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Temperatur hoch, Schnee runter. Erster großer Flockenwirbel 2012 im Altenburger Land: Winterdienst kommt weitgehend klar / Mancher Gehweg tückisch

Temperatur hoch, Schnee runter. Erster großer Flockenwirbel 2012 im Altenburger Land: Winterdienst kommt weitgehend klar / Mancher Gehweg tückisch

Nach der klirrenden Kälte der zurückliegenden Tage kam gestern mit steigenden Temperaturen der Schnee. Am Vormittag begann es, und schubweise rieselten die Flocken den gesamten Donnerstag.

Altenburg.

 

 

 

 

Von Ellen Paul und Jörg Wolf

"Natürlich haben wir bei dieser Wetterentwicklung vor allem den Verkehr sehr aufmerksam verfolgt", sagte der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Altenburger Land, Matthias Schmidt. Zu tun gab es für die Beamten witterungsbedingt aber eher wenig: "Neun Unfälle ereigneten sich im Verlauf des Tages. Aber nur drei davon waren dem Wetter geschuldet. Durchweg handelte es sich um Blechschäden ohne Verletzte", berichtete der Polizist. Auch Blockaden durch liegengebliebene LKW habe man nur einmal kurzzeitig erlebt: Am Rositzer Berg auf der B 180 steckte ein Lastwagen eine Viertelstunde fest, konnte dann aber aus eigener Kraft seine Fahrt fortsetzen.

"Auch die Winterdienste hatten die Situation weitgehend im Griff. Es zahlte sich wohl aus, dass in den zurückliegenden Tagen verstärkt gesalzt wurde und die sich bildende Schneedecke schnell antaute", so Schmidt.

Dass die Verhältnisse stellenweise dennoch recht tückisch und Straßen manchmal sehr schmierig-rutschig waren, kann der Polizist nachvollziehen: "Es ist verständlich, dass sich vor allem die Beräumung der Nebenstraßen gestern über den ganzen Tag zog."

Ähnlich äußerte sich Altenburgs Bürgermeisterin Kristin Knitt zur Situation in der Kreisstadt: "Der Winterdienst nahm vier Uhr seinen Dienst auf und räumt bis 21 Uhr. Und dieser Rhythmus wird beibehalten." Die Umlaufzeit auf einer Route betrage drei bis vier Stunden, ehe ein Abschnitt erneut geräumt wird. "Natürlich kann in dieser Zeit wieder eine Schneeschicht wachsen, wenn es ununterbrochen schneit", bittet Knitt um Verständnis.

"Sieben Fahrzeuge auf sieben Touren sind seit sieben Uhr unterwegs", teilt Frank Schmutzler, Betriebsleiter der Kreisstraßenmeisterei, auf Anfrage mit. Und man habe über den Tag alles im Griff gehabt. "Engstellen sind mir nicht bekannt", so der Experte.

Ein etwas differenzierteres Bild bot sich gestern auf den Gehwegen in der Kreisstadt. Obwohl die jeweiligen Anwohner verpflichtet sind, den an ihr Grundstück grenzenden Gehwegsabschnitt zu beräumen, präsentierten sich etliche Abschnitte noch "jungfräulich" und waren stellenweise tückisch glatt. "Wir als Stadtverwaltung haben heute aber nochmal Kulanz walten lassen", sagte Kristin Knitt. Denn der Schneefall setzte erst zu einem Zeitpunkt ein, wo sicher etliche der vermeintlich säumigen Anrainer schon auf Arbeit waren und folglich ihrer Räumpflicht nicht umgehend nachkommen konnten.

Den Schnee vom Gehweg einfach auf die Straße zu fegen, sei aber nicht mehr zulässig. Vor Jahresfrist türmten sich bald auf den Straßen geschobene Schneemassen und verstopften diese zusätzlich. "Aus den Erfahrungen heraus haben wir die entsprechende Satzung abgeändert. Auf dem Gehweg muss eine passierbare Gasse von 80 Zentimetern geräumt sein. Der geräumte Schnee muss auf dem Gehweg verbleiben, so der ausreichend breit ist", erläuterte Knitt.

Ab heute übrigens werden Mitarbeiter des Ordnungsamtes mit säumigen Eigentümern nicht mehr so kulant sein. "Wer seinen Pflichten weiter nicht nachkommt, gegen den kann dann auch ein Bußgeld verhängt werden", so die Bürgermeisterin.

Man darf freilich gespannt sein, wie gnädig die Stadtverwaltung sich selbst gegenüber ist. Der Altenburger Marktplatz jedenfalls präsentierte sich gestern im üppigen Weiß und wenig geräumt. Einen passablen Übergang, egal ob vorn, hinten oder in der Mitte, suchte man zudem vergebens. Außerdem war es stellenweise tückisch glatt - vor allem, wenn man den Markt aus Richtung Sporenstraße überquerte.

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