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Titelbild für Terminbeilage gesucht: Altenburger Maler Stefan Knechtel gibt Tipps

Malwettbewerb der Osterländer Volkszeitung Titelbild für Terminbeilage gesucht: Altenburger Maler Stefan Knechtel gibt Tipps

Noch bis 8. Februar können die Menschen im Altenburger Land am Malwettbewerb der Osterländer Volkszeitung teilnehmen. Das Siegerbild wird die Titelseite der nächsten Terminbeilage „Was? Wann? Wo?“ zieren. Wer mitmachen möchte, aber noch nicht so recht weiß, wie er es am besten angeht, für den hat der Kürbitzer Maler und Grafiker Stefan Knechtel, der auch am Altenburger Spalatin-Gymnasium unterrichtet, ein paar Tipps.

Am liebsten an der Leinwand: Stefan Knechtel, 1964 in Dessau geboren, hat an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Der Countdown läuft: Noch bis 8. Februar können die Menschen im Altenburger Land am Malwettbewerb der Osterländer Volkszeitung teilnehmen. Das Siegerbild wird die Titelseite der nächsten Terminbeilage „Was? Wann? Wo?“ zieren. Außerdem werden die drei besten Bilder mit tollen Preisen belohnt: Der Sieger erhält Freikarten für den Zoo Leipzig für zwei Erwachsene und zwei Kinder inklusive Anreise mit der Bahn. Der Zweit- und Drittplatzierte erhält jeweils ein Exemplar des Buches „Sagenhaftes Altenburger Land“. Wer mitmachen möchte, aber noch nicht so recht weiß, wie er es am besten angeht, für den hat der Kürbitzer Maler und Grafiker Stefan Knechtel, der auch am Altenburger Spalatin-Gymnasium unterrichtet, ein paar Tipps.

Kann man sich auf das Malen vorbereiten?

Ja. Beim Malen ist es gut, Ideenskizzen anzufertigen. Das ist wie eine Vorbereitung auf das finale Bild. Letztlich ist es wie bei einem Instrumentalisten in der Musik. Wenn der nicht jeden Tag spielt, ist es schwierig, ein lockeres Stück zu spielen. Jeden Tag kleinere Übungen sind also von Vorteil. Man kann aber auch das Papier grundieren, ihm also eine andere Farbe geben als das oft übliche, harte Weiß. Auch das kann eine Lockerungsübung zur Vorbereitung sein und kann darin unterstützen, Schönes zu entwickeln. Denn oft entsteht dabei schon eine Art Nebelwelt dessen, was darauf entstehen wird.

So manchem stehen die eigenen Erwartungen im Weg: Wie sollten die Teilnehmer damit umgehen?

Diejenigen, die sich hiermit einem neuen Bereich widmen, sollten sich nicht unbedingt auf ein fotorealistisches Bild versteifen. Sie sollten lieber neugierig sein, sich treiben und von sich selbst überraschen lassen und daran erfreuen.

Wie wählt man ein gutes Motiv?

Man sollte einen Gegenstand wählen, der einen fasziniert und eine Geschichte erzählt. Wenn man sich für eine Person als Motiv entscheidet, gilt das gleiche. Man sollte nicht einfach irgendwen auswählen. Denn Interesse und Leidenschaft sind es, die helfen, sich längere Zeit auf etwas einzulassen.

Welche Technik eignet sich für wen am besten?

Ganz einfach gesagt: eine, die keine große Barriere darstellt. Ein gewöhnliches Zeichengerät, mit dem man vielleicht Erfahrung hat, kann ermutigen und einem mehr entlocken. Das ist dann meist besser, als etwa auf Öl- oder Acrylfarben zurückzugreifen. Nichtsdestotrotz kann man natürlich auch Neues ausprobieren. Das kann eventuell dazu anregen, auch später damit weiterzumachen.

Hat diese Entscheidung Auswirkungen auf die Wahl des Papiers?

Ja. Wer sich entscheidet, etwa mit Acryl oder Wasserfarben zu malen, der muss auf die Saugfähigkeit des Papiers achten, damit es sich nicht wellt.

Realistisch oder abstrakt: Was davon eignet sich besser für Hobbymaler und Laien?

Wenn man das Malen einmalig ausprobieren möchte, sollte man sich mit Dingen auseinandersetzen, die realitätsbezogen sind. Dennoch braucht man keine Angst vor Abstraktionen haben, denn ein gewisser Grad stellt sich immer ein. Das gibt realistischen Dingen einen eigenen Ausdruck. Diesen Abstraktionsgrad sollte man schätzen und nicht als Unvermögen abtun. Man kann sich also ruhig mal treiben lassen.

Aller Anfang ist schwer: An welcher Stelle sollte das Bild angefangen werden?

Da gibt es verschiedene Herangehensweisen. Man kann erst einmal einen Blick für das gesamte erfassen und dann – wie beim Fotografieren – einen kleineren Ausschnitt wählen, auf den man sich fokussiert. Man kann aber auch mit einem Zentrum anfangen und von dort aus zu den Rändern gehen. Das ist wie mit einem Stein, den man ins Wasser wirft und um den herum sich Ringe bilden. Aus dem Zentrum heraus ergibt sich ein ganzes Bild.

Wie kann man seinem Bild eine besondere Stimmung verleihen?

Wenn man will, dass andere Menschen an dem Bild hängen bleiben, empfiehlt sich, Intensität hineinzubringen. Die hat manchmal etwas damit zu tun, wie lange man sich dem Bild hingibt. Mit dem Einsatz von Farbe und Form lassen sich Stimmungen zwischen romantisch und expressiv zum Ausdruck bringen. Stimmung wollen die meisten Maler automatisch erreichen, sie kommt also wie von alleine.

Welche Perspektiven empfehlen sich?

Gut wäre, verschiedene Perspektiven auszuprobieren. Dabei kann man entdecken, mit welcher Herangehensweise man besser klarkommt. Es muss nicht immer die Zentralperspektive sein, nicht immer nach Gesetzmäßigkeit abgebildet werden. Man kann Dingen auch eine eigene Perspektive geben.

Wer jetzt Lust bekommen hat, am Malwettbewerb teilzunehmen – so geht’s: Bild im Hochformat A4 bis zum 8. Februar an die Osterländer Volkszeitung schicken oder dort vorbeibringen. Die Adresse ist: OVZ-Geschäftsstelle, Baderei 1, 04600 Altenburg. Folgende Infos sollten auf der Rückseite des Bildes oder auf einem extra Zettel – mit Büroklammer am Bild befestigt – vermerkt werden: Titel des Bildes, Name, Adresse, Telefonnummer und Alter des Malers oder der Malerin sowie die Maltechnik. Und nun? An die Stifte und Pinsel, fertig, los!

Von Patricia Liebling

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