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Theaterfotograf Stephan Walzl zeigt im Mauritianum ungewöhnliche Insekten-Aufnahmen

Theaterfotograf Stephan Walzl zeigt im Mauritianum ungewöhnliche Insekten-Aufnahmen

In die faszinierende Welt der Insekten entführt eine neue Sonderausstellung, die am Freitagabend im Mauritianum eröffnet wurde. Fotograf Stephan Walzl zeigt die Ergebnisse seiner Diplomarbeit, aber auch zufällig entstandene Aufnahmen von Tieren.

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Stephan Walzl (r.) mit Museumsdirektor Mike Jessat, der den Fotografen bei der Ausstellungsgestaltung unterstützte.

Quelle: Mario jahn

Altenburg. Von Monique Pucher

Auf den ersten Blick ist kaum erkennbar, in welchem Umfeld sich die Insekten auf Stephan Walzls Fotografien befinden. Der Titel der Ausstellung verrät jedoch, dass sie in einer ungewöhnlichen Umgebung aufgenommen wurden. "Entdeckungen: Walzls Tierleben - Staubfossilien" sagt im Grunde alles, was der Besucher der ersten Etage des Mauritianums wissen muss. Tote Tierchen, die ihr Dasein wochen- wenn nicht gar monatelang hinter einem Schrank oder unter einem Sofa fristeten, ehe sie entweder dem Staubsauger zum Opfer fielen oder - wie in Walzls Fall während eines Umzugs als motivtauglich erachtet werden. "Ich hatte mir 2010 eine neue Makrotechnik für meine Kamera zugelegt und wollte sie ausprobieren. Das Ergebnis hängt jetzt hier."

Begeistert von der Natur und im Speziellen von Insekten war Stephan Walzl schon seit seiner Kindheit. In Freiburg aufgewachsen, ging der gelernte Fotolaborant zum Studium nach Dortmund. Als er kurz vor dem Abschluss auf der Suche nach einem Thema für seine Diplomarbeit war - er hat Foto-Design studiert - saß er eines Tages auf einer Parkbank am Rhein und sah vor sich alte Zigarettenstummel. "Rings herum krabbelten kleine Ameisen, die ich beobachtete, und plötzlich wusste ich: das wird mein Thema", so Walzl.

Mit Unterstützung des Biologischen Instituts in Freiburg untersuchte und fotografierte er 16 verschiedene Kleintiere, unter anderem den Folienfalter oder die Becherschnecke. Seine Arbeit wurde mit dem internationalen BFF-Förderpreis ausgezeichnet.

Bis 13. Mai sind die Ergebnisse aus der Diplomarbeit und die später entstandenen Staubfotografien zu bestaunen. "Es freut mich sehr, dass die Bilder hier ausgestellt werden und es ehrt mich", gibt der Fotograf zu. Zustande gekommen sei der Kontakt zum Mauritianum einerseits über das Lindenau-Museum, in dem Walzl ebenfalls schon Fotos präsentieren konnte. Andererseits, weil der Künstler zwar Naturbeobachter, aber weniger ein Naturforscher ist und deshalb bei der Bestimmung der staubigen Tierchen um die Hilfe von Museumsdirektor Mike Jessat bat.

Auch in Zukunft will sich Stephan Walzl weiter auf dem Tier- und Pflanzenterrain ausprobieren, er verrät jedoch noch nichts Konkretes. "Es ist eine schöne Abwechslung zu meiner hauptberuflichen Tätigkeit", so der Bühnenfotograf des Altenburg-Geraer Theaters. Außerdem kann er so seine Faszination für die Natur und seine Leidenschaft für die Fotografie miteinander vereinen.

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