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Altenburg Treben: Marode Brücke immer enger
Region Altenburg Treben: Marode Brücke immer enger
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00:36 17.07.2015
Wurde jetzt weiter eingeengt, um Laster fernzuhalten: die Brücke über den Mühlgraben in Treben. Quelle: Mario Jahn
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Das soll verhindern, dass Lastkraftwagen weiterhin unberechtigt die marode Überfahrt nutzen.

Weil die Hochwasser 2002 und 2013 das Bauwerk arg in Mitleidenschaft gezogen haben, gibt es seit Jahren Einschränkungen in seiner Befahrbarkeit. Die Brücke darf inzwischen nur noch von Fahrzeugen mit einer Gesamtlast von bis zu 3,5 Tonnen passiert werden. "So weit die angeordnete und ausgeschilderte Theorie. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus", heißt es auf eine entsprechende OVZ-Nachfrage aus dem Landratsamt.

Anwohner hätten die Behörde informiert, dass schwere LKW oder Zugmaschinen mit Hänger, die das ausgeschilderte Gesamtgewicht um ein Vielfaches überschreiten, über die Brücke rollen, heißt es weiter. Um das zu unterbinden habe sich das Landratsamt veranlasst gesehen, "die vorhandene Fahrbahnbreite noch weiter einzuschränken", teilte die Behörde mit. Durch diese Maßnahme stehe den Fußgängern nun ein gesonderter Bereich zur Verfügung.

Bereits vor fünf Jahren sollte eine neue Brücke über den Mühlgraben entstehen (die OVZ berichtete). Im Haushalt des Landkreises waren die Mittel eingestellt, doch weil die beantragten Fördermittel nicht geflossen sind, blieb alles beim Alten. Die Fahrzeuge rollen seitdem weiter einzeln und im Schritttempo über das kleine Gewässer.

Gründe, die derzeit für Verzögerungen bei der Brückenerneuerung führen, nannte das Landratsamt auf Nachfrage jedoch nicht. Es hieß lediglich: "Gerade in der Gemeinde Treben und ihren Ortsteilen wird derzeitig mit Hochdruck gebaut. Vor gut einem Monat konnte der Lückenschluss in Plottendorf fertig gestellt und für den Verkehr freigeben werden. Derzeit ist die Kreisstraße zwischen Treben und Trebanz voll gesperrt und wird im Zusammenhang mit den Hochwasserschutzmaßnahmen Treben-West bis zum Jahresende erneuert."

Erst wenn diese Straße wieder befahrbar sei, könne sich an der Mühlgrabenbrücke etwas tun, so das LAndratsamt weiter. Alles andere sei den Bewohnern der Gemeinden Treben und Haselbach weder zu vermitteln, noch zuzumuten. "Wir hoffen, dass wir bis dahin dann endlich auch die Bauerlaubnis der Besitzer der Trebener Mühle für Teilflächen des Mühlgrabens bekommen. Die steht seit fast zehn Jahren aus", weist das Landratsamt dann doch noch auf ein nicht unerhebliches Problem hin. Sollte die Erlaubnis weiter auf sich warten lassen, könnte das die Brückenerneuerung weiter verzögern.

Wegen des prekären Zustands der Brücke habe der Landkreis das Intervall für deren Kontrolle bereits auf ein Vierteljahr verkürzt. Gegebenenfalls müsse dieser noch weiter verringert und bei Gefahr sofort gehandelt werden. Das heißt im Klartext: Vollsperrung der Brücke. Dann müssten nicht nur Laster und Busse große Umwege fahren, sondern auch alle anderen Fahrzeuge.

Die Fördermittel für den Brückenneubau aus dem Topf zur Wiederherstellung der Infrastruktur nach dem Hochwasser 2013 habe der Landkreis fristgemäß beantragt. Es gäbe positive Zeichen, dass diese Gelder mindestens bis Ende 2016 zur Verfügung stehen sollen, teilte die Kreisbehörde weiter mit. © Kommentar Seite 11

Marlies Neumann

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