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Tierärztin bleibt Altenburger Tierschutz-Chefin: Einstimmiges Votum für Sibylle Börngen

Wiedergewählt Tierärztin bleibt Altenburger Tierschutz-Chefin: Einstimmiges Votum für Sibylle Börngen

Sibylle Börngen steht für weitere drei Jahre dem Tierschutzverein Altenburg und Umgebung vor. Bei der Mitgliederversammlung wurde die 44-Jährige Tierärztin einstimmig wiedergewählt, wie auch der vierköpfige Vorstand bis auf eine Ausnahme unverändert bleibt. Neu im Leitungsgremium des derzeit 81 Mitglieder zählenden Vereines ist Sandra Welsch, die das Tierheim leitet und in dem Leitungsgremium für besondere Aufgaben zuständig ist.

So soll der Neubau komplett aussehen.

Quelle: Tierschutzverein

Altenburg. „Der Neubau unseres Mehrzweckgebäudes und die Sanierung des Tierheimes allgemein werden in den kommenden Jahren unsere Hauptaufgaben bleiben“, fasste sich die alte und neue Chefin des Tierschutzvereins Altenburg und Umgebung, Sibylle Börngen, kurz. Zuvor war die Altenburger Tierärztin von den 20 anwesenden Vereinsmitgliedern einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt worden. Ebenso eindeutig fielen die Voten für Manuela Hemmann (Stellvertreterin), Annelies Schmotz (Finanzen) und Katrin Ohme (Schriftführerin) aus. Neu im insgesamt fünfköpfigen Vorstand ist hingegen ohne speziell ausgewiesenen Tätigkeitsbereich Sandra Welsch, die auch das Altenburger Tierheim leitet.

Neben den umfangreichen Bauvorhaben – der Tierschutzverein ist derzeit dabei, in mehreren Jahresscheiben für gut 300 000 Euro ein neues Mehrzweckgebäude auf dem Areal am Poschwitzer Park zu errichten – sind auch die anderen, die alltäglichen Aufgaben nicht von Pappe. Dies zeigte der von der Vereinschefin präsentierte Rechenschaftsbericht für das zurückliegende Jahr. So wurden vom Januar bis Dezember 2015 insgesamt 176 Katzen, 121 Hunde und 27 Kleintiere im Tierheim zeitweise oder dauerhaft betreut. „Die Vermittlungszahlen für die Tiere halten sich im Vergleich zu den Vorjahren in der Waage. Erfreulich ist dabei die geringe Rückgabequote“, so Börngen. Vermittelt werden konnten Vierbeiner größtenteils in den Großraum Altenburg, aber auch in das Umland. Ein Tier fand neue Besitzer sogar in der Schweiz.

Fortgeführt wurde das Kastrationsprogramm für freilebende Katzen, um deren Population einzudämmen. „Insgesamt wurden vergangenes Jahr 46 Tiere kastriert.“

Neben der eigentlichen Arbeit mit den Tieren organisierte der derzeit noch 81 Mitglieder zählende Verein auch eine ganze Reihe weiterführender Aktionen. Vor allem, um über die eigene Arbeit zu informieren und potenzielle neue Mitstreiter zu gewinnen – und natürlich auch, um Sponsoren zu erwärmen. „Insgesamt gab es 20 Besuche in Senioren-, Behinderten- und Bildungseinrichtungen und zwölf Führungen von Schulklassen im Tierheim“, zählte die Vereinschefin auf. Zudem betreute man 16 Schülerpraktikanten sowie zwei Teilnehmer des Schülerfreiwilligentages. Auch an diversen Aktionstagen, beispielsweise zum Chippen und Registrieren von Katzen, nahmen die Tierschützer teil. Zudem gab es zweimal in größerem Rahmen die Gelegenheit, die Öffentlichkeit im Rahmen von Festen im Tierheim über die eigene Arbeit zu informieren: einmal am 4. Juli zum Tierheimfest sowie am zweiten Advent zur Weihnachtsfeier mit jeweils entsprechendem Rahmenprogramm. Die Feste im Tierheim sowie die regelmäßig aller Vierteljahre stattfindenden Stammtische für Vereinsmitglieder soll es auch in diesem Jahr wieder geben.

Sibylle Börngen ging in ihrem Rechenschaftsbericht natürlich auch auf das mit Abstand größte Vorhaben der Tierschützer ein, dem ersten Abschnitt für das neue Funktionsgebäude, für den der Tiefbau bereits realisiert wurde und bei entsprechendem Fördermittelfluss in diesem Jahr noch der Hochbau folgen soll. „Die entsprechenden Fördermittelanträge sind bereits beim Landesverwaltungsamt sowie beim Deutschen Tierschutzbund gestellt“, informierte die Vorsitzende. Und bislang gebe es keinerlei Anzeichen, dass es mit einer Bewilligung der nächsten Scheibe nicht klappt.

Von Jörg Wolf

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