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Treue-Schwur für Geld

Treue-Schwur für Geld

Mit einem klaren Bekenntnis zum Lindenau-Museum und der Untersuchung verschiedener Raum- und Nutzungskonzepte soll die dringend nötige Sanierung und Erweiterung einer der wichtigsten Kunststätten im Kreis angegangen werden.

Umsetzen muss die am Mittwoch vom Kreistag mehrheitlich beschlossenen Pläne das Landratsamt, das damit an seine personellen und finanziellen Grenzen stößt.

 

Das Museum klagt über undichte Fenster, nasse Wände, miserable Sanitäranlagen, zugestellte Kellergänge, schlechte Arbeitsbedingungen und fehlenden Platz (OVZ berichtete). Landrätin Michaele Sojka (Linke) soll nun verschiedene Varianten prüfen lassen, diesen Problem-Komplex in den Griff zu bekommen.

 

Die einfachste Möglichkeit wäre eine Sanierung von Dach und Fenstern und der Weiterbetrieb des Museums unter den momentanen Bedingungen. Auf dieser Grundlage könnte eine erweiterte Variante die Errichtung neuer Sanitäranlagen und eines behindertengerechten Zugangs vorsehen. Möglichkeit C wäre die Auslagerung von Werkstätten und des Studios Bildende Kunst in andere Gebäude, um Platz im Museum zu schaffen. Lösung D sieht einen An- oder Neubau vor.

 

Der Kreistagsbeschluss lässt noch weitere Varianten zu. Bei alldem müssen der Investitionsumfang und die Förderfähigkeit untersucht werden und die Frage, ob und wie der laufende Betrieb während der Arbeiten abgesichert werden kann.

 

Unklar ist allerdings, wie die Landrätin diese umfangreiche Prüfung umsetzt. Schon am Mittwoch deutete Sojka an, dass ihr Haus dies allein nicht leisten könne. Eine externe Vergabe kostet Geld, das die Behörde auch nicht hat.

 

Mit diesem Beschlussantrag hatten CDU und SPD die Vorlage der Landrätin in letzter Minute erweitert. Damit wird eine angedachte Lösung von vor fünf Wochen hinfällig. Der Kreistag war am 11. September einem Vorschlag von Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) gefolgt und hatte ein Finanzierungskonzept für die Sanierung von Dach und Fenstern bis 2015 beschlossen. Dies sah allerdings eine finanzielle Beteiligung des Landes vor.

 

Doch so einfach fließt kein Geld aus Erfurt. Der Freistaat fordert vor einer möglichen Unterstützung ein klares Bekenntnis des Landkreises zu seinem bedeutenden, aber chronisch unterfinanzierten Museum. Mit dem Beschluss vom Mittwoch liegt dieses nun vor. Der Treue-Schwur bietet gleichzeitig die Chance, an Gelder aus verschiedenen Landesministerien, des Bundes und der Europäischen Union zu kommen.

Jens Rosenkranz

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