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Tausende Besucher beim elften Brauereifest

Tausende Besucher beim elften Brauereifest

Eins, zwei, drei Schläge mit dem Holzhammer, und das Bier floss schäumend ins Glas. Die Geburtstagfeier in der Altenburger Brauerei am Sonntag war eröffnet.

Altenburg.

 

 

Eins, zwei, drei Schläge mit dem Holzhammer, und das Bier floss schäumend ins Glas. Die Geburtstagfeier in der Altenburger Brauerei am Sonntag war eröffnet. Als ehrenamtlicher Vizelandrat hatte Karsten Schalla (FDP) das riesige Holzfass angestochen. Und es klappte auf Anhieb, obwohl es das erste Mal war, wie er vor zahlreichem Publikum im großen Festzelt gestand. Ihm zur Seite standen die Chefin der Brauerei selbst, Petra Haase, und Altenburgs Bürgermeisterin, Kristin Knitt.

 

Der besondere Anlass des Fassbieranstichs: 200 Jahre Tradition in Altenburg. Den Sportverein Aufbau Altenburg gibt es seit 60 Jahren, die Brauerei seit 140 Jahren. Beide, der Verein und das Unternehmen, hätten Erfolgsgeschichte geschrieben, betonte Karsten Schalla. Und Kristin Knitt würdigte das Engagement der Brauerei für die Vereine und das gesellschaftliche Leben der Region.

Nicht nur der SV Aufbau Altenburg, sondern auch viele andere Vereine haben auf dem Gelände der Brauerei ihr Domizil gefunden. Sie bereicherten am Sonntag das bunte Programm - mit dabei das Folklore-Ensemble, der Skatclub, die Sportvereine Motor und Lok sowie die Karnevalsclubs, die alle in der Brauerei zu Hause sind.

Brauereichefin Petra Haase dankte zu Beginn des Festes ganz besonders der Familie Leikeim, die 1990/91 die Altenburger Brauerei übernommen hatte. "So feiern wir heute auch 20 Jahre erfolgreiche Privatisierung", erinnerte Petra Haase an die Anfänge.Ihr hatte man damals die Geschäftsleitung anvertraut.

Auch für Tausende von Besuchern war der gemeinsame Geburtstag von Aufbau und Brauerei Grund genug, trotz hochsommerlicher Temperaturen in die Brauereistraße zu pilgern. Auf den Straßen und Parkplätzen rundherum herrschte zeitweise der Ausnahmezustand.

Auf dem Festgelände erwartete die Männer, Frauen, Kinder fast jeden Alters ein farbenfrohes Festprogramm. Ein kleiner Herbstmarkt bot Produkte aus der Region an. Ein besonderer Anziehungspunkt war der Stand des Vereins der Altenburger Bauernhöfe, an dem es Lumpziger Holzofenbrot und Würchwitzer Milbenkäse gab. Bier verbinde eben über Ländergrenzen hinweg, meinte Milbenkäse-Spezialist Helmut Pöschel aus Sachsen-Anhalt.

Wer es in der Sonne nicht mehr aushielt, der konnte bei einer Führung durch die Produktionsstätten mitmachen und sich bei laufender Flaschenabfüllung über die aktuelle Produktpalette informieren, sich im Museum mit der fast 800 Jahre alte Brautradition des Altenburger Landes beschäftigen oder im Sudhaus einen Blick in die kupfernen Kessel werfen.

Draußen gab es derweil heftig etwas auf die Ohren, als die westsächsischen Urknall-Guggemusiker oder die Samba-Trommler Movo Vento lärmend durchs Gedränge zogen. Davon ließ sich die mehr sportlich interessierte Jugend allerdings nicht beeindrucken. Da waren Torwandschießen, ein Kicker-Fußball-Turnier, Tischtennis gegen eine Maschine, Bierkistenstapeln oder ein Fahrradparcour mehr nach ihrem Geschmack.

Kühle Plätze waren an diesem Tag rar, und so floss auch das Bier in Strömen. "Bier macht lustig und hält gesund", scherzte Horst Götze. 71 Jahre sei er alt und trinke besonders gern das Schwarze. Doch nicht nur des Bieres wegen hatten er und Reiner Weißenborn aus Altenburg sich schon am Vormittag einen Platz im Festzelt gesichert. Immerhin sang Weißenborns Frau Barbara mit im Gemischten Chor Altenburg. Der Chor führte den Reigen des kulturellen Programms an diesem Tag an.

Dessen unbestrittener Höhepunkt aber war am Nachmittag der Auftritt der Wildcorner Heartboys. Da war das Zelt dann proppenvoll. Längst hatte sich herumgesprochen, wer sich hinter dem englischen Band-Namen verbarg. Die Sänger von "Herzilein", Wilfried Gliem und Wolfgang Schwalm, überraschten das Publikum mit Rock'n'Roll und Trompetensolis vom Feinsten.

Für Horst Götze und Reiner Weißenborn jedenfalls stand schon am Sonntag fest, sie kommen wieder, wenn die Brauerei ihr zwölftes Brauereifest feiert. "Denn", so Reiner Weißenborn, "hier ist immer mächtig was los".

Edeltraud Peschel

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