleitung zu einem der Klärwerke in den umliegenden Orten. Dieser gilt wegen der ungewissen Überleitungsrechte als nicht mehr realistisch, hieß es zur Gemeinderatssitzung. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Die von den Investoren zu tragenden Erschließungskosten werden OVZ-Informationen zufolge auf rund 750.000 Euro geschätzt.

Neben den Pflegeplätzen entstehen in Tannenfeld auch Unterkünfte für Angehörige und ein Café.

Von Jens Rosenkranz und Thomas Haegeler

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