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Treben beseitigt jetzt seine Flutschäden

Treben beseitigt jetzt seine Flutschäden

Mit Verspätung laufen in Treben in den nächsten Wochen an kommunalen Wohngebäuden die Arbeiten zur Beseitigung der Schäden an, die das Hochwasser vor zwei Jahren hinterlassen hat.

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In dem Haus sind Wohnungen zu sanierne.

Quelle: Mario Jahn

Die beantragten Fördermittel in Höhe von rund 122 000 Euro für vier Objekte waren der Gemeinde bereits im vergangenen Jahr bewilligt worden. Weil die Kommune ihren Eigenanteil von 20 Prozent aber nicht aufbringen konnte, gab es nur eine Lösung: die Arbeiten verschieben.

 

"Im vergangenen Jahr waren wir als Kommune in die Finanzierung des Bahnknotenpunktes in Plottendorf und die Sanierung der Brennerei am Rittergut finanziell eingebunden. Diese beiden Vorhaben ließen uns keinen Spielraum. Wir haben es deshalb nicht geschafft, auch noch die 30 600 Euro der Gemeinde für die Beseitigung der Hochwasserschäden aufzubringen", erklärte Bürgermeister Klaus Herrmann (CDU) die Hintergründe. Treben hatte im vergangenen Jahr sogar einen Kredit aufnehmen müssen, um die beiden großen Vorhaben überhaupt stemmen zu können.

 

In diesem Jahr stehen die Gelder für die Schadensbeseitigung an den Wohngebäuden in der Altenburger Straße 3, der Leipziger Straße 5 und 7 sowie am Kirchhof 3 und 6 nun zur Verfügung. Die gravierendsten Schäden sind in der Leipziger Straße 5 zu beseitigen. Von den vier Wohnungen in dem schmucken Fachwerkhaus sind die beiden im Erdgeschoss laut Bürgermeister komplett sanierungsbedürftig. Hier habe das Wasser vor zwei Jahren fast einen halben Meter hoch gestanden. "Beides sind Einraumwohnungen, und die werden gebraucht. Vor allem bei älteren Leute sind die sehr gefragt", sagte Herrmann.

 

In beiden Quartieren müssen die Fußböden und der Putz an den Wänden erneuert werden. Die schadhaften Türen müssen raus, und auch die Sanitäranlagen und die Heizung sind zu erneuern. Deshalb belaufen sich hier die Kosten auf mehr als 92 000 Euro.

 

Vom Wohnhaus Leipziger Straße 7, das hinter dem Kindergarten steht, habe lediglich das Nebengebäude Schaden genommen. "Hier sind der Sockel- und der Eingangsbereich zu erneuern", benennt der Bürgermeister die Arbeiter an diesem Gebäude.

 

Im Mehrfamilienhaus in der Altenburger Straße 3 war gleich nach dem Hochwasser die Heizung vom Keller unter das Dach verlegt worden. Denn die Wassermassen hatten den Öltank aus der Verankerung gerissen und an die Kellerdecke getrieben. In den nächsten Wochen sind nun auch der Kellerbereich, der Wirtschaftsraum sowie der äußere Sockelbereich mit der Sanierung dran. "In den Wohnungen des Mehrfamilienhauses hatte das Hochwasser keine Schäden angerichtet", so der Bürgermeister. Die Aufträge für alle drei Wohngebäude sind an eine Firma vergeben worden, die bereits mit den Arbeiten begonnen hat.

 

In den beiden Bauten am Kirchhof handelt es sich um Abrissarbeiten beziehungsweise den Rückbau eines Ölbehälters sowie die Umverlegung einer Verteilerstation vom Keller ins Erdgeschoss des Wohnhauses. Diese Aufträge gingen an andere Firmen. Trebens Gemeindechef hofft, dass bis Ende September alle Arbeiten erledigt sind.

 

Doch damit sind bei weitem noch nicht alle Hochwasserschäden in der Gemeinde beseitigt. Nach wie vor steht die Instandsetzung der Straße im Dorfinneren in Serbitz aus. Ebenso ist der Altbau des Mehrzweckgebäudes auf dem Serbitzer Sportplatz noch zu sanieren. Für beides sind laut Herrmann Anträge auf Förderung gestellt.

Marlies Neumann

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