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Terroranschlag in Tunesien: Urlauber buchen um

Terroranschlag in Tunesien: Urlauber buchen um

Auch im Altenburger Land haben die Kunden der Reisebüros mit Stornirungen und Umbuchungen auf die Terroranschläge in Tunesien reagiert. Wie die OVZ bei einer Umfrage in den Agenturen erfuhr, ist der nordafrikanische Staat aber seit Längerem eher selten gebucht.

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Anstelle eines Urlaubs in einem der nordafrikanischen Staaten empfiehlt Annett Sylvester einen Trip in die Türkei.

Quelle: Mario Jahn

Verunsichert sind einige Kunden ebenso, was ihre Urlaubsreise nach Griechenland betrifft.

 

Doch bei Nadine Meißner spielt Griechenland gerade keine Rolle. Die meisten Griechenland-Urlauber hätten bei ihr im Meuselwitzer Suntours Reisebüro sowieso all-in­clu­sive gebucht. Weshalb die Frage nach Bargeld meist unproblematisch sei. Tunesien spielt bei Nadine Meißner auch mehr eine Nebenrolle als Reiseziel. Die Lust, dort Ferien zu machen, sei spätestens seit dem Terroranschlag im Nationalmuseum in Tunis am 18. März mit über 20 Toten stark eingeschränkt. "Ehrlich gesagt raten wir auch ab, in Nordafrika Urlaub zu buchen."

 

Dennoch gab es in ihrer Agentur auch Umbuchungen. "Die meisten Reiseveranstalter gestatten eine kostenlose Stornierung nur bis in die vorletzte Juliwoche, eine kostenfreie Umbuchung ist jedoch immer möglich." Wie Meißner berichtet, gibt es aber auch andere Beispiele. "Eine Kundin von uns ist heute aus Tunesien zurückgekommen. Sie war in Mahdia und hat von dem Anschlag nichts mitbekommen. Sie will im September noch mal dahin, weil es ihr so gut gefallen hat."

 

Gleich am Freitag musste Kathrin Mühlmann die erste Stornierung bearbeiten. Bei ihr in der Nobitzer Reiseagentur Rank sei inzwischen einiges los wegen der Terroranschläge. "Jetzt wollen die Leute unbedingt stornieren oder umbuchen, das war im März anders." Damals reagierten viele mit Gelassenheit. Diese ist seit Freitag vorbei. Dabei habe die Zahl der Buchungen im vergangenen Jahr erst wieder zugenommen, so Meißner. Wegen der günstigen Preise, und weil Familien mit kleinen Kindern auf Grund der flachen Strände gern in Tunesien den Urlaub verbringen. "Aber die Zahlen stehen natürlich in keinem Vergleich zu Reisezielen wie der Türkei". Anfragen Griechenland betreffend gab es derweil in Nobitz keine.

 

Anders bei Annett Sylvester im Reisebüro Bon Voyage in Altenburg. Sie musste etliche Kunden beruhigen, die sich Sorgen machen um ihre Ferien in Griechenland. Dagegen gab es nur vereinzelte Fragen zu Tunesien. "Ganz einfach, weil sich bei uns kaum jemand für Urlaub in Tunesien interessiert hat."

 

Ganz ähnlich ist es auch in Langenleuba-Niederhain in den vergangenen Monaten gewesen. "Und die, die gebucht haben, reisen erst im Herbst, denn jetzt ist es in Nordafrika viel zu heiß", so Ulrike Thieme vom gleichnamigen Reisebüro. Deshalb habe sie derzeit auch keine Kundschaft vor Ort.

 

"Von uns sind gerade Urlauber auf der tunesischen Insel Djerba. Die versuchen wir anzurufen, um sie zu beruhigen", sagt Kathrin Hönemann im Altenburger Trumpf Reisebüro. Außerdem geb es eine Umbuchung. Abgesehen davon hat aber auch sie beobachtet: Tunesien ist seit dem arabischen Frühling 2010 kaum noch gefragt.

Jörg Reuter

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