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Altenburg Theater-Chefin Schappmann wechselt an Altenburger Stadtwerke-Spitze
Region Altenburg Theater-Chefin Schappmann wechselt an Altenburger Stadtwerke-Spitze
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19:25 01.05.2015
Altenburg

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Demnach verlässt Andrea Schappmann (44) zwar das Altenburg-Geraer Theater zum 31. Juli (die OVZ berichtete), soll aber ab 1. August die kaufmännische Geschäftsführung der Stadtwerke Altenburg (SWA) und der Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) übernehmen. Stimmen die Gremien zu, läutet das den Generationswechsel an der Ewa-Spitze ein, an der derzeit noch Anton Geerlings (61) steht.

Das kommt insofern überraschend, als dass Schappmann vor einem Monat "auf eigenen Wunsch" ihren Weggang angekündigt hatte. Ziel damals: Die Geschäftsführung eines kommunalen Unternehmens "aus einem anderen Zipfel Ostthüringens", wie Wolf sagte. Das habe ihn gewurmt und seine Kreativität gekitzelt. "Also habe ich den Handschuh in den Ring geworfen. Wir können es uns in unserer von vielen wirtschaftlichen Schwierigkeiten geprägten Region nicht leisten, erfolgreiche Manager in andere Regionen, in denen es schon viele gute Leute gibt, ziehen zu lassen", so der Rathaus-Chef weiter. In Gesprächen mit Altenburger Stadträten habe er für dieses Vorhaben bereits Rückendeckung bekommen.

Die gebürtige Weimarerin verantwortet seit vier Jahren die kaufmännische Geschäftsführung des Altenburg-Geraer Theaters und führte das Haus aus der finanziellen Schieflage (siehe Bericht Seite 17). Einen ähnlichen Konsolidierungskurs und noch mehr verspricht sich Wolf von Schappmann nun an der Spitze der Stadtwerke. So will er mit Hilfe der Betriebswirtschaftlerin aus der bisher nur als Hülle existierenden kommunalen Firma SWA eine Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft machen, in die der OB das bisher in der Stadtverwaltung angesiedelte Controlling überführen will. "Den dadurch freigesetzten Mitarbeitern werden andere Aufgaben zugewiesen", erklärte Wolf. "Als Geschäftsführerin soll sie einen zentralen kaufmännischen Bereich aufbauen." Das steigere die Effizienz der Ewa, aber auch der Kommune.

Schappmann reizt dieser Job und die perspektivische Nachfolge für Geerlings sehr. "Das ist eine ganz spannende Aufgabe", begründete sie vorgestern ihren Sinneswandel. Zudem sei sie mit den hiesigen Gremien vertraut. "Ich habe mir Altenburg in den letzten Jahren erschlossen und das Umfeld zu schätzen gelernt, was auf Gegenseitigkeit beruht." Darüber hinaus komme sie ursprünglich aus einem Energieunternehmen. "Da schließt sich für mich der Kreis, aber Altenburg war der Hauptgrund." Nach eigener Aussage war die Sache mit ihrem Wechsel schon sehr weit. "Mir lag bereits ein Arbeitsvertrag vor, unterschrieben hatte ich aber noch nicht."

Neue Verträge kommen auch auf Geerlings, der vorgestern nicht für eine Stellungnahme erreichbar war, und den anderen SWA-Geschäftsführer Martin Wenzel zu. "Ich ziehe den Hut vor Anton Geerlings, dass er den Übergangsprozess begleiten wird", sagte Wolf. "Das ist keine Selbstverständlichkeit." Während Wenzel fürs Technische zuständig bleibe, verantworte Geerlings, dessen Vertrag am 30. Juni 2019 endet, künftig den Bereich Vertrieb und Marketing. "Außerdem entscheidet er selbst, wann er das Unternehmen verlässt." Eine finanzielle Mehrbelastung durch Schappmanns Verpflichtung werde es aber nicht geben. "Da haben wir Vorsorge betrieben, die Geschäftsführerverträge werden mehr Richtung Erfolgskomponente geändert." © Kommentar

Thomas Haegeler

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