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Altenburg Traditioneller Bauernmarkt lockt nach Altenburg
Region Altenburg Traditioneller Bauernmarkt lockt nach Altenburg
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16:00 17.04.2016
Marcel Jahn von der Gärtnerei Jahn präsentierte außergewöhnliche Pflanzschalen in Baumstammform und Highheels. Quelle: Nicole Rathge-Scholz
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Altenburg

Für einen Markt voller Blütenpracht, Leckereien und Tieren zum Streicheln wünscht man sich schon besseres Wetter. Aber trotz der Regengüsse, die am Sonnabend bis in den Nachmittag hinein vom Himmel fielen, tat dies der Veranstaltung keinen Abbruch. So sah man neben einer bunten Vielfalt an Blumen und Pflanzen eben auch viele farbenfrohe Regenschirme.

Der Altenburger Bauernmarkt ist in jedem Jahr fest im Veranstaltungsplan der Residenzstadt verankert. Nicht nur im Herbst, sondern auch im Frühjahr preisen die Händler hier ihre Waren an. So fanden die Besucher neben zahlreichen heimischen und exotischen Kräutern wie Ananassalbei und Schokominze auch zahlreiche winterharte Stauden, veredelte Gurkenpflanzen, Kartoffeln, Honig bis hin zur Stutenmilch. Für das leibliche Wohl wurde natürlich ebenfalls gesorgt. Da hatten die Besucher die Qual der Wahl – vom Mutzbraten über die Straußenbratwurst, die Pilzpfanne, den Kartoffelpuffer bis hin zum deftigen Eintopf.

Beim Stand der Gärtnerei Jahn aus Vollmershain blieben viele Leute stehen, denn das Team bietet außergewöhnliche Gestecke an. „Im vergangenen Jahr haben wir damit angefangen, robuste und winterharte Pflanzen anstatt in eine einfache Plastikschale in ausgehöhlte Baumstämme zu pflanzen. Das ist nicht nur dekorativ, sondern auch mal was Ausgefallenes“, so Marcel Jahn, der im kommenden Jahr den Betrieb in dritter Generation übernehmen wird. „Man muss sich heutzutage von der breiten Masse abheben, deshalb haben wir auch Blumen in Highheels gepflanzt. Vor allem junge Leute kaufen das gern als Geschenk für Freunde“, erklärt er und erzählt, dass ihm Regionalität wichtig sei und die Gärtnerei deshalb seit Jahren auf dem Bauernmarkt präsent ist.

Natürlich fiel auch ihm auf, dass das Wetter nicht gerade zum Shoppen einlud. Denn in einer Hand haben die Besucher den Schirm und da bleibt kaum noch Platz für die gefüllten Einkaufsbeutel. Aber trotzdem schlugen viele zu, um demnächst ihren Garten und Balkon zu verschönern. So auch die Zwickauerin Helga Müller. „Ich bin das erste Mal auf dem Bauernmarkt und absolut begeistert. Es ist super. Wenn ich könnte, würde ich noch mehr kaufen, aber so viele Hände zum Tragen habe ich nicht“, lächelt die sympathische Sächsin und ist überwältigt von der angebotenen Vielfalt.

Natürlich gab es nicht nur Blumen, Kräuter und Gemüse zu bestaunen und zu kaufen, sondern auch altes Handwerk wie das Dengeln von Sensen wurde präsentiert. Der Kirschhof sorgte mit Ponyreiten für Abwechslung bei den Steppkes und die Sprösslinge konnten sich außerdem am Streichelgehege mit Ziegen und Schafen erfreuen und auf der Strohburg hüpfen. „Wir sind bestimmt bereits das zehnte Mal hier, weil es einfach toll ist und wir gern her kommen“, ist Julia Fischer vom Alpakahof aus Altmörbitz begeistert. „Es sind zwar weniger Besucher als sonst, aber trotzdem sind wir überrascht wie viele trotz des Wetters gekommen sind. Eigentlich wollten wir noch Alpakawolle spinnen, aber durch den Regen war das leider nicht möglich“, bedauert sie und erfreut sich aber daran, wie groß das Interesse an ihren Tieren ist, die auch gestreichelt werden durften.

Weiterer Anziehungspunkt waren die historischen Gefährte wie Traktoren und Co., aber auch die neueste Landwirtschafttechnik wurde den Besuchern präsentiert.

Von Nicole Rathge-Scholz

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