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Telekom will 5100 Haushalte in Meuselwitz mit schnellem Internet ausstatten

Breitbandausbau Telekom will 5100 Haushalte in Meuselwitz mit schnellem Internet ausstatten

Die Telekom investiert in den nächsten Monaten in den Breitbandausbau in Meuselwitz, Kriebitzsch sowie im benachbarten Sachsen-Anhalt. Dabei werden zehn Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt sowie neue Schaltverteiler aufgebaut oder vorhandene erweitert. Wer schnelles Internet haben möchte, muss sich beim Anbieter melden.

Marcel Albert von der Telekom (l.) und Bürgermeister Udo Pick unterzeichnen eine Vereinbarung zur Breitbandversorgung von Meuselwitz.

Quelle: Bärbel Watzek

Meuselwitz. Mit Breitband-Internet könnten bis Ende des Jahres Tausende Haushalte in Meuselwitz und Umgebung ausgestattet sein. Dafür hat die Telekom die Stadt Meuselwitz und mehrere Orte in der Umgebung 2016 in ihre Ausbauprogramm für Breitbandversorgung aufgenommen. „Im Vorwahlbereich 03448 sollen über 5100 Haushalte mit VDSL-Anschlüssen ausgerüstet werden“, beschrieb Marcel Albert von der Telekom am Mittwoch vor der Presse das Ziel seines Unternehmens. Die Anschlüsse würden beim Herunterladen der Daten eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erzielen, erklärte er weiter.

Bürgermeister Udo Pick (BfM) begrüßte das Vorhaben der Telekom, bedauerte allerdings, dass im Augenblick nicht alle Meuselwitzer Ortsteile davon profitieren. „Wir bleiben aber als Stadt dran, um Breitband auch nach Falkenhain, Wintersdorf, Mumsdorf oder Schnauderhainichen zu bringen“, versicherte er. Ilona Krüger, Leiterin des städtischen Bauamtes, wies ergänzend darauf hin, dass die Kommune für diese Ortsteile zunächst Fördermittel für die Planung beantragt habe.

Entscheidende Faktoren, die für das Ausbaugebiet eine entscheidende Rolle gespielt hätten, sei die vorhandene Leerrohr-Kapazitäten sowie das erreichbare Kundenpotenzial gewesen, begründete Albert die Wahl der Orte, die in den Genuss der Breitbandversorgung kommen sollen.

Im Rahmen ihrer Investition, die laut Albert ohne Fördergelder läuft, plant das Telekommunikationsunternehmen, zehn Kilometer Glasfaserleitungen neu zu verlegen und 23 Schaltverteiler aufzubauen oder vorhandene zu erweitern. Das neue Netz ermögliche es, gleichzeitig zu telefonieren, zu surfen und fernzusehen.

„Die Bauarbeiten starten voraussichtlich im April. Die Anschlüsse mit den höheren Geschwindigkeiten sollen im letzten Quartal des Jahres für die Kunden bereitstehen“, kündigte er an. Weil der Netzanbieter dort, wo es möglich ist, seine Glasfaserleitungen in Leerrohren verlegt, werde sich das Baugeschehen in Grenzen halten. Tiefbauarbeiten sind vor allem dann erforderlich, wenn neue Elektroleitungen für die Schaltverteiler verlegt werden müssen. Bei Baugenehmigungen, verkehrsrechtlichen Anordnungen oder Absperrungen werde die Stadt dem Investor Unterstützung geben. „Während des Baugeschehens wird es außerdem regelmäßig gemeinsame Bauberatungen geben“, so die Bauamtsleiterin.

„Das Internet ist für Unternehmen und Familien heute unverzichtbar“, betonte Bürgermeister Pick. „Nur die Kommune, die eine gute Infrastruktur besitzt, kann sich erfolgreich um die Ansiedlung neuer Unternehmen und den Zuzug von Familien bemühen.“ Mit der geplanten Investition ins schnelle Internet bleibe Meuselwitz als Wohn- und Arbeitsort attraktiv.

Das schnelle Internet bekomme allerdings niemand automatisch, so Albert. Wer Interesse daran habe, findet auf der Internetseite der Stadt Meuselwitz einen entsprechenden Link.

Profitieren vom Breitbandausbau

Vom Ausbau der Breitbandversorgung profitieren nicht alle Haushalt im Vorwahlbereich 03448. Im Norden der Stadt Meuselwitz müssen sich die Bürger noch gedulden.

Von der Investition des Netzanbieters profieren: Die Kernstadt von Meuselwitz sowie die Ortsteile Brossen und Neupoderschau. Schnelles Internet soll es Ende 2016 auch in Kriebitzsch mit dem Ortsteil Altpoderschau, die Gemeinde Starkenberg mit den Ortsteilen Dölzig, Kleinröda, Kostitz, Pöhla und Posa geben. Da das Projekt länderübergreifend ist, wird die Breitbandversorgung auch für Spora, Nißma, Oelsen und Prehlitz-Penkwitz der Gemeinde Elsternaue im Burgenlandkreis in Sachen-Anhalt ausgebaut.

Von Marlies Neumann

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