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Treben: Stromkabel verschwinden in der Erde

Treben: Stromkabel verschwinden in der Erde

Kabelgräben am Ortsrand von Serbitz und entlang der Bundesstraße 93 künden davon, dass der Energieversorger EnviaM die Freileitungen in die Erde verlegt.

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Zwischen Treben und Serbitz kommen die Stromkabel unter die Erde. Sie verlaufen zum Teil direkt an der Bundesstaße.

Quelle: Mario Jahn

Treben/Fockendorf. "In diesem und im nächsten Jahr verschwinden die Leitungen zwischen Serbitz und Fockendorf aus den Ortsbildern", sagt Trebens Bürgermeister Klaus Hermann (CDU). In dem Trebener Ortsteil sei das jetzt aber nur eine Teilmaßnahme. Innerhalb des Dorfes würden die Mittelspannungsleitungen erst im kommenden Jahr verlegt.

Das erfolgt im Zusammenhang mit der Erneuerung von innerörtlichen Straßen, die beim Hochwasser 2013 Schaden genommen haben. Damals war der Deich vor Serbitz gebrochen, und die Pleiße hatte fast den gesamten Ort geflutet. "Die Fördermittel für den Straßenbau haben wir bereits für dieses Jahr genehmigt bekommen. Doch weil der ZAL zuvor Trink- und Abwasserleitungen erneuern muss und dafür 2015 keine finanziellen Mittel eingeplant hatte, muss die Maßnahme verschoben werden", erläutert Trebens Gemeindechef. Eine Befahrung der Abwasserleitungen hatte ergeben, dass die Betonrohre dermaßen marode sind, dass ein Austausch dringend nötig ist. Die Gelder dafür und für neue Trinkwasserleitungen wolle der Zweckverband Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL) in den Haushalt 2016 einstellen. Im Zuge dieser Baumassen wird die EnviaM ihre Leitungen mit verlegen.

"Weil wir in den 1990er-Jahren aufgepasst haben und beim Straßenbau auch gleich die Leitungen für die Straßenbeleuchtung in den Boden brachten, müssen wir dies jetzt nicht mehr tun", hat Hermann eine Sorge weniger.

Ganz anders sieht das in Fockendorf aus. Denn bis dorthin werden sich die Gräben für die Stromkabel in den nächsten Wochen und Monaten durch die Landschaft ziehen. Auch hier plant der Energieversorger, das komplette elektrische Ortsnetz nach den neuesten technischen Vorgaben instand zu setzen. Das bedeutet: Alle Freileitungen und Masten verschwinden, und die neuen leistungsstarken Kabel kommen in der Erde.

Deshalb ist die Gemeinde regelrecht gezwungen, ihre Dorfbeleuchtung zu erneuern, sagt Fockendorfs Bürgermeister Karsten Jähnig (Freiwillige Feuerwehr). Er räumt allerdings ein, dass zwei Drittel der Beleuchtung immer noch aus DDR-Zeiten stammen. "Nun kommt alles Alte komplett weg. Wir tauschen mit einem Schlag rund 40 Straßenlaternen aus", kündigt er an.

Die Kosten für diese Investition, die sich ins Jahr 2016 verschieben wird, belaufen sich auf rund 63 000 Euro. Die hat die kleine Gemeinde nicht mal ebenso in der Portokasse. "Deshalb blieb uns nichts anderes übrig, als einen Kredit aufzunehmen. Und weil wir auch an unserer Sportstätte dringend etwas tun mussten und weiterhin tun müssen, hat der eine Höhe von 100 000 Euro", so der Bürgermeister.

Aus der Osterländer Volkszeitung vom 19.09.2015

Marlies Neumann

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