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Altenburg „Toooor!“ OVZ-Spendenaktion ist ein Volltreffer
Region Altenburg „Toooor!“ OVZ-Spendenaktion ist ein Volltreffer
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19:15 22.12.2017
Die Tore sind da, müssen nur noch verschraubt werden, auch der Beamer wurde übergeben. Stiftungs-Vorsitzender Jens Daniel, Marina Baumann vom Seniorentreff, „Abstellgleis“-Chefin Antje Köhler, Sozialarbeiter Rico Schwertner und OVZ-Redaktionsleiter Kay Würker (vorn, von rechts) freuen sich mit den Kindern über die gelungene Aktion. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

„Toooor!“ möchte man rufen: Die OVZ-Spendenaktion im Altenburger Norden hat sich zum Volltreffer entwickelt. Pünktlich zum Abschluss von „Ein Licht im Advent“ sind die ersehnten neuen Tore für den Bolz- und Festplatz eingetroffen. „Die müssen jetzt nur noch montiert werden, dann kann’s eigentlich gleich losgehen“, freut sich Sozialarbeiter Rico Schwertner, der im „Abstellgleis“ die kleinen und größeren Gäste betreut.

Vier Wochen lang hat die Osterländer Volkszeitung zu Spenden für den Kinder- und Jugendtreff in Altenburg-Nord sowie den Seniorenclub im benachbarten Bürgerzentrum aufgerufen – und die Leser haben sich engagiert beteiligt: stolze 2460 Euro sind auf dem Spendenkonto zusammengekommen. „Vielen Dank allen Helfern für dieses tolle Ergebnis! Es ist eindrucksvoll und berührend, wie viel Resonanz die Aktion im Altenburger Land erfahren hat“, sagt OVZ-Redaktionsleiter Kay Würker.

Am größten ist die Freude natürlich bei den Beschenkten, in der Otto-Dix-Straße 44. Die gelieferten Bauteile für die zwei Wunsch-Tore wurden gleich stolz präsentiert, als die OVZ diese Woche vor Ort die Botschaft mit der finalen Spendensumme überbrachte. Und Jens Daniel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche im Altenburger Land, die der OVZ als Partner zur Seite stand, war ebenfalls nicht mit leeren Händen gekommen. An die Leiterin des Seniorentreffs, Marina Baumann, übergab er einen Beamer aus seiner eigenen Firma, den er spontan zur Verfügung stellte. „So ein Gerät haben wir uns gewünscht, weil das eine echte Bereicherung für viele unsere Veranstaltungen ist. Damit können wir Filme oder Bildmaterial bei Vorträgen an die Wand projizieren“, erklärte Marina Baumann.

So wurde das „Licht am Advent“ zu einer vorgezogenen Bescherung. Zumal auch der umfangreichste Wunsch der Kinder und Senioren, die Herrichtung des Bolz- und Festplatzes, in Erfüllung geht. Die Spenden der OVZ-Leser geben dafür den Anstoß, Axel Fischer übernimmt alles Weitere. Der 52-Jährige betreibt seit 20 Jahren in Windischleuba eine Firma für Garten- und Landschaftsbau mit sechs Angestellten und hat eigentlich gut gefüllte Auftragsbücher. Doch ebenso eine soziale Ader. Spontan erklärte er sich deshalb bereit, die derzeit noch ziemlich holprige und verunkrautete Freifläche zwischen beiden Einrichtungen auf Vordermann zu bringen, mit einer Drainage zu versehen und Rollrasen auszulegen.

„Viele Leistungen tragen wir selbst“, kündigt der Chef an, der sich zugleich auf die Suche nach tatkräftiger Unterstützung durch andere befreundete Firmen machte und fündig wurde. So konnte er für die Lieferung der notwendigen Baustoffe die Spedition Bonke gewinnen, mit der er auch sonst zusammenarbeitet. „Und auch bei dem Lieferanten der Materialien wurde ein Entgegenkommen signalisiert“, berichtet Axel Fischer. Für ihn ist die Unterstützung eine Herzenssache: „Vor 30 Jahren bin ich selbst in Altenburg Nord aufgewachsen. Und genau hier führte mein Schulweg entlang. Da habe ich gute Erinnerungen dran“, so der 52-Jährige.

Möglichst schnell sollen nun die Arbeiten auf dem Platz beginnen. „Wenn das Wetter mitspielt, ist das recht schnell abgeschlossen.“ Dann könnten auf dem Areal nicht nur die 15 bis 20 Kinder noch besser dem runden Leder nachjagen, wie sie es schon jetzt fast bei jedem Wetter tun. Der Platz bietet dann auch hervorragende Bedingungen für die gemeinsamen Feste von Jung und Alt, wie sie regelmäßig stattfinden.

Wobei die Feststimmung schon diese Woche förmlich zu greifen war. So groß war die Freude insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen. Und auch sie kamen nicht mit leeren Händen: Sie hatten eigens leckere Plätzchen gebacken. Und große Lettern auf Papier geschrieben, die – zusammengefügt und in die Kamera des Fotografen gehalten – ihre Antwort auf den Punkt brachten: „Vielen Dank!“

Von Jörg Wolf

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