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Altenburg Tausende strömen zum zehnten "Jagdauf“ am Haselbacher See
Region Altenburg Tausende strömen zum zehnten "Jagdauf“ am Haselbacher See
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17:07 30.07.2018
Kräftig gefeiert wurde überall auf dem Gelände – die meisten Zuschauer zog es jedoch, wie hier bei den „DIA Plattenpussys“ vor die Mainstage. Quelle: Christian Schnitzel
Meuselwitz

Runder Geburtstag am Haselbacher See: Zum inzwischen zehnten Mal wurde am Wochenende zum „Jagdauf am See“-Festival (JAAS) geladen. Von Sonnabend 20 Uhr bis Sonntagfrüh um 6 Uhr feierten tausende junge Leute ausgelassen zu elektronischen Klängen.

Keine Abendkasse

Vor die Feier hatten die Veranstalter jedoch zunächst die Anreise gesetzt. So beginnt der Abend damit, zunächst per Bus oder Auto in der Gruppe den Haselbacher See anzusteuern. Dort angekommen wird man mit seinem Fahrzeug auf eine der drei großen und kostenlosen Parkflächen verwiesen.

Ist das Gefährt erst einmal sicher abgestellt, geht es zum Einlass. Gut, wenn man seine Karten schon weit vor der Veranstaltung organisiert hat: Beim JAAS gibt es auf Grund der großen Nachfrage keine Abendkasse. Ausgestattet mit dem obligatorischen Armband wird sich im Anschluss ins Getümmel gestürzt. Und das ist wörtlich zu nehmen: Auf dem vom Badebesuch bekannten großen Areal am Hauptstrand des Sees hat sich für das JAAS einiges getan.

Jede Menge Abwechslung

Anders als an gewöhnlichen Wochenenden säumen über zwanzig Zelte und Wagen das Gelände, an denen man sich mit Essen für den Abend und Getränken verschiedenster Art versorgen kann. Daneben warten zahlreiche weitere Angebote: Für Erinnerungsfotos von der Veranstaltung bietet sich ein Besuch in der Fotobox an, in einem anderen Zelt kann man sich für den Abend hübsch machen lassen. Daneben locken ein Stand mit Merchandise-Artikeln zum Event und riesige Ballons.

In der Mitte der lang gezogenen Fläche lässt es sich an Tischen und Bänken zwischen den DJ-Sets ausruhen. Auch der 18-jährige Max braucht erstmal eine Pause. Er ist zum ersten Mal aufs JAAS-Festival gekommen. Überall seien ihm die Werbeplakate für die Veranstaltung aufgefallen, da habe er beschlossen, dem Festival einfach mal mit Freunden einen Besuch abzustatten, erzählt er. Am Haselbacher See erwartet er „Musik nach meinem Geschmack und eine coole Atmosphäre.“

Tanzen, tanzen, tanzen

Und dafür ist gesorgt. Auf insgesamt drei Dancefloors wird gleichzeitig Musik gemacht. Während sich die zwei kleineren Tanzflächen in Zelten befinden herrscht vor der zentralen „Mainstage“ unter freiem Himmel die ganze Nacht über reges Treiben. Die musikalische Bandbreite ist immens: Trap, Black, HipHop, 90er, 200er, House, Techno, Hardtekk und Chillout werden seitens der Veranstalter angekündigt und präsentiert. Über den ganzen Abend verteilt legen 25 DJs und Gruppen Musik auf. Darunter finden sich mit den „DIA Plattenpussys“ aus Altenburg und „Starkstrom“ aus Leipzig auch einige große Namen der lokalen Szene.

Das Gros der Besucher ist im Laufe des Abends vor der Mainstage zu finden. „Die meisten Leute waren cool drauf, da hat man eben auch mal mit Leuten getanzt, die man gar nicht kannte“, fasst die 17-jährige Antonia ihre Erlebnisse am Abend zusammen. Sie ist gemeinsam mit ihrer gleichaltrigen Freundin Emilia an den Seestrand gekommen. Emilia liebt Events wie das JAAS-Festival. Begeistert stellt sie fest, dass am Haselbacher See allerdings noch deutlich mehr los ist als bei vergleichbaren Veranstaltungen.

Positives Fazit

Bis 6 Uhr am Sonntagmorgen wird auf der Fläche getanzt. Immer wieder unterbrechen Scheinwerfer und spektakuläre Lichtshows zum Beat der Musik das Dunkel der Nacht. Wer einen Moment Pause braucht, zieht sich auf die Sitzmöglichkeiten am See zurück, um in entspannter Atmosphäre Kraft für die nächste Tanz-Runde zu tanken.

Dass es nach Wochen der Hitze ausgerechnet an diesem Abend regnet, stört die Anwesenden dabei kaum. „Es war sehr cool, bis auf das Wetter hat alles gepasst“, betont Anton. Die Musik war gut, die Preise für Getränke waren auch in Ordnung. Es ist ein idealer Ort, um neue Leute kennen zu lernen oder seine Freunde zu treffen“, resümiert der 17-Jährige. Er möchte, wie beinahe alle Besucher auch im kommenden Jahr wieder an den Haselbacher See kommen – und verlässt dann, wie viele andere Besucher auch, mit einem berauschenden, aber auch geschafften Gefühl dieses einzigartige Festival zum Sonnenaufgang.

Von Valentin Rühlmann

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