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Thüsac will Abokunden mit Chipkarten ausstatten

Ende der Klebemarken Thüsac will Abokunden mit Chipkarten ausstatten

Der öffentliche Busverkehr im Altenburger Land soll weiter an Attraktivität gewinnen. Das hat sich die Thüsac für die nächsten Jahre auf die Fahnen geschrieben. So soll das Abo-System für die Kunden dank neuer Chipkarten ab diesem Jahr leichter handhabbar werden, ebenso der Umstieg von Bus auf Bus.

Der Thüsac-Busverkehr soll im Altenburger Land attraktiver werden.

Quelle: Andreas Doering

Windischleuba. Der öffentliche Busverkehr im Altenburger Land soll weiter an Attraktivität gewinnen. Das hat sich die Thüsac für die nächsten Jahre auf die Fahnen geschrieben. Zum einen soll das Abo-System für die Kunden dank neuer Chipkarten ab diesem Jahr leichter handhabbar werden, ebenso der Umstieg von Bus auf Bus. Außerdem geht voraussichtlich ein Projekt in die Planungsphase, das das ländliche Umland von Schmölln besser an die Stadt anbinden soll.

Für das thüringisch-sächsische Verkehrsunternehmen mit Sitz in Windischleuba ist der Schülertransport das Hauptstandbein im Linienverkehr. „Auf den Überlandstrecken liegt der Anteil der Schüler im Fahrgastaufkommen bei 80 Prozent“, schildert Thüsac-Geschäftsführer Stephan Bog. Auch in den Stadtverkehren haben die Kleinen in der Statistik viel Gewicht. Ziel sei nun, mehr Berufs- und Freizeitreisende fürs Busfahren zu begeistern. „Wichtig sind in diesem Zusammenhang akzeptable Reisezeiten und gute Anbindungen“, betont Bog.

Das Projekt „Schmölln macht mobil“ steuert in diese Richtung. Phase eins, die Erkundung von Stärken, Schwächen und Wünschen im ÖPNV-Gebiet der Knopfstadt, ist abgeschlossen, Teil zwei soeben gestartet. In diesem Monat habe der Mitteldeutsche Verkehrsverbund, dem die Thüsac angehört, einen Fördermittelantrag für die nun anstehenden Planungen an den Freistaat Thüringen geschickt. Der Landeszuschuss sei nötig, weil ein dichteres Nahverkehrsnetz speziell in der Startphase mehr Geld koste. „Wir warten jetzt auf den Förderbescheid. Dann steht die Konzeptarbeit an“, so Bog. Mit der praktischen Umsetzung rechnet er ab 2019. In Überlegung sei unter anderem, die Gemeinden rings um Schmölln besser an den ÖPNV und die Knopfstadt anzubinden, ebenso die Gewerbegebiete an der Schmöllner Peripherie, wobei auch Jobtickets und die Wiederbelebung eingestellter Linien zur Debatte stehen.

„Schmölln macht mobil“ ist allerdings nur eines von mehreren ähnlich gelagerten Projekten im Einzugsgebiet der Thüsac. Seit Dezember beteiligt sich das Unternehmen mit zwei Linien an „Muldental in Fahrt“, mit Fokus auf mehr Haltestellen und bessere Anbindungen auch am Wochenende, am Abend und in den Ferien. Ebenfalls im Landkreis Leipzig startet in absehbarer Zeit das ÖPNV-Konzept „Südliches Leipziger Neuseenland“ in die Umsetzung. Auch hier geht es um Fahrplan-Anpassungen, Anschlüsse und die An­for­de­run­gen des tou­ris­ti­schen Ver­kehrs. „Wir können aus logistischen Gründen nicht alles gleichzeitig umsetzen, müssen der Reihe nach vorgehen“, erklärt Bog.

Eine Neuerung ist für 2017 allerdings fest geplant. Im Laufe des Jahres – der genaue Termin steht noch nicht fest – sollen die alten Abo-Karten mit Monatswertmarken aus den Portemonnaies der Busfahrgäste im Landkreis verschwinden. Stattdessen kommt die MDV-Umweltcard Gold aus Plastik – im Kreditkartenformat mit elektronischem Chip. Der Datenspeicher ersetzt die Klebemarke, das Lesegerät im Bus erspart die Ticket-Sichtkontrolle des Fahrers. „Der Rechner im Bus ist mit unserem zentralen Berechtigungssystem gekoppelt. Dadurch kann die Card bei Verlust auch schnell gesperrt werden“, erläutert Thüsac-Controlling-Leiterin Tatjana Bonert. Rund 2000 Abokunden im Landkreis sollen in Kürze davon profitieren. Etwa 5260 Schüler nutzen es bereits – mit der im Vorjahr eingeführten Umweltcard Junior.

Eine weitere computergestützte Neuerung dient dem Informationsfluss. In den Bussen soll in Zukunft an Umsteigepunkten angezeigt werden, wann die nächste Linie abfährt. Wobei nicht die Soll-Zeiten der Fahrpläne visualisiert werden, sondern die tatsächlichen Abfahrtzeiten einschließlich eventueller Verspätungen. „Diese Ist-Daten haben wir ja bereits zur Hand, dank unseres Betriebsleitsystems“, sagt Tatjana Bonert. „Die Techniker arbeiten jetzt noch am sogenannten Rückkanal, um die Daten live in die Busse zu bringen.“ Bestenfalls gelinge das noch in diesem Jahr.

Von Kay Würker

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