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Altenburg Thügiga bekommt am 19. Oktober in Altenburg Gegenwind
Region Altenburg Thügiga bekommt am 19. Oktober in Altenburg Gegenwind
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17:18 14.10.2015
Ein Plakat, mit dem Flüchtlinge willkommen geheißen werden, wurde am Mittwoch an der Brüderkirche angebracht. Die Junge Gemeinde hat das Banner hergestellt, mit dem die Kirchgemeinde Altenburg ein Zeichen setzen und christliche Hilfsbereitschaft signalisieren will. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Das von 18 bis 19.30 Uhr in der Brüderkirche geplante Montagsgebet beinhaltet demnach sowohl biblische Lesungen und Gebete als auch Musikstücke. Außerdem soll über die Flüchtlingsproblematik informiert und diskutiert werden. Danach ist von der Brüderkirche aus ein sogenannter kultureller Spaziergang geplant, der von künstlerischen Aktionen begleitet wird und am Theatervorplatz endet. Dort wird es eine weitere Veranstaltung geben.

Dem Bündnis "Altenburg für Menschlichkeit" gehören unter anderem Vertreter der Kirche und der Gewerkschaft, Sozialarbeiter, Künstler sowie Mitglieder des Altenburger Stadtrates an, die sich vorgestern zum zweiten Mal getroffen haben. Insgesamt handelt es sich um rund 30 Personen, die sich in der vergangenen Woche erstmals zusammengefunden hatten. Anlass war die am 6. Oktober bekannt gewordene Demonstration von Thügida. Die Bündnis-Sprecher kündigten für die nächsten Tage außerdem eine Altenburger Erklärung an, in der ihre Ziele näher verdeutlicht und die Bürger zur Teilnahme aufgerufen werden.

Auch Landrätin Michaele Sojka (Linke und Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) hatten sich für ein klares Zeichen gegen die fremdenfeindliche Thügida-Bewegung ausgesprochen. "Ich bedauere es außerordentlich, dass so etwas nun auch in Altenburg stattfindet", sagte Wolf.

Mit dem Thügida-Proteszug und dem Bündnis-Aktionen wird es am Montag zeitgleich zu zwei Veranstaltungen kommen, die am Markt und am Theater auch örtlich nah beieinanderliegen, da eine Anti-Flüchtlings-Kundgebung am Marstall geplant ist. Deshalb wird auch ein großes Polizeiaufgebot erwartet.

Erst am Montag waren 9000 Pegida-Sympathisanten in Dresden auf die Straße gegangen. In Weimar protestierten rund 150 Anhänger von Thügida gegen Flüchtlinge.

ovz

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