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Theaterfrühstück macht Lust auf "Du bist ich"

Theaterfrühstück macht Lust auf "Du bist ich"

Das Theaterfrühstück am Sonntagvormittag hat alle vorherigen gesprengt. Weniger, was den Besuch anbetraf, der aber auch erfreulich gut war, als mehr das, was das Theater personell aufgeboten hatte.

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Erik Slik (l.) und Alexander Voigt sorgen beim Theaterfrühstück im Heizhaus für Stimmung und geben erste Hörproben aus der Inszenierung der Operette "Du bist ich".

Quelle: Jens Paul Taubert

Altenburg. Von Manfred Hainich

Die Operette des kubanischen Komponisten Moises Simons wurde 1934 in Paris uraufgeführt und noch nie in Deutschland auf die Bühne gebracht. Damit setzt die neue Theaterleitung die Reihe von Aufführungen von Musiktheaterstücken des 20. Jahrhunderts, deren Komponisten von den Nationalsozialisten verfemt wurden und die dadurch in Vergessenheit gerieten, fort.

Das Theaterfrühstück ergab eine volle Stunde komprimierter Informationen über Inhalt und Aufführung des Stückes in ausgeglichener Abwechslung von Sprechen und Gesang, wie es schon lange nicht mehr zu erleben war. Natürlich wurde Lust auf die Premiere am nächsten Sonntag gemacht: Musikalisch bietet die Inszenierung alles, was man von einer Operette erwartet. Sie enthält 28 Musiknummern und beansprucht neben den zahlreichen Solisten ein Orchester, den Chor und das Ballett, also den gesamten Operettenapparat. Sie ist eine für die damalige Zeit moderne Revue-Operette im Stile von Paul Abraham, aber mehr vom französischen Esprit geprägt und durch Samba und Rumba mit Musik der Karibik. Hauseigene Sänger und zwei Gäste, sicher begleitet von Takahiro Nagasaki am Flügel, gaben davon Kostproben in einer Qualität, dass einem nach dem ganzen Menü gelüstet.

Felix Eckerle hatte vor gut zehn Jahren in Erfurt durch einen anerkannten Operettenexperten von diesem Werk gehört und nach dessen Auffindung den Text aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt. Hilfe erhielt er dabei von Cornelia Boese, die ihre heutige Tätigkeit als Dichterin bezeichnet. Sie war für die Gesangstexte zuständig und schilderte humorvoll die Schwierigkeiten beim Finden der richtigen Reime. Der Engländer Duncan Hayler, der schon seit einiger Zeit für Ausstattung und Kostüme verschiedener Produktionen am Theater verantwortlich ist, versprach eine opulente phantasievolle Bühnengestaltung und Kostüme in leichten, farbigen Konturen.

Jens Troester als musikalischer Leiter der Premiere sprach über die musikalische Anlage der Hauptpersonen. Götz Hellriegel hat die Operette inszeniert und auch choreographiert. Für ihn ist sie auch eine Verwechslungskomödie. Er hat sich ausbedungen, für die einzige Rolle einer schwarzen einheimischen Bediensteten mit Gesang eine dunkelfarbige Sängerin zu engagieren. Er gewann dafür die Amerikanerin Robin Lyn Gooch, die mit ihrer fulminanten Stimme bereits das Publikum beim Theaterfrühstück entzückte.

Der Inhalt des ersten Aktes ist schnell erzählt: Der junge Bob Guilbert, Alleinerbe einer reichen Tante, geht jeglicher Arbeit aus dem Wege. Mit seinem Freund Pat macht er in Pariser Nachtlokalen die Nacht zum Tag, bis die gute Tante auftaucht und ihm ein Ultimatum stellt: Er soll für zwei bis drei Jahre auf einer ihrer Plantagen auf den Antillen in der Karibik "arbeiten wie ein Neger", so ihre Formulierung. Das geht nicht ohne seinen Freund Pat, den er zu einem Rollentausch überredet. Pat schuftet für ihn auf der Plantage, Bob logiert im eleganten Pavillon des Plantagenverwalters. Daher der Titel "Du bist ich". Den zweiten Akt kann man nicht erzählen, sondern den muss man erleben. Dass auch Frauen im Spiel sind, versteht sich in einer Operette von selbst.

⁄Restkarten für die Premiere am Sonntag um 19.30 Uhr an der Theaterkasse (☎ 03447 585160) und in der OVZ-Geschäftsstelle (☎ 03447 574942) - Abonnenten erhalten an beiden Kassen zehn Prozent Rabatt - sowie im Internet unter www.tpthueringen.de.

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