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Altenburg Theater Altenburg-Gera stellt neuen Spielplan vor
Region Altenburg Theater Altenburg-Gera stellt neuen Spielplan vor
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18:00 27.04.2017
„Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ kommt in der kommenden Spielzeit nach Altenburg. Quelle: Sabina Sabovic
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Gera

Der neue Schauspieldirektor des Theaters Altenburg-Gera, Manuel Kressin, will die internationale Arbeit seines Vorgängers fortsetzen, den Fokus aber stärker auf Europa richten.

Wegen der langen Vorbereitungszeit könnten entsprechende Projekte jedoch erst 2018/19 umgesetzt werden, sagte Kressin am Donnerstag in Gera. Angesichts des erstarkenden Nationalismus wolle er nachspüren, „was uns in Europa geschichtlich und als kulturelle Wertegemeinschaft“ verbindet.

Der scheidende Schauspielchef Bernhard Stengele hatte überregional mit Projekten etwa in Zusammenarbeit mit Theatern in Burkina Faso, der Türkei und Griechenland für Aufmerksamkeit gesorgt. Derzeit laufen bereits die Vorbereitungen für die Premiere zum Stück „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“ zur Geschichte jüdischer Familien am 20. Mai. Das Projekt ist eine Kooperation mit dem Jaffa Theater Tel Aviv.

Für die Spielzeit 2017/18 hat Thüringens einziges Fünf-Sparten-Haus rund 950 Veranstaltungen mit 23 Neuinszenierungen in petto. Dazu gehört das Musical „Sunset Boulevard“ in einer symphonischen Fassung mit der Sängerin Angelika Milster in der Hauptrolle und die Oper „Oedipe“ des rumänischen Komponisten George Enescu.

Das Schauspiel bringt Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ auf die Bühne und erzählt das Leben der DDR-Schlagersängerin Ruth Brandin („Mich hat noch keiner beim Twist geküsst“), die sich den Angaben nach dem Werben der Staatssicherheit widersetzt hat und deswegen schikaniert wurde. Das Philharmonische Orchester bereitet die deutsche Erstaufführung von Tichon Chrennikovs Klavierkonzert Nr. 2 vor.

Der Kaufmännische Geschäftsführer Volker Arnold teilte in Gera mit, dass der neue Haustarifvertrag für die 300 Beschäftigten unter Dach und Fach sei. Damit gebe es nun Stabilität bis 2021. Arnold zufolge rücken die Gehälter bis dahin näher an den Flächentarif – der Gehaltsverzicht verringere sich von derzeit etwa 13 auf dann fünf Prozent. Es sei zudem vereinbart, 2019 eine Zukunftskommission einzuberufen, die Pläne für die Zeit nach 2021 entwerfen solle.

Das Ostthüringer Theater will zudem künftig Nachwuchskünstlern mit speziellen Programmen den Übergang vom Studium auf die Bühne erleichtern. Nach dem Vorbild des bestehenden Opernstudios sei ein Eleven-Programm fürs Ballett sowie zusammen mit der Philharmonie Jena eine Orchesterakademie geplant, hieß es. Starten sollen sie in der Saison 2018/19.

Die Programme richten sich an Hochschulabsolventen und Studenten im letzten Studienjahr. Um einem Mangel an Regisseuren fürs Puppentheater zu begegnen, wird aktuell auch für diesen Bereich ein Stipendiat gesucht. Er soll sich Anfang November mit einer Inszenierung für Kinder ab drei Jahren dem Publikum vorstellen.

Von Andreas Hummel

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