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Thügida und Co. – Altenburgs Stadtchef will heikle Treffen unterbinden

Protest-Veranstaltungen Thügida und Co. – Altenburgs Stadtchef will heikle Treffen unterbinden

Geht es nach Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), soll es bei Demonstrationen mit Konfliktpotenzial in Altenburg künftig keine direkten Begegnungen von Protest und Gegenprotest mehr geben.

Geht es nach Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), soll es bei Demonstrationen mit Konfliktpotenzial in Altenburg künftig keine direkten Begegnungen von Protest und Gegenprotest mehr geben.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Das Landratsamt als zuständige Versammlungsbehörde habe entschieden, dass die fremdenfeindliche Bewegung Thüringen gegen die Islamisierung des Abendlandes (Thügida) und ihre Gegner am Theater aufeinandertreffen dürfen, sagte der Rathauschef nun nach eingehender Analyse. „Ich halte das aber in hohem Maße für unverantwortlich. Das war heikel.“ Denn die Polizei hätte nicht eingreifen können, wenn am Anfang oder Ende der Thügida-Demo etwas passiert wäre.

„Es ist Gott sei Dank gut gegangen, aber in Zukunft darf so etwas nicht noch mal genehmigt werden“, erklärte Wolf weiter und kündigte zugleich an, dass man – im Wiederholungsfall – aus Sicherheitsgründen Widerspruch gegen solche Routenverläufe mit neuralgischen Punkten einlegen werde. „Das heißt dann aber im Umkehrschluss auch, dass die Gegenveranstaltung höchstwahrscheinlich nur vor dem Heizhaus stattfinden kann, weil sie in der Regel später angemeldet wird als Thügida.“ Aktuell kommt die evangelische Kirche dem jedoch zuvor und hat bis Ende Dezember im Anschluss an ihre montäglichen Friedensgebete Spaziergänge durch Altenburg angemeldet.

Zur Thügida-Premiere in Altenburg am 19. Oktober hatten die Organisatoren 2250 Teilnehmer mobilisiert. Nach einer Auftaktkundgebung auf dem Markt und einem Zwischenstopp auf der Münsaer Straße war die vom Greizer NPD-Stadt- und Kreisrat David Köckert angeführte Demonstration direkt vor dem Theater auf die Gegenveranstaltung des Aktionsbündnis „Altenburg(er) für Menschlichkeit“, an der rund 1000 Menschen teilnahmen, getroffen. Getrennt waren beide Lager an einigen Stellen nur durch einen schmalen Streifen aus Polizisten und Geländern.

Von Thomas Haegeler

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