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Theater Altenburg-Gera soll mit Philharmonie Jena kooperieren

Finanzen Theater Altenburg-Gera soll mit Philharmonie Jena kooperieren

Das Theater Altenburg-Gera soll nach dem Willen der rot-rot-grünen Landesregierung langfristige Perspektiven bis 2025 bekommen. Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) brachte am Donnerstag in Erfurt allerdings eine Kooperation mit der Jenaer Philharmonie ins Gespräch.

 Bis Ende 2016 ist die Finanzierung der Theater und Philharmonie Thüringen (TPT) GmbH an den Standorten Altenburg und Gera gesichert.
 

Quelle: Mario Jahn

Altenburg.  Bis Ende 2016 ist die Finanzierung der Theater und Philharmonie Thüringen (TPT) GmbH an den Standorten Altenburg und Gera gesichert. Wie es danach weitergehen, war bislang unklar. Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) hat mit seinem Papier „Sicherung und Fortentwicklung der Thüringer Theaterlandschaft“ die Diskussion angestoßen, wie es danach weitergehen könnte.

Hoff kündigte an, dass sich die Landesregierung auch ab 2017 an den Kosten der TPT beteiligt. Im Jahr 2017 müssen dafür 19,1 Millionen Euro aufgebracht werden, 11,3 Millionen davon steuert das Land bei.

Allerdings hat der Minister für Altenburg und Gera zwei Modelle vorgeschlagen. Das erste ist ganz einfach: Alles bleibt, wie es ist. Die zweite Option sieht eine Kooperation mit der Jenaer Philharmonie vor. Diese zielt darauf ab, das jetzt 73 Musiker zählende TPT-Orchester auf 60 bis 66 Mitglieder bis 2025 zu verkleinern. Nicht über Entlassungen, sondern über altersbedingt auslaufende Stellen. Die Jenaer würden bei aufwendigen Aufführungen in Altenburg und Gera einen Teil ihrer Musiker entsenden und die Lücken auffüllen. Große Projekte, wie Open-Air-Konzerte, könnten gemeinsam realisiert werden. Dieses Kooperationsmodel wird von der Staatskanzlei klar bevorzugt.

Das von Hoff vorgeschlagene Finanzierung berücksichtigt eine jährliche Tarifsteigerung von 2,5 Prozent, allerdings nicht die steigenden Sachkosten und die indirekten Kosten des Balletts, bemerkte Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). Hier müsse man noch nachverhandeln. Den Vorschlag des Ministers bezeichnete er „als guten Ansatz, vernünftig in die Zukunft zu schauen.“ Es wäre schön gewesen, wenn sich der Freistaat stärker finanziell engagiert hätte. Dass man sich ab 2017 mit dem Haustarifvertrag der TPT wieder an den Flächentarif annähern könne, bezeichnete Wolf als problematisch. Das durch das Ausscheiden einiger Musiker eingesparte Geld stehe erst um das Jahr 2015 zur Verfügung.

Kritik übte Wolf an der fehlenden Bereitschaft des Landkreises Greiz, sich an der TPT finanziell zu beteiligen, obwohl ein Großteil der Einwohner die Spielstätten in Gera und Altenburg nutzen. Greiz beteiligt sich stattdessen an der weitestgehend in Sachsen angesiedelten Vogtland Philharmonie. Der Minister habe dies bedauert, werde jedoch keinen Zwang auf Greiz ausüben, sich finanziell in Ostthüringen zu engagieren, sagte Wolf.

Eine weitere unbekannte Größe in der Rechnung ist Gera. Die Stadt befindet sich in einer Notlage und kann wegen eines Haushaltssicherungskonzepts ihre Zuwendungen nach 2016 nicht weiter erhöhen. Friert Gera seine Zuschüsse ein und das Land dann auch, sagte Wolf, geht es nur über Entlassungen.
 

Von Jens Rosenkranz

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