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Tanzstunde statt Fußballkampf - Motor unterliegt Martinroda 0:4

Tanzstunde statt Fußballkampf - Motor unterliegt Martinroda 0:4

Eigentlich wollten sich die Motor-Spieler mit einer ansprechenden Leistung von ihren Anhängern verabschieden. Dies ging jedoch gründlich daneben. Denn der Leistungsabfall innerhalb der Mannschaft des Altenburger Fußball-Verbandsligisten war zum Ende der Saison einfach zu groß, um selbst gegen den FSV Martinroda, der noch im Hinspiel 2:0 besiegt wurde, zu bestehen.

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Weder Toni Leutert (r.) noch die übrigen Motor-Kicker finden gegen Martinroda ein adäquates Mittel und verlieren am Ende 0:4.

Quelle: Mario Jahn

So kam Motor am Sonnabend in der Skatbank-Arena mit 0:4 unter die Räder und bot dabei eine substanzlose Vorstellung.

 

Trainer Jens Wuttke hatte seine Spieler vor der Partie eindringlich ermahnt, diese letzte Heimaufgabe mit höchster Konzentration anzugehen und gerade auf das taktisch disziplinierte Abwehrverhalten die Priorität zu legen. Doch als einige Motor-Akteure offensichtlich begannen, über die Erledigung dieser Aufgabe nachzudenken, stand es nach 100 Sekunden bereits 0:1.

 

Der Martinrodaer Rolf Kästner konnte den Ball aus zehn Metern ziemlich unbedrängt unter die Latte hämmern. Zuvor hatten sich die Gäste auf der rechten Seite recht locker durchgesetzt. Das Motor-Zweikampfverhalten glich dabei aber eher einem Tanzstundenauftritt als einem Fußballkampf. In den folgenden Minuten wurde es kaum besser. René Eichelkraut im Altenburger Tor musste zweimal gegen frei durchgebrochene Gäste-Stürmer Schlimmeres verhindern. Motor hatte eine zwingende Ausgleichschance, als Larry Gentsch von halbrechts allein in den Strafraum eindrang, aber nicht energisch genug den Abschluss suchte, sodass die Aktion verpuffte. Anders die Gäste, die in der 28. Minute auf 2:0 erhöhten. Nach einer Flanke von links war erneut Kästner gedankenschneller als die Motor-Abwehr und spritzte in die Eingabe. Eichelkraut musste erneut machtlos zuschauen.

 

Nach dem Wechsel hofften alle auf ein Aufbäumen der Gastgeber und wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte Jens Wuttke in der 47. Minute nach Ecke von David Weiße per Kopfball getroffen. Doch sein Ball landete nur am linken Innenpfosten, trudelte die Linie entlang und wurde dann von einem Abwehrspieler weggeschlagen. Motor versuchte auch in der Folge, nach vorn noch etwas zu reißen, aber es fehlte der letzte Biss, die Partie noch zu drehen. Damit war in der 63. Minute dann endgültig Schluss, als der Gästespieler Jan Schmidt nach einem Altenburger Ballverlust im Mittelfeld mit schönem Solo durch die Abwehr marschierte und platziert aus 14 Metern flach zum 0:3 einschoss. Die restliche Spielzeit konnte man sich auf den gemütlichen Teil nach dem Spiel vorbereiten. Nur das 0:4 (88.) per Heber durch den eingewechselten Darryl Mbolo und das herannahende Gewitter trübten die Vorfreude etwas.

 

Nach dem Schlusspfiff bedankten sich die Motor-Spieler mit einem großen Transparent bei ihrem treuen Anhang. Platz sieben nach dieser extrem turbulenten Saison ist aller Ehren wert. Daran wird auch das allerletzte Spiel am Sonnabend in Weimar nichts mehr ändern.

 

Motor: Eichelkraut, Enders, Gerber, Rolle, Kröber (GK; 78. Sänger), Wuttke (65. Ast), Leutert, Weiße, Reichel, Gentsch (82. Vollak), Dennhardt.

Thomas Lahr

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