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Altenburg Theater: Volker Arnold kommt nach Altenburg-Gera
Region Altenburg Theater: Volker Arnold kommt nach Altenburg-Gera
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00:39 05.07.2015
Volker Arnold (Mitte) ist der neue kaufmännische Geschäftsführer des Altenburg-Geraer Theaters. Quelle: Mario Jahn
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Volker Arnold, seit 2009 in gleicher Funktion am Theater Plauen-Zwickau unter Vertrag, tritt die Nachfolge von Andrea Schappmann an. Sie verlässt das Haus auf eigenen Wunsch zum Monatsende und wird neue Chefin der Stadtwerke Altenburg (die OVZ berichtete). Der Posten des kaufmännischen Geschäftsführers war 2011 neu geschaffen worden, nachdem das Theater in der Oldag-Ära am Rand der Pleite stand.

Sowohl die Landrätin des Altenburger Landes, Michaele Sojka (Linke), als auch Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) zeigten sich gestern vor der Presse in Altenburg überzeugt, mit Volker Arnold die richtige, vor allem aber eine gute Wahl getroffen zu haben. Die Stadt Gera als dritter Gesellschafter war auf der Pressekonferenz nicht vertreten. "Ich freue mich, dass ein reibungsloser Übergang gewährleistet ist und die Arbeitsfähigkeit unseres Theaters nicht beeinträchtigt wird", so Wolf, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Theater GmbH ist. Ob Arnold aber schon am 1. August sein neues Amt antreten wird, ist noch unklar. Der Aufsichtsrat sowie die zuständigen Gremien in Zwickau und Plauen müssen über den Zeitpunkt des für sie völlig überraschenden Ausscheidens noch befinden.

Der designierte kaufmännische Geschäftsführer setzte sich gegen 22 Bewerber um die deutschlandweit ausgeschriebene Stelle durch. Nach Aussagen von Wolf wurden mit insgesamt sechs Kandidaten Gespräche geführt, bei denen Arnold vor allem mit seinen Erfahrungen als Manager in einem renommierten Kulturbetrieb punkten konnte. Für Kay Kuntze, Generalintendant und künstlerischer Geschäftsführer des Altenburg-Geraer Theaters, ist sein neuer Partner an der Spitze von Thüringens einzigem Fünf-Sparten-Haus "ein ausgewiesener Theatermann mit viel Erfahrung, insbesondere im Umgang mit einer Theater GmbH an zwei Standorten". Die Theater in Zwickau und Plauen waren 2000 fusioniert worden. Es gibt dort ähnlich viele Sparten (vier) und Mitarbeiter (rund 300) sowie einen vergleichbaren Etat von aktuell 16,5 Millionen Euro.

Volker Arnold, der nach der Wende 18 Jahre Prokurist und Geschäftsführer des legendären Dresdner Kabaretts "Herkuleskeule" war, begründete gestern seine Bewerbung mit einer neuen beruflichen Herausforderung, der sich der 52-jährige gebürtige Dresdner noch einmal stellen will. "Die künstlerische Entwicklung in Altenburg-Gera ist mir außerordentlich sympathisch. Es ist eine interessante Mischung aus einem Standard-Repertoire und unbekannten Werken", so Arnold, der von Zwickau nach Ostthüringen ziehen will und hier einen Fünf-Jahres-Vertrag mit Verlängerungsklausel erhält.

In der Freien Presse liest sich die Begründung für den Weggang allerdings etwas anders. "Ich habe mich zu diesem Schritt nach reiflicher Überlegung entschlossen, um meinerseits den Weg für anstehende Entscheidungen über zukünftige Strukturen des Theaters und deren Finanzierung frei zu machen", wird Volker Arnold in der gestrigen Ausgabe zitiert. Der Geschäftsführer verlasse das Haus zu einem schwierigen Zeitpunkt, heißt es in dem Beitrag weiter. Das Theater Zwickau-Plauen müsse ab 2018 mit 1,6 Millionen Euro weniger an städtischen Zuschüssen auskommen.

In Altenburg-Gera läuft die aktuelle Finanzierung Ende 2016 aus.

Ellen Paul

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