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Tradition lebt in der Geraer Straße fort

Tradition lebt in der Geraer Straße fort

Ehemalige Schüler, Mitglieder des Fördervereins der Schule sowie Lehrer der renommierten Bildungsstätte schwelgten Sonnabend in Erinnerungen. Sie waren anlässlich des 300. Jahrestages der Gründung des Friedrichgymnasiums zu einer Feierstunde im kleinen Kreis gekommen.

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Einen Spendenscheck in Höhe von 2500 Euro übergibt Ingo Trulson (r.), Vorsitzender des Fördervereins der Schule, bei Beisein von Vereinsmitgliedern an Schulleiter Thomas Lahr (2.v.r.). Fotos: Mario Jahn

Quelle: Mario Jahn

Denn am 13. Mai 1713 war die hiesige Lateinschule zum Gymnasium erhoben und nach dem damals regierenden Herzog Friedrich benannt worden.

 

 

 

Eine große Feier unter Beteiligung der Öffentlichkeit sollte es mitten in den schriftlichen Abiturprüfungen nicht werden. Darüber sei man sich bereits Ende des vergangenen Jahres einig gewesen, so Schulleiter Thomas Lahr. Da der Beginn der 300-jährigen gymnasialen Geschichte in Altenburg dennoch gewürdigt werden sollte, sei entschieden worden, die Feierlichkeiten mit der jährlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins zu koppeln. Neben einer Feierstunde erinnerte eine von Wolfgang Enke gestaltete Ausstellung an die Geschichte des Friedrichgymnasiums.

 

Mit der Deklarierung der hiesigen Lateinschule zu einem Gymnasium begann 1713 in Altenburger eine wechselvolle Geschichte dieser Schule. Daran erinnerte Lahr in seiner Rede. So sei in den Jahren 1727 bis 1729 an Stelle der abgerissenen Klosterschule ein Schulneubau errichtet worden, 1841 zog das Gymnasium dann ins neue Josephinum und 68 Jahre später habe es seine Heimstätte am Hospitalplatz gefunden, wo 1947 der letzte Friedrichgymnasiast sein Abitur ablegte.

 

"Auch das Altenburger Gymnasium ist nach 1945 in den Strudel des Umbruchs im Schulwesen geraten und so wurde das Jahr 1947 zum Jahr der endgültigen Auflösung des Friedrichgymnasiums", so Schulleiter Lahr. Gerade die Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit dem Entstehen der Erweiterten Oberschule (EOS) Altenburg in der Geraer Straße 33 sei in den letzten Monaten vom Landestheater mit dem Stück "Die im Dunkeln" wieder ins Gedächtnis vieler Menschen gebracht worden.

 

"Daran hat auch Wolfgang Enke einen beachtlichen Anteil", hob der Schulleiter hervor. Enke legte an der Schule Mitte der 1950er-Jahre sein Abitur ab und war später hier 23 Jahre selbst Lehrer. Für ihn ist die Aufarbeitung der Schulgeschichte eine Herzenssache. Dazu gehört auch, dass die Bildungseinrichtung aus Tradition um die Geschichte der Altenburger Schulen 1993 den Namen Friedrichgymnasium verliehen bekam.

 

Lahr hob zudem hervor, welch große Stütze der Förderverein für die Schule sei. Dabei erinnerte er daran, dass der erste bereits 1913 gegründet worden sei. Dieses Gremium hatte sich 2003 aufgelöst. Mit Dietrich Homfeld, der heute 93 Jahre alt ist, war am Sonnabend ein Mitglied des ehemaligen Vereins zu Gast an der Schule.

 

Der jetzige Schulförderverein verstehe sich als Nachfolger des alten, betonte Vereinsvorsitzender Ingo Trulson. "Unser Anliegen ist es, der Schule und den Schülern praktische Hilfe und Unterstützung zu geben. Ob nun mit Reisekosten, dem Kauf von Musikinstrumenten oder einer Spendensammlung für die Sanierung der schuleigenen Ladegastorgel, wir haben uns vielfach eingebracht", erklärte er. Lobend sprach Trulson über die Sanierung der Schule, die beim Verein allerdings noch zwei Wünsche offen lasse: Das sei zum einen die Umgestaltung des Schulhofes, wofür der Verein am Sonnabend einen Scheck über 2500 Euro für Tischtennisplatten übergab, und zum anderen die Schaffung einer Außensportanlage in Schulnähe.

 

Wolfgang Gerlach, Klaus-Peter Dautzenberg und Joachim Irmer, die das Gymnasium in den 1940er- und 1950er-Jahren besuchten, erinnerten sich noch genau an die damaligen Ereignisse und nutzten die Gelegenheit, mit anderen ehemaligen Schülern sowie den derzeitigen Lehrern ins Gespräch zu kommen. © Kommentar

Neumann, Marlies

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