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Altenburg Todescrash bei Gößnitz wirft Fragen auf – Ermittlungen laufen
Region Altenburg Todescrash bei Gößnitz wirft Fragen auf – Ermittlungen laufen
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17:51 02.08.2016
Rettungskräfte bergen am Montag auf der Gößnitzer Ortsumfahrung eines der beiden Opfer aus dem Skoda.   Quelle: Jens Rosenkranz
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Gößnitz

 Nach dem schweren Unfall am Montag, der auf der Ortsumgehung Gößnitz zwei Menschenleben gefordert hat, laufen zum detaillierten Verlauf die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Denn es gibt einige ungeklärte Fragen. Ein 78-jähriger Renault-Fahrer war am Montagnachmittag frontal mit einem entgegenkommenden Skoda zusammengeprallt. Er hatte versucht, zwei Laster zu überholen, und dabei zwei durchgehende Sperrlinien überfahren. Sowohl der Renault- als auch der Skoda-Fahrer starben an der Unfallstelle. Die 41-jährige Beifahrerin im Skoda wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Sie soll sich nach Aussagen der Polizei nicht in Lebensgefahr befinden.

„Derzeit werden Zeugen von uns zum Sachverhalt ausführlich angehört“, sagte der Sprecher der Landespolizeiinspektion Gera, Andreas Bart, der OVZ. Der Unfallhergang solle seinen Angaben zufolge ziemlich genau feststehen. „Uns interessiert aber beispielsweise, ob der Unfallverursacher schon vor dem Zusammenstoß auffällig gefahren ist oder mehrfach zum Überholen ansetzte.“ Viel wichtiger erscheint, warum der Skoda-Fahrer nicht mehr ausweichen konnte, als ihm der Renault entgegenkam, denn ihm standen in seiner Fahrtrichtung auf der modernen, dreispurigen Ortsumgehung zwei Spuren zur Verfügung. Möglich ist, dass er selbst ein Fahrzeug überholte. Zudem wird geprüft, mit welcher Geschwindigkeit der Verursacher unterwegs war, erklärte Bart.

In einem Punkt allerdings korrigierte der Sprecher am Dienstag seine Meldung vom Montag: Der Unfallverursacher war in Richtung Altenburg unterwegs und nicht in Richtung Meerane, wie es noch am Montag hieß. Denn nur diese Fahrtrichtung ist in diesem Abschnitt einspurig ausgewiesen.

Die Polizei hatte mit der Zeugenbefragung bereits unmittelbar nach dem Crash vor Ort an der Unfallstelle begonnen. Dabei wurden unter anderem die Insassen jener beiden Fahrzeuge befragt, die von umherfliegenden Autoteilen unmittelbar nach dem Crash beschädigt worden waren. Außerdem flog ein Polizeihubschrauber mehrmals über die Unfallstelle hinweg, um Aufnahmen aus der Luft zu machen. Auch der Gößnitzer Bürgermeister Wolfgang Scholz (Bürgerinitiative Städtebund) hatte sich am Montag ein Bild von der Lage an der Unfallstelle gemacht.

Von Jörg Wolf und Jens Rosenkranz

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