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Altenburg Thüringer Staatsballett verwandelt Landestheater in einen Tanztempel
Region Altenburg Thüringer Staatsballett verwandelt Landestheater in einen Tanztempel
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18:14 18.01.2013
Altenburg

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Von Manfred Hainich

Nach bewegten Zeiten unsicherer Finanzierung und drohender Spartenschließungen sei dies ein ermutigendes Zeichen und eine optimistische Botschaft für alle Theaterverantwortlichen und Theaterfreunde in Gera und Altenburg, würdigten Generalintendant Kay Kuntze und die Ballettdirektorin Silvana Schröder in ihren Ansprachen.

Dann zeigten die Tänzer ihr Können. In einer Faszination des Tanzes präsentierten sie im ersten Galateil das rein klassische Repertoire in vielen Soli und Pas de deux aus Balletten wie "Der Nussknacker", "Coppelia", "Schwanensee" und "Don Quichote". Da gab es Spitzentanz vom Feinsten, wurden Arabesquen und Attitüden gezeigt. Und Sprünge und Pirouetten auf einem Bein mit mehr als einem Dutzend Drehungen animierten das Publikum zu frenetischem Beifall und Bravo-Rufen.

Die meisten Mitglieder der Compagnie kommen aus den osteuropäischen und asiatischen Ländern, in denen der klassischen Tanzausbildung eine hohe Bedeutung beigemessen wird. Da jede Tänzerin und jeder Tänzer sich in einem Solo präsentieren konnten, zeigten diese ihre besonderen Stärken und prägten mit ihren Schrittkombinationen und Bewegungsfolgen so eine Tanzgala auf höchstem Niveau.

Da wurde die ganze Schönheit der klassischen Tanzkunst gezeigt. Wenn sie dann noch mit den wunderbaren Ballettmusiken von Tschaikowski, Leo Delibes und Adolphe Adam begleitet wurden, wusste man oftmals nicht, welcher sinnliche Eindruck stärker wirkt - der akustische oder der optische - bis man erkannte, dass immer die Einheit beider die wunderbare Kunst des Tanzes ausmacht. Das alles geschah ohne Dekoration auf offener schwarzer Bühne mit zeitweiligen Lichtflächen im Bühnenhintergrund.

Im zweiten Teil gab es den modernen Ausdruckstanz, dem sich die Ballettchefin Silvana Schröder besonders verpflichtet fühlt. Da waren stärkerer gestischer Ausdruck und körperlicher Einsatz der Tanzenden gefragt, was bis zu artistischen Leistungen führen konnte. Die Musik war moderner und durch Rock, Jazz und herrlichen Blues geprägt. Gezeigt wurden Ausschnitte aus den aktuellen Produktionen "Freaks", "Zeit.Punkt" und dem Ballett "27" . Die Premieren der beiden letztgenannten stehen in Altenburg noch an. Ergänzt wurden diese Ausschnitte durch zwei tänzerische Humoresken auf einer roten Bank.

Dann gab es eine große Geste von Silvana Schröder für ihren Lehrer, Kollegen und jetzigen Berater Peter Werner-Ranke: Sie schuf eine ihm zugeeignete Choreografie mit dem Titel "Bin ich?", die von Odsuren Dagva in einer ausdrucksstarken, sehr körperbetonten Interpretation wiedergegeben wurde. Der Geehrte erlebte sie, am Rande der Bühne sitzend, mit Ergriffenheit. In der Operngala hatte er ums Wort gebeten und auf die in Altenburg wirkenden Ballettkollegen aufmerksam gemacht.In der gut gemachten Festschrift anlässlich der Ernennung zum Staatsballett wird allerdings einzig und allein die Geraer Ballettgeschichte offeriert. Die Altenburger Balletttradition findet keine Erwähnung.

Beendet wurde diese Gala mit dem Schluss des Balletts "Freaks", in dem das Corps de Ballett von beiden Seiten über die Bühne lief und die Leiterin alle Namen der Tänzerinnen und Tänzer mit Alter und Herkunftsland nannte, während im Hintergrund deren Kinderfotos zu sehen waren. Ein wunderschöner Abschluss einer wunderschönen Tanzgala.

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