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Altenburg Toter aus dem Raum Meuselwitz schließt Versicherungsvertrag ab
Region Altenburg Toter aus dem Raum Meuselwitz schließt Versicherungsvertrag ab
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15:03 05.04.2016
Ein kurioser Fall aus Ostthüringen erreichte die Verbraucherzentrale. (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Meuselwitz

Da staunte eine Frau aus dem Raum Meuselwitz nicht schlecht, als bei ihr kürzlich die Post mit einem neuen Haushalts-Schutzbrief ankam. Besonders kurios: Ihr Mann soll im Februar die Versicherung abgeschlossen haben, doch der war bereits im September vergangenen Jahres verstorben.

Für die Verbraucherzentrale Thüringen ist der Fall klar: Für einen gültigen Vertrag brauche es immer die Zustimmung von beiden Seiten, also vom Unternehmen und vom Verbraucher – entweder schriftlich oder mündlich, sagt Rechtsreferent Ralf Reichertz.

Der Vertrag läuft zunächst für drei Monate kostenlos und verlängert sich danach um zwei Jahre, falls kein Widerspruch angeht. „Das ist äußerst seltsam und der Vertrag ist natürlich gar nicht erst zustande gekommen.“

Die verwitwete Ehefrau bestritt den Vertrag und widerrief sicherheitshalber fristgemäß per Einschreiben. Das Unternehmen buchte dennoch vom Konto ab und schickte zudem keine Bestätigung über den erhaltenen Widerruf. „Spannend ist, wie das Unternehmen an die Kontodaten gelangt ist. Es ist zu vermuten, dass sie innerhalb einer Unternehmensgruppe weitergegeben wurden“, so Reichertz.

Bleibt noch die Frage, ob Unternehmen ohne bewilligtes Lastschriftmandat einfach vom Konto abbuchen können. Auch wenn Konsumenten den Unternehmen ein sogenanntes Sepa-Mandat ausdrücklich erteilen müssen, müssen Banken es nicht prüfen. „Bei nicht autorisierten oder nicht genehmigten Abbuchungen ohne Mandat, können Verbraucher innerhalb von 13 Monaten eine Rückbuchung bei ihrer Bank veranlassen“, so Ralf Reichertz.

Von LVZ

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