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Theaterverein Altenburg kürt die Gewinner des Malwettbewerbes

Zwerg Nase Theaterverein Altenburg kürt die Gewinner des Malwettbewerbes

Der Theaterverein hat am Sonnabend in Altenburg die Gewinner des Mal- und Zeichenwettbewerbes ausgezeichnet. 160 Arbeiten waren eingereicht worden, die Jury entschied sich für 21 Gewinner. Die Kinder sollten das vorjährige Weihnachtsmärchen des Theaters, Zwerg Nase, bildlich in Szene setzen.

Stolz präsentieren die Preisträger die Urkunden vor den Bildern.

Quelle: Klaus Peschel

Altenburg. Am Sonnabendvormittag wurde im Liliencronzimmer des Altenburger Theaters eine Ausstellung eröffnet. So etwas passiert nur einmal im Jahr. Dann, wenn der Theaterverein die Gewinner des Mal- und Zeichenwettbewerbs auszeichnet. Ins Leben gerufen haben die Theaterfreunde den malerischen Wettstreit für Kinder vor sechs Jahren. Im Mittelpunkt steht jedes Mal das Weihnachtsmärchen. Im Dezember vergangenen Jahres war es Zwerg Nase, der die Kinder in die märchenhafte Theaterwelt entführte.

„Durch Puppenspiel und Weihnachtsmärchen lernen Kinder das Theater kennen“, sagte Kerstin Göpfert vom Vorstand des Theatervereins. Sie freue sich über die Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindereinrichtungen im Altenburger Land. „Die Kinder werden von den Kunstlehrern auf den gemeinsamen Theaterbesuch vorbereitet“, so Göpfert. „In diesem Jahr wurden 160 Arbeiten eingereicht, das sind doppelt so viele wie im vergangenen Jahr“, informierte die Mitorganisatorin des Wettbewerbs. Darunter seien auch sehr viele Einzelarbeiten gewesen, von Kindern, die mit ihren Eltern die Vorstellung besuchten.

Für die Jury bedeutete das viel Arbeit. Ihr gehörte Daniel Beutler an. Er ist Mitglied des Theatervereins, zuständig für den Wettbewerb und Kunstlehrer an der Känguruschule in Ehrenberg. Gemeinsam mit Göpfert nahm er am Sonnabend die Auszeichnung der Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis elf Jahren vor. Die Jury hatte sich für 21 Gewinner entschieden. Die Bilder der Preisträger sowie weitere ausgewählte Arbeiten sind bis Ostern im Liliencronzimmer des Landestheaters zu sehen. In den Aufführungspausen können die Besucher die Bilder anschauen und staunen über große Nasen, Köche und heilsame Kräuter, aber auch über viel kindliche Fantasie.

Die Eröffnung der kleinen Auszeichnungsveranstaltung nahm Frieder Krause, Mitglied im Vorstand des Theatervereins, vor. Von ihm erfuhren die Besucher der Vernissage auch, warum der kleine Ausstellungsraum den Namen Liliencronzimmer trägt. „Friedrich Freiherr von Liliencron war im Auftrag des Herzogs der erste Intendant des Altenburger Theaters, und das war er 24 Jahre lang“, so Krause. Von 1869 bis 1893 leitete Liliencron die Geschicke des Hauses. Und die Besucher erfuhren auch, dass es sich um die herzoglichen Gemächer im Theater handelt. „Hier wurde der Herzog während der Vorstellungspausen von seinem Hofstaat bewirtet und von hier aus hatte er direkten Zugang zu seiner Loge“, sagte Krause.

Nach der Überreichung der Urkunden und Preise, ein Gutschein für ein Puppenspiel oder eine Märchenaufführung sowie eine kleine Box mit Süßigkeiten, nahmen die Kinder mit ihren Eltern und Großeltern Beschlag von den einst herzoglichen Gemächern. Auch in diesem Jahr gab es einen Sonderpreis für eine Kindertagesstätte. Er ging an das „Märchenland“ in Meuselwitz.

Die Präsentation der Kinderarbeiten zum Weihnachtsmärchen ist gut. Oben hängen die großen Bilder. Sie ziehen die Theaterbesucher schon von weitem in den kleinen Ausstellungsraum. Dort entdecken sie dann die kleineren Arbeiten und werden feststellen, mit fünf Jahren kann mal schon so malen wie mit elf, und mit elf Jahren immer noch so wie mit fünf. Man entdeckt aber auch, dass Kindergartenkinder die Nase des Zwerges etwas anderes als die Grundschüler interpretieren.

„Der Verein möchte durch den Mal- und Zeichenwettbewerb den Kindern das Theater näher bringen“, sagte Kerstin Göpfert, „das sind doch unsere künftigen Besucher.“ Wenn die Ausstellung nach Ostern abgebaut wird, gehen die Bilder zurück an die Schulen und an die Kinder.

Von Klaus Peschel

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