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Altenburg Tödlicher Arbeitsunfall in Luckaer Wellpappenfabrik
Region Altenburg Tödlicher Arbeitsunfall in Luckaer Wellpappenfabrik
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18:29 27.10.2015
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kripo zu dem tragischen Arbeitsunfall in Lucka laufen noch.  Quelle: dpa
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Lucka

Bei einem tragischen Arbeitsunfall, zu dem es bereits am 15. Oktober im Wellpappenwerk Lucka kam, ist 41-jähriger Mitarbeiter tödlich verunglückt. Das wurde erst jetzt offiziell durch die Polizei bestätigt. Der Mann habe sich an diesem Tag gegen 15.15 Uhr unter ein Förderband begeben, um heruntergefallene Pappen zu entfernen, teilte Sebastian Hecker, Sprecher der Landespolizeiinspektion Gera, am Dienstag auf OVZ-Nachfrage mit. Die Maschine, an der sich der Unfall ereignete, diene zur Stapelung von Pappe und ist automatisch vertikal höhenverstellbar. In dem Moment, als sich der langjährige Mitarbeiter unter dem Band befand, habe sich das Förderband so weit abgesenkt, dass der Arbeiter darunter eingeklemmt wurde.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch Kollegen, erlag der Mann noch vor Ort seinen schweren Verletzungen. Zum Unfallhergang haben das Amt für Arbeitsschutz, die Kriminalpolizeistation Altenburg und die Staatsanwaltschaft Gera die Ermittlungen aufgenommen. Da diese noch laufen, liegen derzeit jedoch noch keine abschließenden Erkenntnisse vor. Der tödlich verunglückte Mitarbeiter war seit 1989 im Wellpappenwerk Lucka beschäftigt und hatte hier seine berufliche Laufbahn mit der Ausbildung zum Verpackungsmittel-Mechaniker begonnen. Er war hauptsächlich an der Wellpappen-Anlage tätig.

Aus der Geschäftsleitung des Betriebes hieß es, dass der Kollege vielseitig geschult und an mehreren Aggregaten der Wellpappenanlage gearbeitet habe. Der gebürtige Luckaer war unverheiratet und hatte keine Kinder. Der Unglückstag sei der schwärzeste Tag in seinem über 50-jährigen Berufsleben gewesen, hatte Geschäftsführer Uwe Eikemeier den Beschäftigen des Werkes in einem Schreiben mitgeteilt. „Ich bin tief getroffen von dem Unfalltod unseres Kollegen“, heißt es darin weiter. In Gedanken sei er bei der Mutter des verunglückten Mitarbeiters. In seiner Eigenschaft als Geschäftsführer stehe er zu seiner Verantwortung, teilte er weiter mit. Nach dem tragischen Unfall stand die Anlage nach OVZ-Informationen wegen der notwendigen Untersuchungen für mehrere Tage still.

Von Marlies Neumann

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