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Altenburg Thüringer-Kabaretttreffen startet in Gößnitz
Region Altenburg Thüringer-Kabaretttreffen startet in Gößnitz
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18:00 10.05.2017
Musikkabarettist Uli Masuth ist erstmals beim Thüringer Kabarett-Treffen in Gößnitz zu Gast. Quelle: Foto: promo
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Gößnitz

Es ist inzwischen gute Tradition in Gößnitz: Aller zwei Jahre laden sich die örtlichen Kabarettisten der „Nörgelsäcke“ Mitstreiter aus dem gesamten Freistaat ein, verwandeln ihr Haus für vier Tage in ein Mekka der Thüringer Kleinkunstlandschaft – mit stetig steigendem Erfolg.

„Ich denke, ein wesentlicher Faktor ist die familiäre Atmosphäre des Kabarett-Treffens“, versucht sich Nörgelsäcke-Leiter Markus Tanger an einer Erklärung. Die Kollegen reisten nicht nur ihres Auftritts wegen an, sondern eben auch, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. „Das ist schon ein bisschen wie ein Klassentreffen, mit dem Fokus auf Kabarett vom regionalen Erzeuger“, grinst Tanger. So sind über die Jahre auch schon einige neue Kooperationen entstanden: Der inzwischen in Leipzig wohnhafte Kabarettist Stefan Linke inszenierte etwa selbst schon in Gößnitz.

Hilfreich dabei ist natürlich auch, dass sich alle Auftritte im selben Haus abspielen, die Zuschauer im Gegensatz etwa zur Leipziger Lachmesse nicht zwischen verschiedenen Lokalitäten wechseln müssen.

Für 2017 haben sich die Macher nicht lumpen lassen, stellen mit 38 Kabarettisten und 18 satirischen Programmen von heute bis Sonntag ein buntes Panoptikum zusammen. „Wir versuchen, jeden Abend die gesamte Breite abzudecken: von politischem Kabarett über musikalische Beiträge bis zu Auftritten, bei denen der Klamauk im Vordergrund steht.“ Alle Gäste zeigen dabei Ausschnitte aus ihrem aktuellen Programm.

Die Eröffnung bestreiten Renate Coch (Saalfeld) und das Erfurter Kabarett Lachgeschoss. Ebenfalls aus der Landeshauptstadt angereist ist Ulf Annel. „Die deutsche Sprache ist ein Witz“, lautet seine ernüchterte Erkenntnis. Mit Clemens-Peter Wachenschwanz ist ein Leipziger mit „Südthüringer Migrationshintergrund“ mit dabei, der auf der Bühne bluesige Kabarettsongs zum Besten gibt. Abgerundet wird der erste Abend von Isabel Arnold alias „Hüperbel“. Sie bietet Musikkabarett mit unschuldigem Lächeln und bitterbösen Texten. Moderiert wird von Bettina Prokert und Maxim Hofmann.

Am Freitag übernehmen die Hausherren der Nörgelsäcke die Bühne und bieten Ausschnitte aus „Keine Zeit für Burnout“. Humoristische Liedermacherwerke liefert hingegen der „Kalte Kaffee“ aus Erfurt. Ebenfalls mit dabei sind das Kabarett Anakonda aus Apolda, sowie die Geraer Kollegen vom Kabarett Wirsing. Neue Satiren hat Eulenspiegel-Autor Matthias Biskupek aus Rudolstadt mit im Gepäck. Durch den Abend führen Carsten Heyn und Markus Tanger.

Bunt gemischt geht es am Sonnabend weiter. Gunnar Schade – inzwischen im Berliner Exil weilend – bietet durch und durch politisches Kabarett. Fürs vermeintlich gesetztere Publikum haben die „Spitzenpensionäre“ aus Erfurt entsprechende Szenen im Gepäck. Stefan Linke, einstmals als Chef der Kleinkunstbühne „Zum Trippelbruder“ in Altenburg aktiv, begibt sich auf die Spuren von Humor-Altmeister Hansgeorg Stengel. Musikalisch wird es dagegen mit Klaviereim aus Erfurt. Sicher durch den Abend leiten Enrico Wirth und Markus Tanger.

Zum Abschluss am Sonntag gibt sich dann Vicki Vomit die Ehre. Unterstützung kommt vom Geraer Kabarett Lachgeschäft, ebenso wie von Moderator und Kabarettist Robby Mörre. Als besonderes Highlight dürfte indes der Auftritt von Musikkabarettist Uli Masuth gelten, der nach zahlreichen Versuchen endlich den Weg von Weimar nach Gößnitz gefunden hat. Kompetente Moderation gibt es von Antje Poser und Micha Kreft.

Die Veranstaltungen am Freitag und Sonnabend sind bereits ausverkauft, für Donnerstag und Sonntag sind noch Karten verfügbar. Erhältlich sind diese beim Fotohaus Engemann in Gößnitz, reserviert werden kann unter Tel. 034493 21645.

Von Bastian Fischer

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