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Altenburg Teilzeitjobs sind Frauendomäne im Altenburger Land
Region Altenburg Teilzeitjobs sind Frauendomäne im Altenburger Land
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08:45 09.03.2018
Teilzeit- und Minijobs schmälern Lohn und Rente. Vor allem bei Frauen. Quelle: dpa
Altenburg

Frauen verdienen weniger und müssen kämpfen, um Karriere zu machen. Dieses Manko ist allgegenwärtig. Und zeigt sich im Altenburger Land in konkreten Zahlen: Laut einer Mitteilung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sind 75 Prozent aller Teilzeit- und Minijobs im Landkreis in Frauenhand. Bezogen allein auf die rund 8000 Teilzeit-Stellen in der Region liege der Frauenanteil sogar noch höher: bei 84 Prozent.

Die NGG verweist auf entsprechende Angaben der Arbeitsagentur. Und sieht die Lohn- und Karrierefallen vor allem in ihrem Einflussbereich: Gerade in Hotels, Restaurants und Bäckereien seien Minijobs und Teilzeit-Verträge stark verbreitet. „Die Kellnerin in Vollzeit ist die Ausnahme“, konstatiert Jens Löbel, Geschäftsführer der NGG Thüringen.

Das hat Folgen, bis zur Rente. Stichwort Altersarmut. „Geringere Löhne und kürzere Arbeitszeiten sorgen für magere Renten. Außerdem tragen Erziehungs- und Pflegezeiten dazu bei, dass nur wenige Rentenpunkte zusammenkommen“, erklärt Jens Löbel. Und zitiert eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wonach die „weibliche Rentenlücke“ in den neuen Bundesländern 23 Prozent betrage. Ein Rentner erhalte demnach Bezüge von durchschnittlich 1056 Euro im Monat, eine Rentnerin komme nur auf 818 Euro. „Am Ende ist das auch für den Staat eine teure Sache. Die öffentliche Hand muss dann Armutsrenten durch Grundsicherung im Alter und Zuschüsse fürs Wohnen aufbessern.“

Die NGG kritisiert Teilzeit- und Minijob zudem als Barriere fürs berufliche Fortkommen. Wer 20 oder 25 Stunden arbeite, habe es beim beruflichen Aufstieg deutlich schwerer. Für Teilzeit-Beschäftigte seien auch Gehaltszuwächse und Beförderungen seltener.

Von Kay Würker

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