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Altenburg Thüringen-Rundfahrt der Frauen fährt wieder auf Altenburg ab
Region Altenburg Thüringen-Rundfahrt der Frauen fährt wieder auf Altenburg ab
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07:30 05.02.2016
Die internationale Weltelite der Radfahrerinnen wird nach zwei Jahren Pause am 17. Juli erstmals wieder zu einer Etappe in und um Altenburg aufbrechen. Quelle: Foto: Mario Jahn
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Altenburg

Nach zwei Jahren Abstinenz ist Altenburg wieder Etappenort der Thüringen-Rundfahrt der Frauen (TRF). Wie der Veranstalter, die TRF Thüringer Sportmarketing GmbH bestätigte, macht die Tour der Weltelite des Damenradsports am Sonntag, dem 17. Juli, Station in der Skatstadt. Neben der dritten Etappe, die auch die steile Wand von Meerane beinhaltet, wird es das Jedermann-Rennen und auf dem Altenburger Markt ein Rahmenprogramm geben. Möglich wurde dies allerdings erst durch die Absage Schmöllns und das Engagement des SV Aufbau Altenburg.

„Um die Tour und das von uns organisierte Jedermann-Rennen nicht aus dem Altenburger Land zu verlieren, setzen wir uns dafür ein“, begründet Aufbau-Chef Sten Wagner das erneute Engagement. Konkret besteht dieses darin, Sponsoren und Spender zu akquirieren, damit die Stadt kein eigenes Geld in die Hand nehmen muss. Rund 20 000 Euro sind nach Informationen der Osterländer Volkszeitung für das Event nötig. Im Gegenzug kümmert sich das Rathaus ums Rahmenprogramm und um die nötige Manpower, „so dass wir einen runden Etappentag mit möglichst vielen Marktdurchfahrten bekommen“, erklärt Wagner weiter.

Rahmenprogramm noch nicht geklärt

Das bestätigt wiederum Tino Scharschmidt. „Wir freuen uns, dass das Engagement von Aufbau dazu beiträgt, diese Sportveranstaltung 2016 wieder in Altenburg haben zu können“, so der Leiter des Referats Wirtschafsförderung. Schließlich gehe es um die Weltelite des Radsports und internationales Flair, was man spüren könne. „Das trägt zur weiteren Belebung der Innenstadt bei und lenkt den Fokus auf Altenburg.“

Wie das Rahmenprogramm abseits des erstmals in der Skatstadt stattfindenden Jedermann-Rennens aussieht, kann Scharschmidt aber noch nicht sagen. Dafür sei es noch zu früh, erklärt der Wirtschaftsförderer. Möglich sei etwa eine Verbindung mit dem Sportwerbetag des SV Medizin zur Aktion „Kinder stark machen“, was zu einer Vereinspräsentation werden könne. Einen verkaufsoffenen Sonntag werde es jedoch nicht geben. „Das Feedback der Händler geht dahin, dass es im Sommer schwierig ist, weswegen man andere Sonntag vorzieht.“

Ins Rennen für einen erneuten TRF-Stopp gelangte Altenburg aber nur durch die Absage Schmöllns. Bereits seit Sommer 2015 war klar, dass sich die Knopfstadt lieber auf ihre 950-Jahr-Feier konzentrieren will. „Fakt ist, Ausgaben für diese Veranstaltung sind im Haushalt nicht berücksichtigt“, sagt Bürgermeister Sven Schrade (SPD), der die Entscheidung von seiner Vorgängerin übernommen hat. „Doch man muss auch bedenken, dass wir schon für die Feier in der ersten Septemberwoche erheblich Personal binden.“ Nicht nur für Angestellte der Stadt gebe es eine Urlaubssperre, sondern auch für Ehrenamtliche. Ganz abgesehen vom Geld, das man fürs Jubiläum brauche.

Absage von Schmölln bedauert

Bei der TRF bedauert man zwar die Absage der Knopfstadt, versteht aber auch die Gründe. „Schließlich ist Schmölln eine absolute Größe und seit 1999 ununterbrochenen als Etappenort dabei“, sagt TRF-Sprecher Steffen Schumacher. Entsprechend groß sei die Motivation der Organisatoren und auch bei Aufbau, dass es nur bei einem Jahr Pause bleibt. In Altenburg denkt man dagegen weiter von Jahr zu Jahr – und ist mit der Entscheidung noch nicht so weit.

Doch auch nach dem Aus des Altenburger Hofes als Unterkunft des Tour-Trosses bleibt die Skatstadt im Rennen. Denn ein Teil der Fahrerinnen kommt höchstwahrscheinlich im Parkhotel unter. Der Rest verteilt sich voraussichtlich in der näheren Umgebung. „Es ist noch nicht endfällig entschieden“, erklärt Schumacher dazu, bestätigt aber Verhandlungen. „Es laufen auch noch andere Gespräche. Fest stehe aber, dass es durch den Wegfall des Altenburger Hofs und des zeitgleich stattfindenden Sachsenring-Grand-Prix früher komfortabler gewesen sei.

Von Thomas Haegeler

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