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Tischtennis-Landesmeisterschaften: Ein Blick auf die Starter aus dem Altenburger Land und ihre ärgsten Widersacher

Tischtennis-Landesmeisterschaften: Ein Blick auf die Starter aus dem Altenburger Land und ihre ärgsten Widersacher

Am Wochenende trifft sich die Tischtennis-Elite des Freistaates in Altenburg, um die Thüringer Landesmeister zu ermitteln. Bei der von Aufbau Altenburg und dem TSV Nobitz organisierten Veranstaltung über zwei Tage im Goldenen Pflug werden bei den Frauen und Männern im Einzel und Doppel sowie im Mixed neue Titelträger gesucht.

Altenburg.

 

 

 

 

Von Jens Teichmann

Für Lok Altenburg geht

ns Rennen. Als Spitzenspieler seines Teams in der Verbandsliga aktiv, hat er sich bei den Bezirksmeisterschaften im direkten Qualifikationsduell gegen den höher eingeschätzten Sichwardt vom Landesliga-Spitzenreiter Zeulenroda durchgesetzt und sich somit das erste Mal für die Titelkämpfe qualifiziert. Sommers Ziel: "Das Turnier zu genießen und möglichst viele neue Eindrücke zu sammeln. Spielerisch traue ich es mir durchaus zu, durch mein schwer auszurechnendes Noppen-Spiel die Gruppenphase zu überstehen".

Vom Veranstalter Aufbau Altenburg ist Speerspitze

zum insgesamt dritten Mal bei den Landesmeisterschaften dabei. Der Weidaer, der über die Station Zeulenroda das Team des letztjährigen Landesliga-Aufsteigers enorm verstärkt, will sich besser als vor Jahresfrist verkaufen und meint: "Mein größtes Ziel ist es, für Aufbau Altenburg den ersten Sieg in der Vereinshistorie bei den Landesmeisterschaften zu erringen. Egal, in welchem Wettbewerb. Ein Traum wäre es natürlich, wenn ich es im Einzel in die Endrunde schaffen könnte. Da muss aber schon alles passen. Das heißt, eine günstige Auslosung und eine gute Tagesform."

 

Der TSV Nobitz stellt gleich zwei Turnier-Teilnehmer.

st nicht nur der Spitzenspieler des Vereins, sondern auch mit einer Einzelbilanz von 20:0-Siegen in der Verbandsliga im Gegensatz zu den bereits Vorgestellten Dauergast im Geschäft der Großen. Als beste Platzierung steht für ihn bisher eine Viertelfinal-Teilnahme zu Buche. In Leimbach blieb er allerdings zuletzt hinter seinen eigenen Ansprüchen zurück und kam aus den Gruppenspielen nicht heraus. Der amtierende Bezirksmeister konstatiert: "Im Sommer konnte ich mich nicht für das Top-16 qualifizieren und habe dadurch meinen Setzplatz hier in Altenburg verloren. Ich versuche aber, mindestens einen der beiden Favoriten in meiner Gruppe zu ärgern und so trotzdem in die K.-o.-Runde einziehen zu können."

Einen ganz schweren Stand wird das Nobitzer Nesthäkchen

haben. Die dann frisch gebackene 16-Jährige ist an der direkten Qualifikation bei den Ostthüringer Meisterschaften knapp gescheitert, durch mehrere Absagen aber noch als Ersatz ins Starterfeld gerutscht. Für das ehrgeizige Nachwuchstalent gilt es nur, die Luft einer so großen Veranstaltung zu schnuppern und möglichst viele Eindrücke aufzuschnappen, die ihr bei der weiteren Entwicklung hilfreich sein werden. "Ich versuche, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, damit ich in der Endabrechnung nicht die Schlechteste im Turnier werde", lautet die durchaus realistische Einschätzung von Nicole Posmik.

 

Außerdem mit von der Partie ist das Altenburger Geschwisterpaar

und

. Die beiden lernten ursprünglich bei Lok Altenburg das Tischtennis-Spielen, dann aber zog es beide über Zeulenroda nun zum Thüringer Vorzeigeverein SV Schott Jena. Dort in der Oberliga agierend, gehören die zwei zum Favoritenkreis im Turnier. Letztes Jahr drückten sie der Veranstaltung ihren Stempel auf, als die Lehrerkinder in fast allen Finals vertreten waren. Sophie errang nicht nur den Einzeltitel bei den Frauen, sondern auch mit Silbermedaillen-Gewinner Philip zusammen im gemischten Doppel. "In erster Linie freue ich mich, dass die Meisterschaften in Altenburg sind", sagt die Schülerin. Insgeheim hoffe man auf eine so gute Platzierung wie im Vorjahr. "Es wird aber sehr schwer, deshalb wäre ich auch froh, wenn ich es bis ins Halbfinale oder ins Finale schaffe. Egal, wie es ausgeht, versuche ich, mein bestes Tischtennis zu zeigen." Nicht ganz so optimistisch sieht es ihr Bruder: "Es ist schon ein gewisser Druck da. Deshalb versuche ich erst mal aus der Gruppe zu kommen und dann sehen wir weiter."

 

Zum Favoritenkreis bei den Männern zählen weitere Team-Kameraden der Schädlichs aus Jena. Dazu gehören zweifelsohne die Regionalliga-Spieler

und Leonard Süß. Lang, der schon beim Post SV Mühlhausen in der 2. Bundesliga zum Einsatz kam, ist nicht nur Top-16-Sieger, sondern auch der amtierende Titelträger. Sein Triumph vor Jahresfrist war bereits sein insgesamt elfter Titel. Trotzdem gibt sich Lang vorsichtig: "Die Spielstärke im TTTV hat in der Breite immens zugenommen, sodass etliche Akteure Chancen auf den Titel haben - im K.o.-System geht's schnell zur Sache. Deswegen denke ich von Spiel zu Spiel. Mein Ziel ist es, guten Tischtennis-Sport abzuliefern und mich für die Mitteldeutschen Meisterschaften zu qualifizieren."

 

 

st der aufstrebende Stern des Thüringer Verbandes. Durch hervorragende Trainingsbedingungen in der Saalestadt erspielte sich der 15-Jährige die Aufmerksamkeit der Bundestrainer und wurde ins Aufgebot der Deutschen Schülernationalmannschaft berufen. Dort bot der Linkshänder auf internationaler Bühne beeindruckende Leistungen. "Dieses Jahr soll es besser werden als im letzten", sagt er schmunzelnd. "Mein großes Ziel ist mindestens das Halbfinale, wenn nicht sogar das Finale, da ich ja bereits als Zweiter beim Top-16-Turnier gesehen habe, dass das machbar ist."

Gespannt sein kann man zudem auf

, den nächsten Senkrechtstarter aus Jena. Mit 13 Jahren ist er noch zwei Jahre jünger als Süß und ging in der Verbandsliga auf Punktejagd. In der Rückrunde soll der Schüler aber bereits in der Regionalliga zum Einsatz kommen, um mittelfristig mit Süß zusammen den Kern einer zukünftigen Bundesliga-Mannschaft zu bilden.

 

Kontrahenten für Sophie Schädlich bei den Damen kommen vor allem vom Regionalligisten aus Schwarza - angeführt von ihren Spitzenspielerinnen

und

. Schneider, bereits zweifache Landesmeisterin und ehemalige Bundesligaspielerin, hatte sich zuletzt in den Individualwettbewerben zurückgehalten und auf den Liga-Alltag konzentriert. Fischer, die dreifache Titelträgerin von 2010, trumpfte zuletzt beim Top-16-Turnier im September auf und unterstrich damit ihre Favoritenrolle.

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