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Altenburg Tiefensee will Unterstützung von Sojka – CDU verwundert
Region Altenburg Tiefensee will Unterstützung von Sojka – CDU verwundert
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23:03 29.04.2018
Auf diesem Stimmzettel stimmen die Bürger zur Stichwahl am Sonntag ab. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg/Erfurt

Eine Wahlempfehlung der Regierungskoalition aus Erfurt sorgt für zusätzlichen Zunder vor der Stichwahl am Sonntag zwischen Landrätin Michaele Sojka (Linke) und Herausforderer Uwe Melzer (CDU). In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Landeschefs Wolfgang Tiefensee (SPD), Susanne Hennig-Wellsow (Linke) und Stephanie Erben sowie Denis Peisker (B 90/Grüne) die Kreis- und Ortsverbände dazu auf, rot-rot-grüne Kandidaturen zu unterstützen. Im Falle des Altenburger Landes wäre dies dann Michaele Sojka.

Offiziell verbreitet wurde die gemeinsame Stellungnahme bislang allerdings lediglich auf der Internet-Seite der Thüringer Linken. Die Landeschefs seien übereingekommen, „dass wir uns bei den Stichwahlen ... am 29. April gemeinsames Handeln unserer Parteien wünschen“, heißt es darin. „Wir haben gemeinsam die politische Chance, Kandidatinnen und Kandidaten aus dem sozialen, demokratischen Lager zu Erfolg zu verhelfen. Die Parteichefs betonen, dass sich die Mehrzahl der rot-rot-grün getragenen Amtsinhaber in den Kommunen bewährt haben.

Gerade an dieser letzten Aussage hatte der SPD-Kreisvorsitzende im Altenburger Land große Zweifel. Frank Rosenfeld, der sich selbst als Landrat bewarb, aber es nicht in die Stichwahl schaffte, hatte Sojkas Amtsführung mitunter scharf attackiert. An diese Kritik erinnerte am Mittwoch nun auch der CDU-Kreisvorstand, der die Wahlempfehlung des SPD-Landesvorsitzenden zur Stichwahl im Altenburger Land mit großer Verwunderung zur Kenntnis nahm. Rosenfeld habe sich in seiner Bewerbungsrede im Januar gewünscht, „dass der Landkreis nur halb so viel Energie in die Ansiedlung von Wirtschaftsunternehmen investiert hätte, wie in die Ansiedlung von Flüchtlingen.“ Ebenso habe sich der SPD-Kreischef im Wahlkampf für einen Amtswechsel ausgesprochen, damit die Behörde endlich eine starke Führung erhält und die Mitarbeiter wieder motiviert ihre Arbeit verrichten können. „Die Liste mit klaren SPD-Bekenntnissen für einen Wechsel im Landratsamt ist lang“, heißt es in der Erwiderung der CDU auf die Erklärung Tiefensees. „Doch all das scheint dem SPD-Landesverband nicht bekannt oder einfach mal egal zu sein. Oder versucht man hier, auf Kosten der Basis vor Ort sich schon einmal für die anstehende Landtagswahl 2019 zu positionieren?“

Gerade mit der SPD habe die CDU-Kreistagsfraktion auf Kreisebene in den letzten sechs Jahren konstruktiv zusammengearbeitet. Egal ob Schulnetzplanung, Haushaltsplanung oder im Bereich der Personalentwicklung – viele Ansätze habe man gegen den Willen der Landrätin gemeinsam erarbeitet und im Kreistag auch umgesetzt. Auch CDU-Landratskandidat Uwe Melzer habe in den letzten Wochen immer wieder klar auf die Defizite der amtierenden Landrätin hingewiesen.

Von Jens Rosenkranz

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