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Altenburg Thomas Katrozan rockt RTL-Show DSDS mit „Sexy“: Die Reise geht weiter
Region Altenburg Thomas Katrozan rockt RTL-Show DSDS mit „Sexy“: Die Reise geht weiter
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14:24 17.04.2016
Thomas Katrozan bei der RTL-Show DSDS im Erlebnisbergwerk Merkers. Quelle: RTL / Stefan Gregorowius
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Wilchwitz

 Die Reise von Thomas Katrozan bei „Deutschland sucht den Superstar“ geht weiter. In der ersten RTL-Mottoshow kam der Ex-Wilchwitzer im Erlebnisbergwerk Merkers locker weiter und steht nun unter den letzten neun Bewerbern.

Ein vielkehliger Jubelschrei zerreißt die Samstagabendruhe gegen 23.30 Uhr rund um das Wilchwitzer Domizil vom Feuerwehrverein. Sekunden zuvor hat Moderator Oliver Geissen verkündet, dass der jetzt in Leipzig lebende 35-Jährige mit seinem Song „Sexy“ vom Marius Müller-Westernhagen im live durchgeführten Telefonvoting locker die nächste Runde erreicht hat. „Er hat den Sex performt und ist eine Runde weiter: Thomas“, so Geißen. Wenngleich das Ende des Satzes im kollektiven Jubelschrei im schmuck umgebauten Ex-Kuhstall im Herzen von Wilchwitz untergeht. „Das war so souverän. Das hat der Thomas einfach super gemacht“, sprudelt es auch aus Vater Bernd Katrozan nur so heraus, ehe er zum Anstoßen ein paar Flaschen Sekt ordert. Und unter anderem mit Gattin Steffi anstößt.

Ja, die Familie des DSDS-Finalisten, die schon nach der mit 20 weiteren Fans besuchten Aufzeichnung der Show am Mittwoch ein „sehr gutes Gefühl“ hatte, organisierte kurzerhand dieses samstägliche Public Viewing für Familie, Freunde und Fans ihres an Bekanntheit gewinnenden Sohnemannes. „Wir werden ja tagtäglich auf Thomas und seinen Weg bei DSDS angesprochen. Da musste man sich einfach was einfallen lassen“, plaudert Bernd Katrozan, der sich selbstverständlich das obligatorische Fan-Shirt für seinen Sohn übergezogen hat.

Party für Katrozan im Vereinsheim Wilchwitz. Quelle: Mario Jahn

„Da muss man einfach die Daumen drücken“

Das Vereinsheim haben die Gastgeber – herzlich eingeladen ist übrigens jeder, der mitfeiern will – liebevoll hergerichtet. Gehacktesbrötchen und Fettbemmen sind für den Hunger zwischendurch geschmiert und Getränke kaltgestellt. Natürlich ist auch der Bornaer Teil der Familie ins nahe Ostthüringen gereist. „Thomas ist in der Runde doch der letzte Ossi und gehört zur Familie. Da muss man einfach die Daumen drücken. Und uns fragen auch schon die Leute“, sagt Angela Guschel, die Schwester des sichtlich stolzen Vaters von Thomas Katrozan. Mit ihrem Mann Jürgen ist die Geschäftsfrau, die in Borna ein Fahrradfachgeschäft unter dem Namen Katrozan betreibt, ins nahe Wilchwitz gekommen, um die Show via Beamer zu verfolgen.

Wie auch so mancher Wilchwitzer oder Nobitzer ohne direkten Draht zur Familie. Einfach um das für das kleine Dorf ungewöhnliche Spektakel zu erleben. Deshalb müssen noch vor Beginn der Ausstrahlung weitere Stühle herbeigeräumt werden, um allen Platz zu geben. Am Ende waren es um die hundert Katrozan-Fans, die in Wilchwitz mitfiebern.

Gut, dass Vater Bernd eine Anregung aus Merkers mitgebracht hat: Die Sitze für Familie und Fanclub sind mit Namenskarten reserviert. „Das haben die dort auch so gemacht“, meint der Papa, um dann wie alle anderen gegen 21.50 Uhr wie gebannt auf die große Leinwand zu schauen, von der der Sohnemann im Großformat entgegen flimmert.

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Schamanin aus dem Nachbarort

Einige Geheimnisse hat sich der Sender noch aufgehoben. So wurden alle Kandidaten vor ihrem Auftritt zu Thüringern mit einem besonderen Faible oder ausgefallenem Beruf geschickt. Thomas’ Konkurrenten waren beispielsweise bei Falknern, Gartenzwergfans oder Indianern gefordert. Für den 35-Jährigen war es eine Reise in die alte Heimat. Denn Schamanin Sandy Kühn, die ihn in die Welt der Esoterik einführte und eine gute Prognose erstellte, lebt im Nachbardorf Zehma. „Nobitz zweimal im Fernsehen. Das ist doch toll“, strahlt da auch der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe, der zum Daumendrücken gekommen ist. „Heute sieht man auch, dass die Wilchwitzer wie eine große Familie sind“, fügt er noch an, ehe er wie viele andere sein Handy zückt und eine SMS mit der „06“ für Thomas absendet.

Übrigens: Auch Kandidatin Anita zog es ins Altenburger Land. Die 17-Jährige, die ebenfalls weiterkam, wurde von den Altenburger Artistenzwillingen Carmen & Claudia in die Geheimnisse von Gleichgewicht und Körperbeherrschung eingewiesen.

Ritterschlag von Dieter Bohlen

Das interessiert die Wilchwitzer Runde aber nur am Rande. Denn sie waren schon angesichts des (eigentlich unerheblichen) Urteils der Jury euphorisiert und sich einig, dass Thomas in die nächste Runde einzieht. Nur Michelle bekannte, die Musik von Thomas „nicht so zu mögen“ und bekam dafür im Ex-Kuhstall Pfiffe. H.P. Baxxter: „Du bist ein echter Rocker. So richtig geil.“ Vanessa Mae: „Du hast das Ding richtig gerockt.“ Und der Ritterschlag von Dieter Bohlen: „Du warst besser als das Original. Ne glatte Eins.“

Was die Anrufer auch so sahen. Thomas’ Reise in der DSDS-Welt geht weiter – und Katroznas werden weiter dabei sein. Am Mittwoch zur nächsten Finalshow im Kloster Ebersbach. Und dann wieder bei einem gemeinsamen Public Viewing in Wilchwitz?

„Man kann jetzt ja nicht einfach aufhören. Mal sehen, was wir machen“, gibt sich Vater Bernd noch geheimnisvoll.

Von Jörg Wolf

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