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Altenburg Technik und Können für ungetrübten Badespaß
Region Altenburg Technik und Können für ungetrübten Badespaß
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00:37 09.08.2015
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Ein Besuch im Südbad Altenburg gibt Aufschluss darauf. Im Gespräch mit Olaf Pilling, dem verantwortlichen Bademeister des Freibades zeigten sich interessante Vorrichtungen und Verfahren.

"Ein großer Bestandteil der Verrohrung liegt unterirdisch", sagt Pilling. Sogenannte Saugkörbe speisen das verunreinigte Badewasser dabei aus der Anlage in den Reinigungskreislauf ein. Eines der Herzstücke des Freibadsystems ist der Chlorgasraum. Hier stehen angeschlossen sowie gut gesichert vier Stahlgasflaschen und einige als Reserve, um das Badewasser ausreichend versorgen zu können. "Spätestens alle acht Tage müssen die Gasflaschen ausgetauscht werden, bei dem momentan sehr hohem Badebetrieb", so der Bademeister weiter.

Auch die Filtersysteme des Südbades Altenburg sind im Hochbetrieb. Normalerweise wird einmal pro Woche die Filteranlage getauscht, doch bei Besucherzahlen bis über eintausend Menschen täglich ist es notwendig die Filter alle drei Tage zu wechseln.

Das Wasser aus dem Bereich der Saugkörbe wird weitergeleitet zu einem offenen Sandfilter. In dieser Kammer der Filteranlage befindet sich ein 1,20 Meter hoher Wall aus angehäuftem Kies, um auch den letzten Schmutzpartikel zu entfernen und dem Badegast sauberes Wasser zur Verfügung zu stellen.

Während des Säuberungsprozesses wird alles vollautomatisch von Mess-Sensoren kontrolliert und auf einem Display angezeigt, so kann beispielsweise der pH-Wert sekundenschnell abgelesen werden.

Durch einen natürlich Rücklauf, bei welchem das Chlorgas hinzugegeben wird, gelangt das Wasser aus der Filteranlage wieder in das Schwimmbecken zurück.

"Wir sind sehr stolz auf unser System. Es ist nicht nur vollautomatisch, sondern dadurch, dass alles aus stabilem Plasikmaterial besteht, rostet es auch nicht und so können die Maschinen noch mindestens zehn Jahre betrieben werden", meint der Bademeister.

Er selbst arbeitet dort bereits seit vielen Jahren und hat schon einige mal selbst Hand angelegt. So bereitete er unter anderem die sanitären Anlagen mit auf, half bei dem auslegen der Schwimmbadfolie im großen Becken oder legte im Eingangsbereich einen Aufgang mit an.

Probleme sieht er keine in der Wasseraufbereitung bei den enormen Temperaturen und Besucherandrang, der dadurch zu bewältigen ist. Er versichert: "Auch wenn es von außen vielleicht nicht ganz so wirkt, haben wir hier doch modernste Technik am Laufen, die noch Jahre funktional bleibt."

Somit können alle Gäste ohne Bedenken den Aufenthalt im Freibad genießen, denn die Technik und professionelle Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Wasserqualität konstant gut bleibt.

Eva Anna-Lena Zorn

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