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Altenburg Tourismus im Altenburger Land: Verband sieht noch Verbesserungspotenzial
Region Altenburg Tourismus im Altenburger Land: Verband sieht noch Verbesserungspotenzial
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00:34 16.04.2018
Publikumsmagneten wie Open-Air-Veranstaltungen auf dem Altenburger Markt, sollen unter dem Label „Kultursommer“ gebündelt werden. Quelle: Foto: Mario Jahn
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Meuselwitz

Kooperationen, ein neuer Markenauftritt und viel Werbung für die Vorzüge des Kreises: Insgesamt sah sich der Tourismusverband Altenburger Land auf seiner Mitgliederversammlung am Mittwoch im Meuselwitzer Lokschuppen gut aufgestellt.

Solide Finanzen

Finanziell stehe man für 2018 gut da. Betriebseinnahmen von 237 000 Euro stünden Ausgaben von 260 000 Euro gegenüber, rechnete Schatzmeisterin Kathy Träger vor. Das so entstehende Minus von 23 000 Euro werde durch ein 2017 erwirtschaftetes Plus aufgewogen. Der Hauptanteil der Ausgaben – rund 133 000 Euro – soll auch in diesem Jahr in die noch junge Tourismusinformation Altenburger Land fließen.

Auf deren Aktivitäten soll auch in diesem Jahr der Hauptfokus liegen. „Ein Schwerpunkt für uns wird auf der Weiterentwicklung des Kultursommers liegen“, erklärte Tourismus-Managerin Lisa Piller den Verbandsmitgliedern. Die Bündelung aller kulturellen Angebote in der warmen Jahreszeit unter einer Marke solle nicht zuletzt durch eine verstärkte Außenwerbung, etwa über Anzeigenschaltungen, beworben werden. Gleiches gelte für die anderen Angebote, die zudem durch angedachte Messeauftritte und entsprechende Social-Media-Aktivitäten verbreitet werden sollen.

Noch läuft nicht alles rund

Allesamt gute Ansätze, die jedoch manchem Vorstandsmitglied noch nicht weit genug gingen. Insbesondere die Tatsache, dass sich das touristische Angebot des Kreises noch nicht mit einer englischsprachigen Website präsentiert, war manchem ein Dorn im Auge. Die Texte seien inzwischen da, betonten die Verantwortlichen auf Seiten der Tourismusinformation, der Einbau werde nun sukzessive erfolgen. „Ich bitte, hier den Turbo einzulegen. Eine zweisprachige Seite ist ein Muss“, fand Verbandschef Michael Wolf deutliche Worte.

Ebenso unverständlich erschien Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade (SPD), dass bei der Anzeigenschaltung aus seiner Sicht manches regionale Medium übergangen werde. „Auffällig ist, dass die Zeitungsgruppe Thüringen hier fast nicht vertreten ist, dabei kommen viele Tagestouristen ja gerade aus Thüringen.“ Man werde die Anregung mitnehmen, versicherte Lisa Piller, sei allerdings primär für überregionale Werbung angetreten. „Trotzdem bekommen auch die regionalen Blätter unsere Pressemitteilungen, auf die Entscheidung zum Abdruck haben wir jedoch keinen Einfluss.“

Wolf: Mehr Mitglieder

Nachholbedarf sah Michael Wolf auch bei der Mitgliederstruktur des Verbandes. Zwar sei die Förderung der Tourismusverbände im Freistaat vom Land angedacht, profitieren würden jedoch nur solche Zusammenschlüsse, die sich an der landespolitischen Tourismus-Strategie ausrichteten. „Wir werden in Erfurt nur wahrgenommen, wenn wir ein starker Verband sind. Dafür braucht es Mitglieder. Es kann nicht sein, dass nur zehn Kommunen aus dem Kreis dabei sind. Wir müssen an einem Strang ziehen und mit einer Stimme sprechen“, so der eindringliche Appell des Altenburger Stadtoberhaupts an die anwesenden Mitglieder, in ihren Orten für Eintritte zu werben.

Von Bastian Fischer

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