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Teilnehmer-Rekord beim 7. Skatstadt-Marathon: Top-Athleten adeln Altenburger Lauf-Fest

Teilnehmer-Rekord beim 7. Skatstadt-Marathon: Top-Athleten adeln Altenburger Lauf-Fest

Mehr Masse, mehr Klasse und mehr Stimmung: Langsam aber sicher entwickelt sich der Skatstadt-Marathon zum Phänomen. Bei seiner 7. Ausgabe gab es mit 3488 Meldungen vorgestern zum 7. Mal einen neuen Rekord.

Zudem knackte das Altenburger Lauf-Fest mit 3043 Finishern erstmals die 3000er-Marke. Dass es trotz tropischen Wetters noch zwei neue Bestzeiten und einen Überraschungssieger gab, krönte die Veranstaltung endgültig.

 

 

 

"Ich bin sehr zufrieden", zog Skatstadt-Marathon-Sprecher Helmut Nitschke ein positives Fazit. "Das war unsere bisher beste Veranstaltung." Neben dem Sportlichen bezog sich das aufs bunte Rahmenprogramm von Hochzeit bis Samba-Show, das mitziehende Publikum und den Ablauf. Dieser hatte so viel Zug, dass man mitunter Mühe hatte, nichts zu verpassen. Im Ergebnis bevölkerten Hunderte Schaulustige den Markt selbst dann noch, als es am Vormittag nieselte.

 

 

 

Diesmal liefen die Damen den Herren etwas den Rang ab. Zwar bejubelte Altenburg den dritten Marathon-Sieg des Leipzigers Vincent Hoyer, aber ein Tick mehr noch den von Juliane Meyer. Das lag daran, dass die 26-Jährige den Streckenrekord von 3:08,25 h um über vier Minuten verbesserte - und das bei drückender Schwüle. "Die zweite Runde war echt hart", sagte die Leipzigerin. Aber dank guter Tagesform und Unterstützung an der Strecke habe es geklappt. "Die Stimmung und die Versorgung waren toll. Es gab sogar Leute mit Wasserschläuchen und fast überall frisches Obst und Gemüse. Das habe ich so ich so noch nicht erlebt."

 

 

 

Das Lob aus dem Munde der Siegerin des diesjährigen Leipzig- und des letztjährigen Chemnitz-Marathons will etwas heißen. "Super", fand Meyer zudem, dass ihre Freundin und letztjährige Staffel-Marathon-Partnerin Sandra Boitz ebenfalls in neuer Bestzeit über die halbe Distanz triumphierte. "Das muss ich aber erst mal setzen lassen." Vielleicht so wie 2014, als sie "aus Respekt vor der Strecke", aber "eigentlich nur aus Spaß" zu ihrer Freundin sagte, wiederkommen zu wollen. Und beide haben ernst gemacht, auch wenn Sandra Boitz "hintenraus die Beine ganz schön schwer geworden" sind.

 

 

 

Zu Boitz' ersten Gratulantinnen gehörte Karoline Robe. Die bisherige Marathon-Rekordhalterin verzichtete wegen ihrer erst acht Wochen alten Tochter Emilia auf einen Start und wartete im Ziel auf ihren Schatz und Papa Vincent Hoyer, der diesmal auch den Temperaturen Tribut zollte. Emilia verschlief Papas Einlauf, der immer noch vor 17 Minuten Vorsprung auf den Zweiten Steffen Burkhardt aus Windischleuba hatte. "Ich bin auf Sieg gelaufen, wollte mich aber nicht kaputtmachen", erklärte der 25-Jährige, der sich geehrt fühlte, dass Stargast und Lauf-Guru Herbert Steffny seinen 2014-er Rekord von 2:27,08 Stunden als "recht gut" und sein Potenzial bei unter 2:20 Stunden sieht. Altenburg sei sein Saisonhöhepunkt, meint Hoyer. Das sieht man schon daran, dass er seit der Geburt seiner Tochter keinen anderen Marathon gelaufen ist. 2016 will er dann in Familie starten - aber nur über 13,3 km.

 

 

 

Wesentlich spannender als über die 42,195 km ging es beim Halbmarathon der Männer zu. Hier gelang Tarik Khales ein Überraschungssieg, der ihn selbst ziemlich plättete. Der Flüchtling aus Marokko, der in Regis-Breitingen lebt, verwies bei seiner Altenburg-Premiere die Lokalmatadoren Lars Rößler und Steven Michel auf die Plätze. Die nahmen es aber sportlich. "Er war knapp besser", sagte Rößler und Michel ergänzte: "Ich habe schon am Start gesehen, dass er fit ist."

 

 

 

Den Spruch des Tages lieferte aber ein Messestädter. Holger Kratz, wie Meyer und Boitz Teil einer 15-köpfigen Laufgruppe des SC DHfK über den Grund, warum sie immer gern zum Skatstadt-Marathon kommen: "Eine Stimmung wie hier gibt es in Leipzig nicht."

Thomas Haegeler

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