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Altenburg Theaterplatz 6 erstrahlt in neuem Glanz
Region Altenburg Theaterplatz 6 erstrahlt in neuem Glanz
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18:17 20.08.2012

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Von JENIFER HOCHHAUs

"Stellen Sie sich mal vor, an dieser Stelle wäre eine Lücke. Nein, im Ergebnis kann man sagen: Es war die richtige Entscheidung, dieses wichtige Gebäude zu erhalten", sagt Jürgen Fröhlich, Chef der Altenburger Denkmalbehörde. "So fügt sich das Haus sehr gut in das Ensemble der Straße ein." Wegen seiner bedeutenden Lage, nämlich in der Nähe von Theater, Schloss und Roten Spitzen, galt das Gebäude 2010 als erhaltenswert. Der Charakter des innerstädtischen Straßenzuges sollte bewahrt werden.

Damals begannen von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt Arbeiten zur Sicherung des Wohn- und Geschäftshauses, das seit Jahren leer stand. Im vergangenen Jahr wurde das Gebäude - mit Ausnahme der straßenseitigen Außenfassade - abgerissen, da es nicht instand zu setzen war. Zum Jahreswechsel begannen die Arbeiten für den Neubau, der inzwischen fertiggestellt ist. In den vergangenen Wochen wurde der letzte Bauabschnitt, die Sanierung der Fassade, die aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert stammt, realisiert.

"Teilweise wurden die Teile aus dem Originalbestand, die noch zu erhalten waren, restauriert, teilweise wurden die Schmuckelemente rekonstruiert", beschreibt Fröhlich. Das Besondere an der Fassade sei nicht nur die Farbgebung, die der damaligen entspricht, sondern auch die aufwendigen Stuckarbeiten. "Die hier eingesetzten Köpfe, die man bereits im 19. Jahrhundert im Katalog bestellen konnte, finden sich auch an anderen Gebäuden in der gesamten Stadt, zum Beispiel in der Rosa-Luxemburg-Straße", erklärt Fröhlich.

Mit der Fertigstellung der Fassade ist die Aufwertung des Gebäudes, in das rund 900 000 Euro flossen, weitgehend abgeschlossen. In dieser Woche wird noch der Gehweg vor dem Haus fertiggestellt. "Danach werden nur noch Restleistungen erbracht", sagt Holger Kahle, Sachbearbeiter im Referat Hochbau. "So wird in den kommenden vier bis sechs Wochen der Hinterhof hergerichtet."

Dies dient auch dazu, das Haus für künftige Nutzer attraktiv zu machen. Denn die Stadt möchte das Gebäude verkaufen. Wohnungen und Geschäftsräume können in dem Objekt, in dem in der DDR-Zeit ein als "Drehscheibe" bekanntes Spirituosengeschäft beheimatet war, entstehen. "Der neue Eigentümer ist bei der Gestaltung sehr flexibel, denn außer dem Treppenhaus gibt es keine Wände", sagt Fröhlich. Auf Ausbauarbeiten, wie Innenputz, Fußboden und Wandbekleidungen, wurde verzichtet. Das Haus befindet sich demzufolge noch im Rohbau.

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